Sonntag, 11. November 2007

Sturmspaziergang

Heute mußte ich einfach mal raus, auch wenn es stürmisch war. So machte ich mich auf den Weg zunächst einmal an der Kirche vorbei.



Dann hinauf zum Friedhof an einer alten Mauer wo der Wilde Wein seine übervollen Trauben zeigte. Da alle Blätter schon davon geflogen waren, konnte man die Beeren sehr schön sehen.


Zwei Gänsblümchen waren liebevoll vom roten Laub umgeben und gaben zusammen ein frohes, buntes Motiv.


Am Friedhof angekommen, ging ich den Weg ganz nach oben, wo man wieder in den Reben heraus kommt, vorbei an diesem Gedenkstein. Jemand hatte rote Blumenkapseln der Sitzenden in den Schoß gelegt.



Unter den Reben blühte es auch noch, hier das einjährige Bingelkraut. Wenn man die Nase gaanz tief hinein hält, dann duftet es ganz zart.



Zu meiner Freude hingen noch Trauben am Stock, die mußte ich doch gleich probieren.



Hmm, waren die lecker. Wie heißt es oftmals: Bild vorher....



Bild nachher .... einfach köstlich diese vergessenen Trauben.



Die Luzerne blühte noch sehr kräftig, man sieht sie noch reichlich an den Rebhängen.



Sieht auch so einladend aus, ist aber giftig, die Früchte des Nachtschattens.



Teilweise hing das Herbstlaub noch voll an den Reben und hat dem Sturm getrotzt.



Immer wieder hübsch anzusehen die Weiße - Lichtnelke, ihren fein gestreiften Kelch finde ich wunderschön.




So sieht die Samenkapsel der Lichtnelke aus. Dick und voller kleiner Samenkörner, wenn die alle etwas werden, dann blüht es im nächsten Jahr wieder überall weiß und auch rot, darauf freue ich mich schon heute.

Meinen Spaziergang beendete ich bei Freunden, mitten in den Reben in einem Winzerhof. Ihnen helfe ich das Jahr über bei ihrer Arbeit. Ihr Hund Balou, vollführte einen Freudentanz als er mich sah. Inzwischen ist aus dem kleinen Hund ein richtiger Riese geworden, ich mußte mich mit aller Gewalt wehren, damit er mich nicht umwarf. Sie begleiteten mich wieder hinunter ins Dorf, zusammen mit Balou.

Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Deine friedlichen Bilder sehen so gar nicht nach "Sturm" aus. Du hast aber noch viel entdeckt im Rebberg und wurdest sogar mit ein paar süssen Trauben verwöhnt. Wunderbar. Bei uns sind die Reben bereits ohne Laub, die ersten Novemberstürme waren kurz und heftig.
Eine guten Woche wünsche ich dir.
Barbara

Naturwanderer hat gesagt…

Hi Barbara,

lass Dich nicht täuschen, ich mußte schon noch festhalten bei den Blumenfotos, sonst wären sie undeutlich.
Bei uns sind auch einige Reben total ohne Laub, andere dagegen noch relativ voll.
Danke für Deine lieben Grüße,
auch ich wünsche Dir eine gute Woche
Gruß
von Edith

SchneiderHein hat gesagt…

Stimmt, den Sturm sieht man den Bildern nicht an. Aber das kenne ich auch von der Nordsee: Bei Winstärke 10 ist die Kamera kaum zu halten und dem Foto sieht man es nicht an wie sehr der Wind bläst.
Erstaunlich, dass noch die weiße Lichtnelke blüht. Im nächsten Jahr sollte ich doch mal wieder versuchen sie bei uns anzusiedeln. Leider war sie irgendwann am Wiesenrand verschwunden - trotz ihrer prall gefüllten Saatkapseln!
Schön, dass Du noch immer so schöne Motive am Wegesrand findest!
Eine schöne Woche & liebe Grüße
Silke

Saba hat gesagt…

du hattest recht, raus muß man auch mal, auch wenn das Wetter nicht sehr einladend wirkt...also kam ich mit, sah mir alles an und es gefiel mir sehr....

gute Nacht sagt
Saba