Sonntag, 16. März 2008

Nicht mehr lange bis Ostern

Nun steht er wieder, der Ihringer Osterbaum, oder auch Osterbrunnenbaum. Denn einer unserer Dorfbrunnen hat ein schmuckes Gewand bekommen.



Fleißige Hände haben Tolles geschafft. Der alte Brauch wurde im letzten Jahr wieder neu belebt. Die Frauen von der Trachtengruppe hatten die Idee, Schulen und Kindergärten wurden zum Mitmachen aufgerufen, es hat geklappt, die reinsten Kunstwerke sind dann entstanden.


Nach Besichtigung des Brunnens sind wir weitermarschiert, wir wollten Wildsalat suchen. Zunächst fanden wir den Giersch/Aegopodium podagravira.

Ihn gibt es sehr reichlich und im Garten ist er ein lästiges Wildkraut, er wuchert stark. Früher hatte man ihn tatsächlich im Garten kultiviert. Nicht ahnend, dass er sooo wuchern kann. Dann hat man ihn in die freie Wildbahn entlassen, da wuchert er nun weiter.


In den Hohlgassen findet man auch die Knoblauchrauke/ Alliaria petiolata. Sie riecht, wie ihr Name schon sagt, nach Knoblauch und ist eine vorzügliche Wildsalatwürze.



Ebenfalls schon stark im Kommen, der Ruccola. Ich mag ihn sehr gerne, er ist sehr, sehr würzig. Ein wenig aufs Brot geschnitten, etwas Olivenöl drüber tröpfeln und mit Parmesan bestreut. ..... hmmm, ein Genuß kann ich da nur sagen.



Damit so ein Wildsalat dann auch noch ein wenig bunter wird, kommt noch ein kleines bisschen Gundermann/ Glechoma hederacea dazu.



Überall vernahmen wir fröhlichen Vogelgesang. Neubauten für die neue Saison bekamen wir auch noch zu sehen:

Der Waldzimmermann hat hier ganze Arbeit geleistet, als er dann fertig war, hat Sturm Emma den ganzen Baum umgeworfen. So lag er im Hohlweg und ist ein wunderbares Fotomotiv geworden.
Die Suchwanderung tat gut, denn es gab meinen Geburtstag zu feiern. Als dann die Frühstücksgäste das Haus verliessen, machten wir uns gleich auf die Socken.

Kommentare:

Elke hat gesagt…

Solche Osterbrunnen sieht man uns nicht, aber der Unterliederbacher Landfrauenverein bastelt seit einigen Jahren immer eine Osterkrone. Nur dieses Jahr habe ich sie noch nicht entdecken können.
Herzliche Grüße aus Frankfurt
Elke

Barbara hat gesagt…

Ich wünsche dir nachträglich noch alles, alles Gute zum Geburtstag, vorab natürlich Gesundheit und auch weiterhin viele beglückende Entdeckungen in der Natur! Ich habe nicht gewusst, dass Gundermann essbar ist. Ich werde nun die Blüten einsammeln (es hat viele davon im Garten!) für den nächsten Salat...
LG, Barbara

Naturwanderer hat gesagt…

Hallo, danke für die guten Wünsche und Anmerkungen zum Brunnen.

@ Barbara, man kann vom Gundermann auch die Blätter essen. Fang mit wenigen an, man muß sich erst an den Geschmack usw. gewöhnen. Frühblüher haben ein starkes Aroma. Früher hat man mit Gundermann die Kartoffelsuppen im Frühjahr aufgepäppelt.Da die Kartoffeln runzelig waren, der Geschmack nicht mehr so frisch, da hat man sich dann schon sehr nach dem ersten Grün gesehnt.
Liebe Grüße von Edith

Bek hat gesagt…

Der Brunnenschmuck ist ja einzigartig! Schoen. Bringt so richtig farbe auf den Platz.
LG, Bek

Wurzerl hat gesagt…

Liebe Edith, auch von mir noch nachträglich ganz liebe Geburtstagsgrüße (zerknirsch).
Überrascht haben mich die Bilder des Osterbrunnens, ich dachte immer, dieser Brauch wäre auf das Fränkische beschränkt, wie schön, daß es auch in Ihringen so etwas zu Bestaunen gibt.
Ganz liebe Grüße vom Wurzerl

Brigitte hat gesagt…

Liebe Edith,
den Brauch der Osterbrunnen pflegt man hier bei uns auch. Wahre Kunstwerke sind dabei.
Aber die Wildsalate, die kannte ich nicht, du bist eine tolle Fachfrau, da kann ich noch jede Menge lernen. Danke auch und liebe Grüsse, Brigitte