Mittwoch, 19. März 2008

Erste Arbeiten im Rebberg

Seit Montag war ich nun schon mit unseren Freunden, den Winzern, im Rebberg. Da wird sich mancher fragen, was machen die denn da schon??? Ganz einfach " Bögen".... ja, was ist das?????
Ich zeige es deshalb mal.


So sehen z.Zt. die Reben am Kaiserstuhl aus, sie sind bis auf ein bzw. zwei Ruten herunter geschnitten. Dafür hat der Winzer einen geübten Blick. Er erkennt sofort, welche Rute gesund und fruchtbar werden kann. Unsere Arbeit besteht nun darin, diese Ruten aud den ersten Drahtzug zu legen und zu fixieren.


Danach sieht die Rebe so aus, schön gleichmässig festgehalten. Früher machte man wirklich richtige Bögen, d.h. man legte sie vom zweiten Draht runter auf den ersten und erhielt dann einen Bogen. Heute heißt diese Arbeit immer noch:" Mir gehn Böge mache"


So geht es dann Rebe für Rebe weiter, am Ende sind wir immer ganz stolz, wenn wieder ein Feld geschafft ist, die Freunde haben 20 ha, das dauert ein paar Tage.....
Einen Aufpasser haben wir auch, der Balou, ich habe ihn schon oft vorgestellt.


Freude kommt bei ihm auf, wenn auch andere Hunde mit dürfen, dann besucht er sie im Gelände und spielt mit ihnen. Dann sehen wir ihn über längere Zeit nicht mehr.
Wen er besonders mag, den markiert er mit seinen schmutzigen Pfoten, heute war ich das Opfer.



Küsschen verteilt er auch, aber da habe ich ihn eiskalt abblitzen lassen, was ihm nicht gefiel.


Beim Stiefel waschen wurde ich sehr genau von Nachbarskatze Luzie beobachtet, sie saß im Holunderbaum. Ihr entging nichts.

Am Nachmittag in meinem Garten, sah ich an unserem Apfelbaum die erste Blüte:


Allen Wetterkapriolen zum Trotz wagte sie einen zarten Blick in die Sonne.

Kommentare:

Wurzerl hat gesagt…

Liebe Edith, also wenn man beim Bögen machen von so einem feschen Kerl umgarnt wird, da würde ich mich auch gleich freiwillig melden.
Die Reben verlangen schon einiges an Aufmerksamkeit über das Jahr. Aber ich finde, wenn man dann abends in Ruhe ein Glas vor sich stehen hat und mit Verstand genießt, dann schmeckt man das auch heraus, daß der Rebensaft doch etwas ganz besonderes ist.
Lieber Gruß vom Wurzerl

Wienermaedel hat gesagt…

Na sicher doch, kommst Du einmal kosten. Wir kommen dafür auf ein Glas Gutedel oder eine Himmelsstiege vorbei. Ein Badener Schneckensüpple ist auch nicht verkehrt!

Liebe Grüße und Freude bei der Arbeit im Weinberg

Barbara hat gesagt…

Ja, diese Arbeit inkl. Schneiden kommt mir sehr bekannt vor. Habe ich jahrelang auch gemacht. Jetzt ist ja aus meinem kleinen Rebberg der Rosengarten geworden.
Ich wünsche dir frohe Ostertage mit hoffentlich ein paar Sonnenstrahlen!
Liebe Grüsse, Barbara

Brigitte hat gesagt…

Liebe Edith,
was für ein interessanter Beitrag! Gelesen hatte ich zwar schon mal ähnliches, aber so mit Fotos unterlegt, kann man es sich besser vorstellen!

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo Edith,
ja da bedanke ich mich aber ganz herzlich für Deinen Besuch und habe dabei entdeckt, dass sich der Balou mal so richtig "gefreut" hat. So ein Abdruck eines Hundekumpels ist schon fast wie ein "verliehener Orden" für Sympathie.
Die Geschichte der Rebenbögen war natürlich für mich und mein Frauchen ebenso interessant zu lesen. Dir noch einen schönen und gemütlichen Ostermontag - und die Aufnahmen sind wunderbar.
Liebe Grüße
Aiko