Donnerstag, 1. Februar 2007

Auf der anderen Seite

Heute war ich mit dem Rad ins Elsass geradelt, sind nur 6 km. Ich hatte das Gefühl, dass die Schwäne sich auf elsässischer Seite wohler fühlen denn es wimmelte nur so von Schwänen.


Den Grund, warum die alle im Elsass waren, sah ich dann auch schnell. Es wurde tüchtig gefüttert , Rentner hatten die größte Freude ihr altgewordenes Baguette an die immer hungrigen Wasservögel zu verfüttern. Was gab es da nicht alles zu sehen, Enten, Blässhühner, Kormorane, Möwen, Tauben und alle sehr zutraulich. Die Schwäne marschierten an Land, sehr sicher und zielgerade auf die Brotspender zu. Wenn's nicht schnell genug ging, wurden sie ungeduldig und stupften den Leuten ins Hinterteil, ganz ungeniert. Den größten Krach machten die Möwen, sie nutzten sogar die Rücken der Schwäne als Standpunkt, um schneller an Brot zu kommen.

Das Bild ist nicht so dolle, aber es mußte auch blitzschnell gehen und die Viecher waren sehr unruhig. Die vorjährigen Schwäne waren nicht so gern gesehene Gäste, sie wurden gehörig mit Schnabelhieben taktiert. Spontan fiel mir die Geschichte vom häßlichen Entlein ein, dass sich am Ende der Geschichte in einen leuchtend schönen weißen Schwan verwandelte. So ist es halt im Leben, es kommt nicht immer auf das Äußere an. Wie heißt es im "Kleinen Prinzen" man sieht nur mit dem Herzen gut... Die ersten Mandelknospen entdeckte ich am Wegesrand, da mußte ein Bild her, es hat mich total begeistert.
Am "Canal-du-Rhin" kam noch ein sehr großes Schiff daher, das eiligst in die Schleuse fuhr, um abgesenkt zu werden zur Weiterfahrt irgendwohin. Urlaubsgefühle waren plötzlich da:-) Am Ufer des Canals suche ich gerne nach Schwemmholz. Ich habe nämlich entdeckt, dass man damit toll schnitzen kann. Wenn's mal nicht so schön ist, werde ich mir mal wieder was ausdenken, was ich schnitzen will.

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