Donnerstag, 27. Mai 2010

Der Kaiserstuhl hat mich wieder

Ja wo war sie denn wohl, die Naturwanderin??? Ich zeig euch ein Foto da dürft ihr ein wenig raten:

Dieser Vogel spielt in der Region eine ganz besondere Rolle. Man erwartet so einiges von ihm, dieses kleine Verschen in Mundart und in der Landessprache hilft beim Raten weiter:


Unbedingt anklicken, man sieht mehr und liest leichter. Für alle diejenigen, die keine der beiden Sprachen beherrschen, gibt es eine Übersetzung frei nach Müllerinnen Art:

Storch, Storch heb deine Beine, bring der Mama ein Baby heim.
Eins das weint, eins das lacht,
eins das schon ins Töpfchen macht.

Nun wissens alle, ich war im benachbarten Elsass, gleich hinter der Grenze. Im Elsass ist die Flohmarkt-Saison, jeden Sonntag ist selbst im kleinsten Dorf Flohmarkt angesagt. Es ist das Dorfereignis, der Ortskern ist gesperrt und durch die Dorfstrasse zieht sich der Markt hin.


Da wird geschaut, gehandelt und gefeilscht was das Zeugs hergibt, was es da noch alles gibt, wir haben nur gestaunt. Stundenlang hätte man da stöbern können.

Angesteuert haben wir dann diese Stadt:


Dort war unser Ziel das Eisenbahnmuseum, mein Mann wollte schon immer mal dort hin. Weil ich mich auch für so etwas interessiere, waren wir sehr gespannt, was wir dort entdecken würden.
Ich nehme euch einfach mal mit auf eine Fahrt von Paris nach Straßburg, wir fahren natürlich 1. Klasse.


Lehnen uns genüsslich in die weichen Polster und lassen die Landschaft an uns vorüber ziehen.


Besuchen natürlich das vorzüglich eingerichtete Restaurant mit dem edlen Geschirr und der einmaligen Speisekarte.




Unter diesem Zeichen zu fahren, da erwartet man schon was Aussergewöhnliches, ist doch klar.

Ein Blick in die 2.Klasse, naja sieht auch nicht so übel aus, aber eng ist es da.

Wie sieht es denn in der Holzklasse aus? Schaun wir mal rein:


Ach da sitzt der nette Herr, der mit uns eingestiegen ist und uns so behilflich war.


Die Zwei kommen wohl vom Markt? Er hat ein Suppenhuhn im Arm, sie hat ein Dutzend Eier im Korb, scheint ein gelunger Einkaufstag gewesen zu sein.

Für uns war es auf alle Fälle eine besondere Reise in die Eisenbahngeschichte, mit beeindruckenden Ausstellungsstücken.
Gleich nebenan gab es noch ein Museum, dort konnte man den Fortschritt der Elektrizität verfolgen, auch eine sehr anschauliche Sache. Grob und plump sahen die ersten Errungenschaften für den Haushalt aus. Ich glaube, die Hausfrauen dazumal waren trotzdem sicher ganz geschafft, wenn sie z.B. eine Stunde mit den schweren Bügeleisen gewerkelt hatten, da haben wir es doch besser.

Kommentare:

Charly hat gesagt…

Wuff Edith,
du hast also das kleinste Dorf besucht. Hier oben, ganz in der nähe, gibt es die kleinste Stadt Deutschlands. Vielleicht können wir diese mal zusammen besuchen, wenn du weißt, wie diese heißt.
LG Charly

Brigitte hat gesagt…

Stell dir vor, ich hatte ausnahmsweise richtig geraten, war ja nun auch nicht schwer! *g* Ein schöner Ausflug, mit Sicherheit und dass du uns gleich in die 1. Classe mitgenommen hast, das fand ich schon beachtlich. Im Elsass war ich noch nie, aber meine Tochter, die fand das sehr schön dort.

Und für echte Eisenbahner-Fans muss das dann ein besonderer Genuss gewesen sein.

Lieben Gruss und ein schönes WE, Brigitte

Frau G hat gesagt…

Die Sache mit dem Storch ist ja schon erledigt. So Flohmärkte im Freien sind wirklich immer wieder ein Anziehungspunkt (auf jeden Fall für mich). In Berlin hab ich auch wieder welche besucht.
Liebe Sonntagsgrüße an dich.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Beneidenswert. Auf den Flohmärkten bei euch gibt es bestimmt noch herrliche Dinge! Im Elsaß war ich ja auch schon und am Kaiserstuhl, eine wunderbare Gegend!

So ein Eisenbahnmuseum ist auch was Interessantes.
Ja, das war bestimmt nicht so einfach damals mit dem schweren Gerät. Aber dafür waren die Frauen, konnten sie gar nicht, nicht so überpenibel wie heute. Man wäscht ja heute fast täglich. Einfach rein in die Waschmaschine, Knopf gedrückt, weil es so einfach ist und damit man nicht mehr zu bügeln braucht, trägt man Synthetik oder speziell aufbereitete Baumwolle von weither, anstatt den wunderbaren alten Lein anzupflanzen und das gute alte Leinen daraus herzustellen. Gegen - unangenehmen - Körpergeruch, der vor allem durch die synthetischen Kleidungsstücke zustande kommt, gibts dann wieder Chemikalien - nämlich Deos ... So haben wir zwar "weniger" - jedenfalls weniger schwere Arbeit, dafür gehen wir aber abends noch ins Fittnes-Studio oder bei schönstem Sonnenschein, um das, was uns an körperlicher Aktivität fehlt, auszugleichen. Schon ist der Sommer herum und man wundert sich, warum man so wenig von der Natur gesehen hat ... aber das moderne Leben mit unseren Empfindlichkeiten und vermeintlichen Dingen die wir zu tun haben, fordert seinen Tribut ...Wie weit sind wir gekommen ... wenn so der Fortschritt sein soll - auf Kosten der Gesundheit ... ja des Lebens ...
Das fiel mir nur allgemein so ein, denn der Mensch von heute macht auch sehr viel falsch, um es später bitter zu bereuen ... ich weiß ja, wovon ich spreche ;-)

Lieber Gruß
Sara