Sonntag, 22. März 2009

Heute am Sonntag

Bei uns war eigentlich schönes Wetter, ich sage bewußt eigentlich, denn wenn der Wind nicht gewesen wäre, wär's perfektes Frühlingswetter geworden. Trotzdem habe ich heute viele schöne Motive eingefangen, die ich zeigen will, kommt mit.
Anfangen will ich in meinem Garten, da sprießt es jeden Tag mehr, hier die Schwarze Johannesbeere, die mutig ihre Blättchen zeigt, obwohl es morgens immer noch rauh ist.


Meine Lilienhähnchen haben sich auch schon angekündigt, hier nahmen sie schon mal eine Kostprobe von den Kaiserkronen, ein verdächtiges Loch haben sie hinterlassen.

Mein Maggikraut/Liebstöckel schaut majestätisch der Sonne entgegen, es reicht schon mal zum Würzen eines Süppchens.




Rosa leuchtete es unter dem Haselnußbaum, die Bergenie, ich denke so heißt sie, die Schöne.

Die Rosen nehmen Sätze, hier zeigen sie schon die ersten Blätter. Bald werden auch wieder die kleinen süßen Blattläuse sich über das zarte Grün hermachen, aber ich sehe der Sache gelassen entgegen, ich habe meine Helfer, die Marienkäferlarven.

Immer zur rechten Zeit erscheinen sie und in ganz kurzer Zeit sind alle Blattläuse verschwunden, denn Gift kommt mir nicht in den Garten.

Am Nachmittag wollte ich das "Eidechsenpfädle" besuchen, wollte schauen, was meine Eidechsen machen, wie sie den Winter überstanden haben. Ich wurde nicht enttäuscht, sie waren wieder reichlich unterwegs. Überall huschte es, raschelte es und sogar meine schwarzen Eidechsen haben sich vermehrt, gleich zwei zeigten sich, die aber zu einem Fototermin nicht bereit waren, so gibt es nur zwei Beweisfotos von heute.

Hier darf man ein wenig suchen.


Da ist es einfacher, nur eine.

Die wegweisende Blume des Pfades, die Opuntie, hatte ebenfalls diesen doch sehr langanhaltenden Winter gut überstanden, wie man sieht.

Unter den Reben die erste Traubenhyazinthe/Muscari neglectum, ihr frisches Blau tat den Augen gut.


Den kleinen rosa Fleck rechts von der Traubenhyazinthe, den hole ich mal ganz nah ran:
Es ist der Reiherschnabel/Erodium cicutarium und übt auf mich immer eine gewisse Faszination aus, ich weiß nicht warum. Vielleicht weil seine Fruchtstände sooo lange Hälse haben??

Das nun folgende sehr winzige, kleine, weiße Blümchen gehört, glaube ich, in die Familie der Hungerblümchen, bin mir aber nicht sicher.
Es dürfte nur ca. 5-6 cm groß sein.

Ein Tagpfauenauge kreuzte auch noch unseren Weg, setzte sich kurz hin und gestattete mir ein Foto, flog dann wieder weiter.
Als wir dann wieder im Ort waren, ging ich noch zum Kräutergarten, um nach den Küchenschellen zu sehen, so fand ich sie vor:

Kommentare:

Geli hat gesagt…

guten Abend Edith und danke wieder für deine schönen Bilder, nur das mit den Rosen verunsichert mich etwas, denn meine haben noch nichts, aber auch gar nichts angesetzt, habe schon etwas Angst, ob sie die Kälte nicht überstanden haben, aber das erfahre ich wohl dann auch bald...
lG Geli

Frau G hat gesagt…

Ich glaube, bei uns hat sich heute kein Pflänzchen an die Luft getraut, da es sonst vom stark wehenden Wind erschreckt worden wären.
Hab eine schöne Woche.
LG Gaby

Jojo hat gesagt…

Hallo Edith, von Deiner wunderschönen Frühlings-Auftakt-Wanderung bringst Du uns so herrliche Bilder mit, die uns beweisen, dass er tatsächlich kommt!!! Selbst Eidechse und Schmetterling haben Muße für ein Foto. Ich liebe Johannisbeeren, nicht nur die leckeren Früchtchen, sondern auch die besonders ausgeformten Blätter.
Hier in Berlin lässt der Frühling sein "blaues Band" allerdings noch nicht ganz so intensiv flattern. Ihringen und Umgebung sind einfach von der Sonne verwöhnt. Schon in unserer Schwarzwaldzeit haben wir bei unseren Osterbesuchen hier diesen Unterschied deutlich gespürt - man fuhr immer vom Frühling in den Winter zurück. Schöne Erinnerungen verbinden wir mit dieser Zeit!
Ich wünsche Dir eine schöne Woche - liebe Grüße von Marlene

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, so jetzt weiß ich doch mal wieder, warum mir Dein Blog zu gut gefällt. Es zieht mich magisch an, dieses Wissen um die Natur - überall krämerst Du rum und findest sogar diese kleinen flinken Sonnenliebhaberinnen - diese Eidechsen - ich könnte immer weiterlesen. Die Sehnsucht nach Grün nach heiler Natur - hier finde ich immer wieder einen guten Rat - wenn nur nicht die Kälte wieder kommt - hier ist es lausig sogar die Vögel finden es nicht schön, dass ihre Tränke jeden Morgen wieder vereist ist. Also schleppe ich immer die Warmwasserkanne hinaus und mache das Badewasser fertig. Gestern war für mich der Frühling ganz schön anstrengend - aber das hast Du ja schon bemerkt. Danke - wie immer für den Besuch.
Wuff und eine schöne Woche - hoffentlich keine allzu heftigen Temperaturen nach unten.
LG
Aiko

Akaleia hat gesagt…

Abend Edith,
wirklich, der Breisgau ist einfach begünstigt - schön, dass Du uns auf der Wanderung mitgenommen hast.
Bei uns hält das schlechte Wetter wieder Einzug - gerade hat es gehagelt...pfui..!
Auf deine Frage hin: ich habe 8 Hühner und Wachteleier schmecken einfach köstlich. Wachsweich gekocht sind sie unwiderstehlich...:o)))
LG
Birgit

Astrantia im Garten hat gesagt…

Da kann ich mich nur den Worten von T. Fontane anschließen:

"Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh.
„Er kam, er kam ja immer noch "
die Bäume nicken sich's zu."

Obwohl - so richtig zufrieden bin ich noch nicht mit dem diesjährigen Frühling und ich habe das Gefühl, auch die Eidechsen werden sich wieder verkriechen.
Halte weiterhin Ausschau, liebe Edith und berichte uns alles über ihn.
Deine dankbare Anne

Naturwanderer hat gesagt…

@ Anne, die Eidechsen werden sich nicht mehr verkriechen, man kann sie an warmen Wintertagen nämlich auch klettern sehen. Darüber war ich selber schon erstaunt. Ich werde dran bleiben und berichten, was der Frühling so macht. Im Moment fegt auch bei uns ein rauher Wind.

@ Akaleia, wie bist du denn an die Wachteln gekommen?

Liebe Grüße
von Edith

Brigitte hat gesagt…

Wie schön es bei dir schon im Garten aussieht! Bei uns hält sich hier alles noch bedeckt, es schneit! Der Liebstöckel, ihn möchte ich überhaupt nicht missen, mit seiner Würze liebe ich die Kartoffelsuppe. Und um wieviel wärmer es bei dir ist, zeigt mir die Opuntie, die könnte ich hier mit Sicherheit nicht über den Winter draußen lassen. Und wie schön, die Eidechsen beobachten zu können, das ist meine Lieblingsbeschäftigung, wenn ich an wärmeren Orten bin. Sie hat mich schon frühlingshaft eingestimmt, deine Gartenwanderung, wenn du jetzt bitte noch die Sonne auch hierher schicken könntest! Lieben Gruss, Brigitte

Bek hat gesagt…

Das Tagpfauenauge ist hier eindeutig mein Lieblingsfoto! Da bekommt man richtige Fruehlingsgefuehle! Schoen.
LG, Bek

Elke hat gesagt…

Hallo Edith,
ich staune gerade: Küchenschellen blühen, Eidechsen und Schmetterlinge sind unterwegs - wo bitte lebst du denn? Ich kann kaum glauben . glaub's dir aber schon - dass du das alles in diesem März fotografiert hast. Wir sind ja normalerweise auch früh dran, aber dieses Jahr . . .
Hilft nur warten - irgendwann kommt der Frühling schon.
Lieben Gruß
Elke

Sabine K. hat gesagt…

Da staune ich ja, was Du schon so alles entdeckt hast. Sicherlich habt Ihr ein milderes Klima. Bei uns sind gerade mal die Vögel aus dem "Winterschlaf" erwacht und so manche Pflänzchen. Aber Schmetterlinge und Eidechsen?
LG
Sabine

PS: Ein schönes Logo hast Du Dir ausgesucht!

Barbara hat gesagt…

Da wird einmal mehr offensichtlich wie mild das Klima bei euch am Kaiserstuhl ist...soooo vieles ist da schon aus dem Winterschlaf erwacht. Vergangenen Freitag habe ich auch ein schönes Seherlebnis in "meinem" Rebberg gehabt...ich sah zum ersten mal mitten zwischen Rebstöcken eine wilde Helleborus umgeben von hunderten von blühenden blauen Veilchen. Ein sagenhafter Anblick und ich hatte keine Kamera dabei :-( !! Aber am Bielersee ist das Klima auch milder als hier.
Einen lieben Gruss an dich,
Barbara