Montag, 13. Januar 2014

Begegnung mit einem Käferriesen



Gestern stöberte ich in alten Fotos. Dabei fand ich die Fotos von diesem Käfer:


Gleich erinnerte erinnerte ich mich an eine Begegnung mit dem größten Käfer in Deutschland, einem Hirschkäfer/Lucanus cervus. An einer alten Eiche im Merdinger Wald sass er und wartete geduldig auf ein Weibchen. Sein Geschenk für das Weibchen war Eichensaft. Er hatte mit seinen kräftigen Oberkiefern  die Rinde angeritzt und der Saft trat aus.





Aber auch andere Tiere wurden vom Geruch des süssen klebrigen Saftes angezogen. Hier eine Wespe, der Käfer in Angriffsstellung.

Etwas weiter entfernt sass die Waldschwebfliege und überlies der Wespe den Kampf mit dem Käfer, es gab aber doch keinen Kampf, denn, die Wespe und auch die Waldschwebfliege konnten warten.


Es dauerte auch nicht allzulange, da erschien "Sie" für die hatte er alles hübsch serviert. Als allerdings der Käfer für einige Sekunden angenehm abgelenkt war, kamen die Schmarotzer doch noch zu ihrem Recht. So ist es in der Natur, die einen schaffen, die anderen schmarotzen.
Diese Begebenheit ist nun schon im Mai 7 Jahre her, ich bin seither oft den Weg gegangen, eine solche Begegnung gab es nie wieder, wie auch, man hatte die Bäume in Unkenntnis gefällt. Sehr, sehr schade.

Kommentare:

Elke hat gesagt…

Boah - das ist aber auch wirklich eine ganz besondere Story und Fotoserie. Ich bin begeistert. Einen Hirschkäfer habe ich wohl noch nie gesehen.
Herzliche Grüße
Elke

Anette Ulbricht hat gesagt…

Das ist ja eine richtige Bildergeschichte. Sehr schön festgehalten hast du das Liebeswerben des Hirschkäfers.
In unserem früheren Garten standen einige sehr alte Pflaumenbäume. Dort fand ich immer wieder Hirschkäfer. Hier in meinem noch jungen Garten suche ich sie umsonst.
LG Anette