Sonntag, 27. Dezember 2009

Weihnachtsstimmung im Tiergehege

Am 1. Weihnachtstag beschlossen wir, einen Besuch im nahegelegenen Tiergehege zu machen. Tolle Wolkenstimmung empfing uns im Mundenhof.


Da ahnten wir noch nicht, wie kalt der Wind war, der angekündigt war, trotzdem gingen wir mutig weiter.
Auf der einen Seite des Geländes sah es dunkel aus, als käme gleich eine Schneewolke und würde ablegen:

Durch dieses Loch im Himmel boten sich für uns einmalige Bilder, nämlich diese:

Eine Herde Bisons war auf dem Weg in ihr Abendquartier, friedlich zogen sie dahin, einer hinter dem anderen, ich hätte stundenlang Fotos machen können und habe auch einige gemacht.
Als sie dieses unglaubliche Licht durchschritten, sahen sie dann so aus:

Uns vermittelten sie ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit, ganz langsam marschierten sie ihrem Stall entgegen.

Als ich mit der Kamera eine 180° Wendung machte, hinterlies diese Wolkenlücke, für Sekunden nur, ein ganz andere Atmoshpäre, die Bäume leuchteten in einem wunderschönem Gelb, man konnte direkt schon den Frühling erahnen.


Uns haben diese kurzen Lichtblicke in eine tiefe Bewunderung gerückt, still genossen wir die kurzen Momente, vergaßen sogar den eiskalten Wind, der sich so langsam zu einem Sturm zusammenballen versuchte.
Mutig gingen wir weiter, unsere Runde zu Ende führend. Als wir am Aquarium vorbei kamen, interessierte mich doch, was Fische eigentlich an Weihnachten so im Wasser treiben. Sie zogen ihre Kreise wie eh und je, eine kleine Kostprobe von ihrer Schönheit.

Dieser kleine gelbe Fisch erhielt von mir den Namen "Beckenleckerfisch", er war eifrig damit beschäftigt, das Becken " sauber"zu lecken. Da kam mir der Gedanke, so einen Gesellen brauchte ich, um meine Fenster sauber zu lecken. Es kamen mir dann doch Zweifel, ob das wohl hinhaut mit der Sauberkeit???Ich staune immer wieder, wenn ich die unglaublich bunte Unterwasserwelt sehen kann, dieser Fisch z.B. ,wer könnte den so exakt malen?? Ich nicht, deshalb stand ich voller Bewunderung vor den einzelnen Becken.

Ein lustiges Erlebnis bot sich uns bei den Erdmännchen, sie waren zu unserer Verwunderung, draussen im Gehege. Bei näherem Hinsehen erkannten wir auch warum, sie saßen unter einer Wärmelampe und beschauten die frierenden Menschen.



Plötzlich erklang ein Pfeifton, alle zerstreuten sich unter die Erde in ihre Höhlen. Was war geschehen? Ein Pfau kam ganz selbstverständlich angeflogen, anstolziert und vertrieb kurzerhand die Erdmännchen, um es sich unter der Wärmelampe gemütlich zu machen.

Ein Stück weiter stand , gut geschützt hinter Glas, ein Vogel Strauss und beschaute sich die Vorübergehenden. Er war größer als ich ..... wenn er den Hals reckte.

Ein Kamel hatte sich ausgerechnet einen ganzen Baum als Nachtisch zum Abknabbern der Rinde ausgesucht. Es war auch nicht bereit, den Baum mit anderen Interessierten zu teilen, es brummte und knurrte sehr laut, um seinen Unmut über Mitesser zu bekunden.

So mußten sie unverrichteter Dinge abziehen und alles dem einen Kamel überlassen, bitter, bitter.

Es gibt verschiedene Eselrassen dort im Tiergehege, eine davon sind die " Poitou" sie stammen aus Frankreich und werden dort in ländlichen Gegenden noch häufig genutzt.

Sie haben ein langes, dickes Fell, das sie gut gegen die Kälte schützt. Nachwuchs hatten sie bekommen, ein ganz schwarzes, quirliges Fohlen hopste zwischen den Großen herum, hielt sich aber doch immer wieder in der Nähe der Mutter auf.

Beim Verlassen des Geheges, wir waren mächtig durchgefroren, kamen wir noch an diesem wunderschönen hellen Hausesel " Hansi " vorbei. Er wirkte so traurig, ob ihm das Krippenspiel an Hl.Abend so gut gefallen hat, das alljährlich dort aufgeführt wird und er dort eine Hauptrolle hat? So beklatscht wird er wohl nicht jeden Tag, wir haben ihn ausgiebeig gestreichelt, so als kleinen Trost.

Kommentare:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith,
welch´ein wunderschöner Post - so wie Du halt berichtest ist es immer ein Erlebnis quasi "mitzulaufen" - daher ein herzliches Danke und solche Aufnahmen sind es - die diese Welt zu friedlich erscheinen lassen.....
Wuff und LG
Aiko

Frau G hat gesagt…

Liebe Edith,
die Fotos sind wieder sehr gelungen. Der absolute Hingucker sind wirklich die Büffel-Bilder.
Diesen Reinlichkeitsfisch nennt man bei uns Fensterputzer. Ist halt sein Job.
Eine schöne Endjahreszeitwoche wünscht Dir Gaby

Akaleia hat gesagt…

Liebe Edith- deine ersten Bilder hatten fast "biblischen Charakter" - schön war deine tierische Runde, auf die Du uns mitgenommen hast.
LG
Birgit

Bek hat gesagt…

Tolle Shilouette Aufnahmen! So ein Tierbesuch ist aber auch was Schoenes. Nach den Festtagen ist so ein Spaziergang einfach das Richtige.
Ich wuensch dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
LG, Bek

frieda hat gesagt…

Hallo Edith,
oh man, das sind aber wirklich tolle Lichtverhältnisse, die du da eingefangen hast!
Und so Rind-Viecher mag ich auch so gerne (sind das nicht Bisons?)

Diese Fensterputz-Fische sind, soweit ich mich erinnere, Welse - ja, die befreien die Scheiben von Algen und so Zeug.

Grüssle in den eisigen Wind -
Frieda

Quer hat gesagt…

Schön, deine Tier-Dokumnetation zur Weihnachtszeit. Man fühlt sich in ganz andere Welten versetzt.

Liebe Grüsse zum Jahresausklang,
Brigitte