Dienstag, 20. Januar 2009

Was gibt's im Garten?

(Klick und groß)

Nachdem diese tollen Wolken die Schneewolken vertrieben haben, kam der Regen.

Er hat dann den Rest besorgt, den ganzen Schnee weggewaschen.
Heute bin ich ganz vorsichtig durch den Garten gegangen, um nach meinen Wespenspinnenkokons zu sehen. Es war sehr nass, bei jedem Schritt hörte man ein leises Wassergurgeln unter den Füssen.
So traf ich den ersten Kokon an, aufgepickt von den Vögeln, ich vermute mal es waren die Meisen.

Sie haben sicherlich keinen Erfolg gehabt, denn die Wespenspinnenmutter hat ihre Eier richtig gut verpackt. Sie verspinnt ihre Eier total, es sieht aus wie braune Watte und dahinein legt sie einige hundert Eier. So gut eingelullt, können sie dem Winter gefasst ins Auge sehen, wenn, ja wenn da nicht die Störenfriede kämen.

So geschlossen sollte ein Kokon aussehen, wirklich gut verriegelt von allen Seiten.Ich hoffe doch sehr, dass ich aber im Sommer wieder diese hübsche Spinne in meinem Garten finden werde.

Meinem Feldsalat ist es gut gegamgen unter der Schneedecke, so kräftig leuchtete er mir entgegen.
Einem anderem Wintersalat hat der Fost und der Schnee auch nicht viel anhaben können, meinem Zuckerhut.

Die äußeren Blätter sehen ein wenig lädiert aus, aber der Kern stimmt. Der Zuckerhut ähnelt im Geschmack ein wenig dem Endiviensalat, nur noch ein wenig bitterer, kräftiger.
Da hatte ich doch tatsächlich eine Blüte gefunden, eine Konkardenblume, die sich wohl kurz vor dem Schneefall rausgewagt hatte. Da der Schnee sie zugedeckt hatte, konnte ihr der Frost nicht zu nahe treten, so fand ich sie heute dann so halbaufgeblüht vor.

Für den Grünkohl waren das die richtigen Temperaturen, er zeigte sich in seiner ganzen Schöne.

Den hatte ich total übersehen, den kleinen Winzling von Blumenkohl. Ihm ist die Kälte nicht so gut bekommen. So wie der aussieht, hatte er trotzdem noch Liebhaber gefunden, wahrscheinlich noch ein paar Schnecken, kurz vor dem Kältetod.

Was ich aber gehört habe, das möchte ich zum Schluß noch anmerken: Die Meisen singen schon Frühlingslieder. Da kommt doch Freude auf....

Kommentare:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, das hast Du gut beobachtet und so wunderschön erzählt. Selbst habe ich dieses Gefühl heute auch so empfunden. Es wird Frühling, der Zaunkönig, der hatte sich schon gemeldet und saß ganz verträumt am Teich und beobachtete eine Meise, die Erdnusskernkrümmel aufpickte - ob da noch was übrig blieb, aber es kann ja sein, dass die Mäuse schneller waren.
Deinen Grünkohl hätte ich gerne auch. Hmmm - mit leckerem Senf oben drauf und ein paar Kartoffelstückchen drin. Super! Denn jetzt hatte er den richtigen Frost - dann schmeckt er doppelt gut.
Schöner Post - Danke!
LG
Aiko

Iris hat gesagt…

Oh, ich hab' so Sehnsucht nach dem Frühling.
In Deinem Garten gibt's ja scheinbar immer noch 'ne Menge Grün, dass auch der Winter bisher nicht klein gekriegt hat. Und ein ganz tolles Wespenspinnenfoto zeigst Du hier.
Herzliche Grüße und eine schöne Restwoche, Iris

ella rastlos hat gesagt…

Das ist ja wieder ein beeindruckender Bericht und die Bilder sind gut gelungen.

Mein Garten steht z. Z. etwas vernachlässigt. Es wird Zeit mal nach dem Rechten zu sehen.

Gute Wünsche für einen schönen Tag von e.r.

Astrantia im Garten hat gesagt…

Hallo Edith,
und du glaubst wirklich nicht, dass das Kokonmäntelchen zu dünn war für die kleinen Spinnenbabys?
Du wirst es schon wissen, du erkennst ja auch die Bewohner am Kokon. Da sieht man mal wieder, was man alles in der Natur lernen kann, wenn man die Augen öffnet.
Wünsch dir guten Appetit beim Grünkohlessen und viel Geduld beim Feldsalatputzen.
Astrantia

april hat gesagt…

Erstaunlich, was man in deinem Garten alles finden kann. Und natürlich verstehst du es auch, wunderbare Berichte mit Bild und Text zusammenzustellen. Besonders die Sache mit dem Spinnenkokon hat mir besonders gut gefallen. Da muss man aber schon fein beobachten. Und - ich muss zugeben (auch wenn ich nicht so die Spinnenfreundin bin): sie ist wirklich wunderschön.

Barbara hat gesagt…

Liebe Edith, da hast du aber Glück, dass sich unter dem Schnee so viel Verborgenes gut hat halten können. Und dem Kokon hat die Kälte tatsächlich nichts anhaben können? Wahrscheinlich war es bei euch nicht so kalt wie bei uns (wir hatten schon ab und zu mal -13°C). Seit ewigen Zeiten habe ich keinen Grünkohl mehr gehabt...du ziehst mir richtig den Speck durch den Mund! Welchen Feldsalat hast du, evtl. Nantaise?
Liebe Grüsse,
Barbara (deren Garten auch langsam auftaut :-) !¨)

Naturwanderer hat gesagt…

@ Barbara, selbst wir hier von Wärme verwöhnten Kaiserstuhl, hatten auch teilweise über - 12-13°, eher ungewöhnlich. Was die Überlebungschancen der kleinen, gut verpackten Spinnen anbelangt, denke ich schon dass die Fürsorge der Mama ausgereicht haben. Ich kann es erst frühestens im Juni/ Juli genau beantworten. Dann nämlich wird sich zeigen, wieviel Kleine es geschafft haben.
Zur Feldsalatsorte kann ich leider nicht mehr sagen, welche Sorte es war. Ich hatte sie abgefüllt hier bei uns im Geschäft gekauft, nach der Aussaat die Tüte entsorgt, leider.
Ein schönes Wochenende
wünscht Edith

Brigitte hat gesagt…

Liebe Edith,
dass die Meisen schon singen, das ist mir auch aufgefallen. Obwohl es hier wieder unangenehm kalt und neblig ist. Eine Wespenspinne, die hab ich auch schon gesehen, ich wusste nicht, dass sie so heißt, aber eigentlich logisch. Eine gute Woche, Brigitte