Dienstag, 6. Januar 2009

Rebhisli-Tour

Ja was ist denn das? Das werden sich jetzt einige fragen, ich zeig mal schnell, was sich dahinter verbirgt. Weil wir uns vorgenommen haben, auch mal andere Weingebiete hier in der Nähe zu besuchen, sind wir mal wieder zum Tuniberg, mit dem Zug zwei Stationen Richtung Freiburg. In Gottenheim sind wir ausgestiegen, noch wußten wir nicht, wohin wir laufen wollten.
Richtung Kirche den Tuniberg hoch, da sahen wir IHN, den Storch hoch oben auf der Kirche. So hoch, dass ich nur ein schwaches Foto zeigen kann, aber als Beweisfoto reicht es.

Hatte er den Abflug verschlafen? Wollte er nicht mit, weil er Ärger mit seiner Frau hatte? Oder wollte er einfach mal einen Tunibergwinter erleben? Die Technik hat ihn voll im Fokus, wie man rechts sehen kann, somit habe ich keine Bedenken, dass er verhungert oder erfriert.

Als wir dann nach einiger Zeit einen Höhenweg erklommen hatten, sahen wir dieses Schild:

Gut, dachten wir, den gehen wir mal. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass sich die Ortschaften alle Mühe geben, für ihre Touristen etwas Besonderes anzubieten, denn Reben gibt es hier reichlich. Die Gottenheimer wollen gerne ihre Rebhütten vorstellen, die so aussehen.

So schmiegen sie sich an die Rebberge und dienten in früheren Jahren als Auffangbecken für Regenwasser, was man zum Rebenspritzen benötigte. Nicht nur deshalb waren sie nützlich, sondern auch als Wetterschutz und Depot für Werkzeuge.



Heute allerdings braucht man sie nicht mehr, einige sind schon der Flurbereinigung zum Opfer gefallen, andere sind zusammengefallen, die wenigen nutzen die Gottenheimer geschickt dazu, eine Besonderheit zu zeigen, um so ein Stück Rebkultur nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Nicht nur das, die Schilder die den Weg säumen ,weisen auch noch gleichzeitig auf die Flora am Wegesrand hin. Erklären in kurzen Zeilen davon, wozu die Kräutlein dienen.

Da wir nicht wußten, wie lang der Rundweg ist, er ist ca. 6 km, mußten wir uns noch beeilen, um noch vor Dunkelheit am Bahnhof zu sein. Da es in den Hohlgassen nicht überall frei von Schnee und Glätte war, war Vorsicht geboten als wir den Abstieg machten.
Den herrlichen Sonnenuntergang, den ließen wir uns nicht entgehen, er ist am Tuniberg genau so schön wie überall.

Kommentare:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, das ist ja kaum zu glauben - dort noch ein Storch???
Heißt es nicht auch: Ich brat´mir einen Storch - wohl doch besser nicht - aber Deine Wanderungen - ach - ich wiederhole mich mal wieder, die sind sowas von interessant - aber aufpassen in Hohlgasse ist schon richtig. Hier ist es lausig kalt - 15 Grad minus - wir haben heute die Kühltruhe enteist - ist alles heil geblieben.
Der Schnee sieht aus, wie ein Wintermärchen - nur warum kann das nicht auch so mal bei 20 Grad sein - kommt wieder - ja - aber wann - ich friere in meinem dicken Fell zwar nicht - aber mein Herrchen muss sich immer so vermummeln.
Dir lieben Wuffs und von Frauchen lieben Dank für die schönen Kommentare im Album!!!
Aiko

Wurzerl hat gesagt…

Liebe Edith, ich weiß jetzt nicht, ob mich Dein Blog hinausgeschmissen, oder ob Du meinen Kommentar bekommen hast? Wenn er doppelt ist, mußt ihn ja nicht zweimal freigeben, ok!
Ich meinte, daß Rebhisli wohl übersetzt Weinrebenhütte heißt? Das war ein schöner Spaziergang! Hoffentlich friert der arme Storch nicht zu sehr! Morgen telefonieren wir, ich hoffe, daß ich da Bescheid bekomme, damit die Winterreise geplant werden kann.
LG Wurzerl

Naturwanderer hat gesagt…

@ Aiko,
ach das mach ich doch gerne, in dein Album zu schauen und dann noch was dazu bemerken.

@ Wurzerl,
du hast richtig kombiniert, "Rebhisli" ist die Rebhütte, die du ja bei uns schon gesehen hast. Ich warte dann auf dich, am Telefon.Bis dann, liebe Grüße
von Edith

ella rastlos hat gesagt…

Ich bin erstaunt. Ein Storch im Januar und noch dazu bei der Kälte.
Im März hatten wir auch schon welche auf unserem Feuerwehrgebäude. Aber so früh. Mensch und Tier ist halt anpassungsfähig. Bin gespannt wie er das übersteht. Du berichtest doch weiter darüber?

LG
e. r.

Iris hat gesagt…

Ob der Storch diesen derzeit ungewöhnlich harten Winter übersteht, würde mich auch interessieren.

Auch wenn der Sonnenuntergang vielleicht genauso schön war wie überall woanders auch, Dein Foto davon ist klasse - wunderschöne Farben!