Mittwoch, 17. Februar 2010

Trüber Aschermittwoch

Ob am heutigen Aschermittwoch bei manchen Menschen die Welt auch auf dem Kopf steht, wie hier durch einen Tropfen gesehen?

Bei uns hier in Ihringen gibt es seit drei Jahren ein tolles Alternativangebot:

Die Klassik -Tage sind schon in der kurzen Zeit zu einem Renner geworden. Es gibt hochkarätige Musik, z.B. Streichqurtette aus drei Jahrhunderten Haydn, Schumann, Barber gespielt vom Pelligrini-Qurtett. Oder Lieder des Mittelalters " Amor vincit omnia ", zwischendurch immer mal wieder "Schnupperklassik", um Leuten den Einstieg in die Klassik zu erleichtern.

Am Sonntag gab es ein ganz spezielles Angebot mit dem Titel:
" Tiefgang des Genießens ". Tatsächlich ging es in die Tiefe, nämlich in den Keller der Winzergenossenschft. Was wurde dort geboten? Eine musikalisch-gastronomische Mischung, klingt gut, war gut. Auf drei Bühnen gab es Musikdarbietungen, nicht zur gleichen Zeit, die Gastronomen verköstigten die Gäste mit allerhand Leckereien, die unentwegt vorbei gebracht wurden. Natürlich nicht umsonst, ein Eintritt wurde schon erhoben. Gute Tropfen wurden ebenfalls angeboten, von der WG und einzelnen Weingütern, alles frei nach Lust und Laune. Ich bin hauptsächlich wegen dem Musikalischem dort gewesen, habe das ungehinderte Umhergehen im großen Kellergewölben genossen und zeige nun ein paar Bilder.

Dies wäre so eine Bühne, mitten zwischen den Weintanks eingefügt.

Zwei junge Koreanerinnen gaben ihr Bestes und ernteten viel Applaus.

Romantisch hergerichtet, der Gang durch den sehr großen Holzfasskeller, einer der ganz wenigen großen Holzfasskeller.Dabei fiel mein Blick auf das wohl berühmteste Fass im Keller, das mit dem Ihringer Esel:

Die Geschichte dazu einmal später.

Auf einer Winzlingsbühne waren zwei Spieler dabei, mit fetziger Tangomusik die Leute in Schwung zu halten. Ich liebe Tangomusik und blieb dort lange stehen, in der Hoffnung, es würde stundenlang so weiter gehen.

Man beachte das verträumte Gesicht der Geigerin, es war einfach ein Genuß.

Sie folgten den zwei Tangospielern auf der winzigen Bühne.

Weiter ging es durch den Tankkeller in den Barrique- Keller.

Da stand ein riesiger Stein aus dem Atlantik, weil Klassikfest war, trug er eine Tuba als Hütchen.

Der Keller trägt den Namen der besten Weinlage in Ihringen: Winklerberg-Keller.
Hier spielten zwei Künstler auf Keybord und Klarinette, obwohl es dort sehr kalt war, hielten sie die halbe Stunde tapfer aus, wir auch.

Wie erwähnt, es wurden auch Weine angeboten mit eingehender Beratung und Auskünften über dieselben.

Manchmal muß man noch heftig mit den Händen nachhelfen, damit die Gäste auch alles verstehen.

Immer wieder eine heiße Tasse Suppe essend, warmen Tee oder auch Kaffee trinkend, habe ich es doch tatsächlich fast vier Stunden da unten ausgehalten, war mal was anderes, als Alternative zum Fasnet.

Kommentare:

Frau G hat gesagt…

Oh ja, ein lecker Wein bei guter Musik, da wär ich gern mit dabei.
Ganz liebe Grüße von Gaby

Brigitte hat gesagt…

Ein sehr informativer, schöner Bericht - vom Tropfen bis zur heißen Tasse. Gute Musik, da bin ich immer dafür zu haben. Tango auch, solange ich ihn nicht tanzen muss.

Lieben Gruss, Brigitte

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, das ist ein echt tolle Idee - leider kann ich sie hier nicht umsetzen - dafür musizieren - nicht gerade an Karneval - sondern im Frühjahr - Musiker in kleinen Gruppen in historischen Treppenhäuser - ach Hauptsache ist doch - wir können die Musik geniessen - jedenfalls habe ich nach Deinem Bericht mit den schönen Fotos - das Gefühl, dass Du diese schöne Idee zu Fassenacht (?) genossen hast. Prima!
Wuff und LG
Aiko

Romy hat gesagt…

Hallo Edith,

durch dicken Schnee bin ich gestapft, um bei dir wieder einmal schnüffeln zu gehen.

Tolle Dinge die du uns anbietest.
Meine Welt steht zum Glück zur Zeit nicht auf dem Kopf. Ich habe Atempause.

Hoffe es geht dir gut und sen´de viele Schwedengrüße
*R*

Margit hat gesagt…

Das klingt ganz nach meinem Geschmack, eine tolle Veranstaltung ist das und sehr ungewöhnlich für die Jahreszeit.
Liebe Grüße, Margit