Mittwoch, 10. September 2008

Schwarzwaldtour

Am Sonntag überlegten wir, wohin wir nochmal zusammen mit unserem Sohn hinfahren sollten. Das Wetter war schön, so machten wir uns auf den Weg ins Münstertal/Schwarzwald. Im Elsass gibt es auch ein Münstertal, aber uns zog es in den Schwarzwald.
Da kam uns der Gedanke, wir könnten doch mal das berühmte alte Schwarzwaldhaus besuchen, in dem vor zwei Jahren ungefähr, ein Film vom SWR 3 gedreht wurde, mit dem Titel "Leben wie vor hundert Jahren".
Nachdem wir den Ort ausfindig gemacht hatten, sahen wir auch bald ein Schild mit dem Vermerk:
"Schwarzwaldhaus". Schnell wurde ein Parkplatz gefunden und ab ging es diesem Schild nach.

Ein wunderbarer Fußweg war das, rechts und links des Weges gab es immer wieder etwas zum Fotografieren.

Diese schöne Nelke leuchtete so kräftig aus der ebenfalls kräftig grünen Wiese.

Ein Stück weiter strahlte uns dann eine blaue Glockenblume entgegen.

Zwischendurch immer mal wieder ein Blick ins Tal:

Dann wendeten wir unsere Blicke wieder auf die Wiesen, um nach möglichen Motiven Ausschau zu halten.

Wie Zwillinge sahen diese beiden Blüten des Augentrostes aus, da konnte man nicht vorbei gehen.
Dann endlich sahen wir es, das Schwarzwaldhaus.


Die Führung hatte gerade begonnen und die Dame des Hauses begrüßte uns herzlich in ihrer Küche.


Es war dunkel in der Küche und man mußte sich erst daran gewöhnen. Sie war schon sehr fleißig, denn auf dem Herd kochte es bereits in einigen Töpfen.


Aber wirklich, ohne Spaß, sie hatte tatsächlich für sich und ihren Mann eine Suppe gekocht, wie vor hundert Jahren......
Einen Blick in die Vorratskammer durften wir auch tun, so sah das aus:

In einer Ecke der Küche hingen im Rauchfang diese Schätze:

Einen Raum weiter stand so einiges "Gekrusel" rum, alte Dinge, die den beiden Eigentümern des Hauses geschenkt worden waren, nun noch sortiert werden müssen.

Bemerkenswert fand ich diese wunderbare Sammlung von Tontöpfen.



Da die Winter lang und kalt waren, mußte man Vorsorge treffen, damit man den Winter gut überstehen konnte. Damals machte man fast alles selber, auch seine Schuhe, wenigstens die fürs Haus, nämlich Strohschuhe.


Ich kann es bestätigen, sie sind wirklich sehr warm, ich war mal stolze Besitzerin. In Freiburg auf dem Münstermarkt gibt es sie zu kaufen, ich glaube ich hol mir da wieder mal welche.
Die kleine Führung dauerte eine gute Stunde und der Hausherr wußte viele interessante Dinge zu berichten.

Beim Herunterlaufen hielten wir ebenfalls wieder die Augen offen nach Blumen, Tieren usw.
Auf den Wiesen blühten auch schon die Herbstzeitlose.

Ein Kohlweisling saugte hingebungsvoll an einem Habichtskraut, selbst als ich ihm bis auf 1 cm nahe kam, flog er nicht davon.

So leuchtend rosa strahlt nur eine Malve im Schwarzwald im Gegenlicht, ich war begeistert.

Ein Landwirt hatte sich ganz auf Ziegen eingestellt, Ziegenkäse in allen Varianten bot er an. Seine Herde lag friedlich auf der Wiese und sah uns teilweise kauend an, oder machte gerade Mittagsschläfchen.



Andere schauten skeptisch um die Ecke.

Diese wollte unbedingt auch fotografiert werden, sie suchte sich dafür eine besonders imposante Position aus, na das mußte doch klappen...



Hat auch, es war wieder einmal ein schöner Tag im schwarzen Wald.

Kommentare:

Saba hat gesagt…

ach einfach wunderschön so still mit dir zu gehen Edith...danke dafür, das hatte ich vermißt während meiner Abwesenheit...du zeigst deinen Sonntag so toll, wie andere es nur im Urlaub haben :-))...

lG Saba

Fuchsienrot hat gesagt…

Hallo Edith,
das war sicher ein ganz toller Ausflug. Die Schwarzwaldhaus-Serie habe ich auch im Fernsehen gesehen. Die Führung hätte mich deshalb auch interessiert. Schön sind deine Naturaufnahmen wieder geworden.
Ich hab übrigens vorgestern den ersten Schwalbenschwanz seit Jahren in unserem Garten entdeckt. Leider hatte ich meine Digi im Haus gelassen. Bis ich sie geholt hatte, war er leider schon wieder verschwunden. Schade - aber trotzdem habe ich mich sehr gefreut, dass ich in diesem schmetterlingsarmen Sommer hier solch ein Prachtexemplar sehen durfte! :-)
LG
Angelika

Wurzerl hat gesagt…

Liebe Edith,
manchmal glaubt man wirklich, in eine Zeitreise gelangt zu sein. So ist es Euch sicher mit dem Schwarzwaldhaus ergangen.
Da Du wie immer bildlich so schön dokumentiert hast, dürfen wir diesmal im "Aufzug" hinunter in die Zeitgeschichte Platz nehmen. Dankeschön! Ganz liebe Grüße vom
Wurzerl

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo und wuff - wuff - liebe Edith - wir sind wieder im Land und gut erholt - was mich Vierbeiner anbetrifft. Ich muss soviellllllllllll erzählen und daher nur hier einen kleinen Hinweis - pssst -Frauchen ist immer rumgefahren mit dem Drahtesel und hat die Diggi auf alles gehetzt, was Dir - ja Dir - auch Freude machen wird. Mal sehn - ob es wirklich so kommt. Wir lesen uns wieder - okay - bis dahin
Wuff - Knuddel und
LG
Aiko

giocanda hat gesagt…

Liebe Edith, vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Blog und das hübsche Gedicht. Ja, zum Wandern hast Du bestimmt noch viele Tage bevor es kalt wird.
Es ist, als hätte ich Deine Wanderung mitgemacht. Du schreibst sehr interessant.
Vielen Dank und liebe Grüße
Barbara

Barbara hat gesagt…

Ob ich wohl etwas Muskelkater bekomme, nach dieser interessanten Wanderung durch den Schwarzwald? Und du hast auch in fremden Gefilden wie gewohnt dein geübtes Auge auf wunderbare Details geworfen, liebe Edith. So schön! Ich wünsche dir ein regenfreies und vorallem erholsames Wochenende und grüsse dich herzlich.Barbara

Romy hat gesagt…

Liebe Edith,
danke für deine lieben Grüße.
Ja auch bei uns ist der Herbst am Schleichen.Heute Nacht waren es 5° aber die Sonne scheint. Der Sommer ging so schnell rum und man muss jeden Tag genießen bevor die Natur schlafen geht.

Wünsche dir ein wunderschönes Wochenende. Liebe Grüße
*R*