Sonntag, 10. November 2013

Fremdgegangen

Ja, wir sind gestern in die "Fremde" gefahren. Es war so ein schöner sonniger Tag da wollten wir doch mal schauen, ob man im Elsass drüben auch "ätznen" kann. Als Ziel nahmen wir uns Eguisheim vor, etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde von uns entfernt. So schnell sind wir in einer wunderschönen Urlaubsregion.


Immer näher rückten die Vogesen und immer gelber wurden die Rebberge.

Dann lag es vor uns, unser Ziel:  Eguisheim. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, wir wunderten uns sehr, er war voller Autos, wir vermuteten ein Fest im Ort. Aber es war kein Fest, sondern einfach nur ein goldener Herbsttag der viele Besucher dazu ermunterte den Tag zu nutzen, wie wir.
Wir wollten zuerst durch die Weinberge laufen, schauen wie Elsässische Winzer "herbsten" und ob es noch was zum Naschen gibt.



Auch hier stellten wir fest, man hat sehr sauber gelesen, weil es auch hier nicht die Menge gab, wie in anderen Jahren. Hier sind die Winzer nicht so stark in Genossenschaften organisiert wie bei uns. Da vermarktet jeder Winzer seinen eigenen Wein. Jeder Winzer hat natürlich den besten Wein. Deshalb gibt es auch in allen Gässchen die "Caves" die zu einer Verköstigung einladen.

Bei unserer Tour durch die Reben huschten immer wieder Mauereidechsen von Ritze zu Ritze. Sie sind genauso neugierig wie hier am Winklerberg.


Immer wieder bezaubernde Blicke auf die Weinberge und auf die Vogesen. Auf dem unteren Foto werden gerade noch hängende Trauben getestet, Ergebnis, einmalige Süsse. Auf dem oberen Bild sind auf dem einen Hügel, drei Türme zu erkennen, Reste von Burgen von denen es hier viele gibt.

Danach gingen wir noch durch die alten Gässchen von Eguisheim. Die "Stadt" wurde als Festungsstadt 1257 erbaut, hier ein Blick auf ein Stadttor. Es war ein alter Stich an einer Hauswand.






Die Kirche wurde ebenfalls im 12.Jahrhundet gebaut. Der Ort ist der Geburtsort von Papst Leo den 9 ten. Umgeben wurde auch diese Stadt mit einer Stadtmauer, von denen noch Reste vorhanden sind.







Nur ein paar Eindrücke von dort, enge romantische Gassen, fein herausgeputzte Häuser, das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht dann so aus:





Das ist die Rückseite der Schokoladenseite, z.T. verfallenen Gebäude, die eine Unmenge von Geldern verschlingen, um so zu glänzen wie die anderen Gassen. Sehr mühsam ist es, sein Eigentum zu erhalten. Wir schauten zwei Männer dabei zu, wie sie die Reste einer Scheune wieder herrichten wollen.


Es gibt hier viele große Steinbögen die entweder in den Keller des Hauses führen, oder den Hauseingang schmücken. Darüber hat der Steinmetz seine Handschrift hinterlassen indem er seine Anfangsbustaben eingravierte, zuammen mit der Jahreszahl. Oftmals auch den Beruf des Hauherrn mit den typischen Arbeitsmaterial. Hier allerdings konnte ich nicht ausmachen, welchen Beruf der Hausherr hatte.


Eine typische  alte Steintreppe die ins Haus führte, die Tür ist neu, die eingravierte Zahl zeigt an, wie alt das Haus ist.(Anklicken)



Die Farben dieses Fotos zeigen es bereits, es wurde langsam Zeit den Rückweg anzutreten, der Abend nahte schnell.


Stimmungsvoller Abschied von einem herlichen Tag, heute regnet es. Aber das macht nichts, ich gehe nach Freiburg zur "Plaza Culinario", da bin ich im Trockenen.
Regnet es bei euch auch? Dann geniesst die Farben, die ich gestern für euch eingefangen habe.












Kommentare:

Elke hat gesagt…

Liebe Edith,
ich beneide wirklich alle, die so nahe an der französischen Grenze wohnen, dass man "mal eben" rüberfahren kann. Für uns ist es eben doch gleich eine Unternehmung. Du hast wunderbare sonnendurchflutete Fotos mitgebracht. Das tut richtig gut - danke!
Herzliche Grüße
Elke

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, ich darf mich hier mal Elke anschließen - beneidenswerte Gegend mit dem leichten Hüpfer über die Grenzen - so können mir Deine Bilder wieder soviel Neues zeigen, die Farben machen froh und ich liebe alte Straßen und erhaltene Gebäude. Danke für den ausführlichen Spaziergang.
Wuff und LG
Aiko