Dienstag, 21. Juli 2015

Nein, ich erzähle .... ......

.... kein "Seemannsgarn" sondern möchte euch mitnehmen in einen Teil des Nordens, den nicht allzu viele Menschen kennen werden. Nämlich nach hier:

                                    Das nennt sich Butjadinger-Land und ist wunderschön.

Anlässlich des Geburtstages meiner jüngeren Schwester, bin ich alleine dort hochgefahren, um mal wieder richtig zu "klönen".
Diesen Landstrich muß man mögen. Da es ja immer noch so heiss bei uns ist, war das wunderbar dort oben.
Als ich mit dem Zug nach 7 stündiger Fahrt im Norden ankam, regnete es ziemlich heftig, naja, dachte ich, macht nichts, es kann nur besser werden. So war es dann auch.
Am zweiten Tag machten wir eine Butjadingen- Autorundfahrt durch Gegenden, die auch ich so noch nicht kannte.

Der kleine Hafen Fedderwarden war das erste Ziel, ein beschaulicher Ort. Da entstand auch das Foto von gestern mit dem einfahrendem Kutter.


Ich zeige es gerne nochmal, weil es so einen friedlichen Eindruck auf mich gemacht hat.
Dort aßen wir auch zu Mittag, überflüsig zu sagen was? Fisch natürlich, ich wählte "Panfisch" und war gespannt, was ich da bekomme. Das Essen kam und ich schaute "stumm herum, auf dem ganzen Tisch herum" wo ist der Fisch???? Eine Schüssel wurde serviert in der ich nur Bratkartoffeln sah, und der Kellner auch keine Anstalten machte, noch was nachzuliefern. Meine Schwester lachte und meinte:" Genauso haben wir auch geschaut und den Kellner gefragt:Wo ist der Fisch??? Der ist unter den Kartoffeln versteckt." Es hat hervorragend geschmeckt.
Anschließend machten wir einen Spaziergang nach Burhave, entlang der Nordsee.


 Es war Ebbe und man konnte das Watt sehen, was immer wieder für mich beeindruckend ist. Ein Segelboot liegt da einfach so auf dem Trockenen und wartet auf die Flut.

 Hier sieht man einen Priel, scheinbar harmlos, aber, aber für Unkundige sehr gefährlich, warum??
Wenn nämlich die Flut kommt, dann füllen sich diese Rinnsale in einer unglaublichen Geschwindigkeit und ein ungeübter Wattwanderer gerät in eine lebenbedrohliche Situation, dann muß die Seenotrettung die Leute retten. Deshalb werden die geführten Wattwanderungen angeboten, um solche Situationen zu vermeiden. Eine solche Wattwanderung ist ein ganz tolle Sache, ich habe sie auch schon mal gemacht.


Dunkle Wolken und Sonne wechselten sich  in schneller Reihenfolge ab und boten immer wieder neue Farbspiele. Im Hintergrund Burhave.

Natürlich ist ein Naturwanderer immer auf der Suche nach besonderen Pflanzen und Tieren, hier der Strandflieder, der gerade in voller Blüte ist.

                         Gefolgt vom Weihrauch, der einen sehr starken Geruch verbreitete.

 Eine Libelle war dann auch noch eine karge Tagesausbeute für mich, es wird wohl eine Heidelibelle sein, muß sie noch bestimmen lassen. Das ist inzwischen geschehen, es ist die " Braune Mosaikjungpfer". Gerne hätte ich eine ausgiebige Fototour gemacht, aber man kann das nicht jeder Person zumuten, sich im Schneckentempo zu bewegen, deshalb gibt es nicht allzuviele Besonderheiten. Da muß ich doch wohl noch mal hin.

Irgendwann kommt dann ja auch sowas wie Kaffedurst auf, im Norden eher Teedurst. In dieser schmucken "Friesenteestube" kehrten wir ein. Was es da alles gab?? Unglaublich, wir wählten eine Sandorntorte vom Feinsten, echt, sowas habe ich noch nie gegessen. Natürlich gab es einen leichten Ostfriesentee mit einer Auswahl von Kandiszuckerklümpchen, ich trinke alles ohne Zucker, auch Tee. Sahne allerdings die nehme ich gerne dazu, die schüttet man nicht so einfach in die Tasse rein, nein, man lässt sie sanft vom Teelöffel hineingleiten und es wird nicht umgerührt, Teeritual eben.

Am darauffolgenden Tag stand eine Radtour auf dem Programm, wir fuhren mit der Fähre über die Weser auf "Guntsiet" was soviel wie andere Seite der Weser bedeutet. Die Weser ist an dieser Stelle ca 1,5 km breit, wir waren die einzigsten Fahrgäste, als wir allerdings auf Guntsiet ankamen, standen schon einige Autos bereit zur Abfahrt. Unsere Tour führte uns 40 km durchs "Ammerland", obwohl auch Norden, so bietet sich dort ein völlig anderes Landschaftsbild an. Äcker, Getreide und Obst sind dort zu sehen. Während auf der anderen Seite, dort wo meine Schwester wohnt, Marschland ist, mit Viehzucht.



Es war super Radelwetter, diesmal sind wir nicht eingekehrt, sondern haben ein feines Piknick dabei gehabt und haben am Waldrand eine Pause eingelegt. Mir wurde der Mund wässrig gemacht, dass wir nämlich bei "Frau Meier" einkehren würden mit ihren super leckeren Torten unter dem Kastanienbaum, sozusagen als Abschlussknüller. Aber, es kam ganz anders, Frau Meier hatte Ruhetag, ojeminee, auch das noch. Aber, ja aber ich hatte ja noch kein echtes Matjebrötchen gegessen, das ist ein "Muss". Also auf weiter in Richtung Fähre und an eine Bude, die Matjes frisch zubereitet anbietet. Echt, der Knüller, wirklich vor unseren Augen frisch zubereitet mit knackigen Brötchen und ganz frischen Matjes reichlich belegt, dazu passt auch Kaffee, wer hätte das gedacht.
Hiermit will ich es vorerst mal belassen, ein weiterer Bericht wird folgen, von einem Besuch im Park der Gärten in Bad Zwischenahn.













Kommentare:

Elli hat gesagt…

Vielen Dank, liebe Edith, für`s Mitnehmen. Bei dieser Hitze hier eine Wohltat zumindest für die Augen. Wie immer schöne Fotos. Grüßle Elli

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, genau mein Geschmack so eine Gegend. Schön, diese Gefühl auch Dir so rüber zu bringen. Meer und ihr Geräusch - die langen Gezeiten - an der Nordsee wie ich es liebe und wie ich sehe, ist es dort besonders idyllisch. Hast einen tollen Bericht gepostet mit herrlichen Fotos - freue mich auf "Mehr".
Wuff und LG
Aiko

Elke hat gesagt…

Liebe Edith,
das ist eine großartige Landschaft. Ich war früher - aber schon lange her - ein paar Mal im Norden. Und genau jetzt wäre ich sicher auch gerne da oben. Du hast wunderbare Eindrück mitgebracht. Danke für's Zeigen der Bilder.
Herzliche Grüße
Elke