Sonntag, 27. Oktober 2013

Die kleine Stadt mit den großen "Tieren."


Was verbirgt sich wohl dahinter???? Diese kleine Stadt war unser Ausgangspunkt für einige Rundreisen.
In ihrem Wappen hat die Stadt diesen Geier, er sieht irgendwie so "pleitegeiermäßig" aus, finde ich. Ob es zutrifft, weiß ich nicht. Es ist die kleine Stadt mit dem Namen Templin, ich stellte sie kurz vor. Sie wird die Perle der Uckermark genannt und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Stadtgründung 1230, umgeben von einer Stadtmauer, von der noch 1735 Meter gut erhalten ist. Sechs Stadttore gewähren den Eingang mit guter Bewachung, heute nicht mehr, aber damals sehr wichtig.

Dies ist das Berliner-Tor im neugotischem Backsteinstil, so ähnlich sehen die anderen Tore auch aus.

In mitten diesen Stadtmauern fühlten sich die Bürger geborgen und sicher und gingen ihren Studien nach.
Im" Joachimsthalschen-Gymnasium" wuchsen intelleligente Menschen heran mit großem Namen, als da sind:
Achim von Arnim, Friedrich Bodelschwingh, die Gebr. von Weizäcker. Heute steht das Gymnasium leer, schade drum.
Unsere Kanzlerin lebte auch dort. Mit drei Jahren kam sie mit ihren Eltern nach Templin, ihr Vater nahm dort eine Pfarrstelle an.
Die kleine Angela wurde in dieser Grundschule mit dem nötigen Grundwissen konfrontiert.


Sie soll eine sehr aufgeweckte Schülerin gewesen sein. Nach Beendigung der Grundschulzeit besuchte sie die Polytechnische Schule, ebenfalls in Templin. Es ist wirklich eine Stadt aus der große Namen die Welt bereicherten, und noch bereichern, siehe unsere Kanzlerin.
Es gibt immer noch schöne Ecken, wo man das Gefühl hat, hier ist die Zeit stehengeblieben:


Nicht zu übersehen, das Kopfsteinpflaster, aber es gehört einfach zum Charme der Dörfer und Städte in der Uckermark.

Ein Rathaus gibt es natürlich auch, es steht mitten im Ort und ist vom Marktplatz umgeben.
Das war ein Vormittagsbesuch in Templin. Wir sind nämlich nicht mit allen angebotenen Touren mitgefahren, weil wir die Städte, in diesem Fall Stettin und Berlin, schon kannten.
Wir mieteten uns im Hotel Räder und umrundeten in drei Stunden lieber den Lübbesee, an diesem See liegt nämlich Templin.

Dies Rad schien uns doch ein wenig zu bunt und zu auffällig. Das sollte es aber sein, es machte Werbung für ein Wollgeschäft.

Das hier waren die richtigen Räder, sie liefen gut und es machte anfänglich auch großen Spass, durch den wunderbaren goldglänzenden Wald zu radeln. Dann hörte der asphaltierte
Weg auf, es folgte zunächst einmal ein eingefahrener Sandweg, aber dann hörte der auf und es folgte ein Weg quer durch den Wald über Stock und Stein. Gerade keine Wohltat für den Rücken, wir schoben zwischendurch. Einige Pilzsucher trafen wir unterwegs, es gibt ja sehr viel Pilze in diesem Jahr. Es war ein schöner Tag mit viel Sonne und immer wieder tollen Blicken in die Landschaft. Ich konnte sogar nur im T-Shirt radeln, es war 22°. Leider kommt man nicht immer direkt an die vielen Seen ran, weil viel Wald die Ufer säumen und die Straße dann durch den Wald führen muß. Man hat so die Vorstellung, immer am See entlang, das ist nicht immer so.
Abschließen möchte ich den Bericht mit unserer Fahrt nach Usedom und an die Ostsee.
In Heringsdorf, was macht man da? Natürlich man isst Hering, bzw. Fischbrötchen. Das machten wir auch, laut Empfehlung unseres Reisebegleiters, sollte Axel die besten Fischbrötchen haben. Natürlich wurde Axel einem Test unterzogen, den er mit Bravour bestanden hat, ich habe sogar noch ein halbes gefuttert, die andere Hälfte schmeckte meinem Mann ebenso gut.

Ich habe da durchaus nicht alleine gestanden und gegessen, nein, nein es gab kreischende Mitesser, Möven, Spatzen und Nebelkrähen, die sich auch nicht scheuten ganz kess den Tisch anzufliegen und um Brocken zu betteln.
Auch dieser Dame schmeckte der heimische Fisch, teilen mit ihrem Hund war sie nicht bereit.
Auf allen Touren gab es sehr viele Windräder rechts und links der Strassen zu sehen, zuerst ein wenig befremdent, dann hat man sich daran gewöhnt.

Da wird Strom in Mengen produziert, leider müssen immer wieder Räder abgestellt werden, weil Überschuss da ist. Ist da denn wohl zu kurz gedacht worden??? Das fragten wir uns schon, Grüne im Übereifer??
Zum Abschluss der wunderbaren Tage, für mich der Höhepunkt, die Ostsee.


Blauer Himmel, blaues Wasser, Sonne und Meeresrauschen, das gefällt mir. Auf den Stümpfen in der See, trockneten sich die Komorane und andere Wasservögel, ihre Gefieder.
Diese Fotos entstanden in Ahlbek.


Zwei junge Frauen fütterten die Möven und ich profitierte davon, nämlich diese tollen Schnappschüsse, ich konnte nicht genug davon bekommen, die Auswahl fiel mir schon schwer, aber ich will es bei diesen beiden Fotos belassen.


Fast zum Schluss ein kleines Rätselfoto, echt oder nicht???  Ich fand es so super, dass mußte ins rechte Licht gerückt werden.
Fazit: Eine Reise in diese wunderbare Ecke Deutschlands ist sehr zu empfehlen. Schon allein der Alleen wegen, wo sonst gibt es die noch? Hoffentlich müssen sie nicht doch einmal weichen, dann verschwindet wieder ein Stück Landschaft und wofür?? Damit schneller gerast werden kann, die Autolobby ist nicht zu unterschätzen.
Euch noch schöne Herbsttage und einen guten Wochenanfang.





















Kommentare:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, vielen Dank für die "fast" Mitnahme und die wunderschönen Aufnahmen. Also die Frau auf der Bank sieht Dir ja wirklich sehr ähnlich ;-) - eine wirklich lohnenswerte Reise und dazu noch ganz viel Schönes erzählt und festgehalten.
Freu´mich für Dich - für Euch.
Wuff und LG
Aiko

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Tja, Brandenburgs und Mecklenburg/Vorpommerns Alleen sind wirklich einzigartig, aber wie du schreibst, die Autofetischisten sind sehr stark in dieser Gegend. Die geben den Bäumen die Schuld, wenn sie dagegenfahren...wenn sie als Fahrer denn überhaupt noch dazu in der Lage sind.
In Templin gab es vor Frau Merkels Zeit als Bundeskanzlerin eine Ausstellung Im Berliner Tor über sie als junge Politikerin...die habe ich mir damals angeschaut als ich das letzte Mal in Templin war. Es ist also schon seeehr lange her, es ist schon ein schönes Fleckchen Erde dort. Auch wenn es von hier nicht weit ist, sind wir selten dort. Dabei gibt's da auch eine starb beworbene Therme.
Schade, dass du dich nicht kurzfristig gemeldet hast, wir hätten ja mal in Templin Kaffeetrinken gehen können.
Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern sind halt die Vorreiter in Sachen regenerative Energien.Die Räder stehen wohl deshalb still, weil die Netze vom Strom aus den ineffizienten Braunkohlekraftwerken
' verstopft' sind. http://www.erneuerbareenergien.de/ostdeutschland-ist-vorreiter/150/438/72590/
LG
Sisah

Elke hat gesagt…

Hallo liebe Edith,
das sieht nach einer wirklich schönen Reise aus. Und du hast wunderbare Bilder mitgebracht. Ich mag den neugotischem Backsteinstil gerne. Der ganze Ort wirkt anheimelnd. Und gutes Wetter hattet ihr auch - Herz, was begehrst du mehr?
Liebe Grüße
Elke