Mittwoch, 13. Oktober 2010

Herbstfarben einmal anders

Als ich vor ein paar Tagen im ICE saß und die schöne Herbstlandschaft an mir vorüberzog, kam mir der Gedanke, einfach mal die Kamera ans Fenster zu halten und Landschaft malen, dies kam dabei heraus:

Ist doch ganz interessant so vorübereilende Natur.

Heute nun beim Abräumen in meinem Garten, gab es natürlich wieder andere Begegnungen mit Farben. Während ich den Garten auf den Winter vorbereite, geht es bei den Gottesanbeterinnen noch sehr fleißig zu, sie sind immer noch dabei, für Nachwuchs zu sorgen:

Man kann hier sehr gut sehen, dass das Männchen viel kleiner ist als das Weibchen. Dass das Weibchen im Anschluß an die Paarung ihr Männchen verspeist, ist nicht die Regel. Nur wenn das Männchen nicht schnell genug die Kurve kriegt, erst dann sieht das Weibchen in ihm nicht mehr den Liebhaber, sondern einen Angreifer und dann schlägt sie erbarmungslos zu. Bei den Beiden ist alles gut gelaufen, ich habe ein wenig nachgeholfen, wie, ist mein Geheimnis.

Neue Kokons von den Gottesanbeterinnen habe ich auch gleich noch gefunden, hoch oben an einer Bohnenstange:
Andere Insekten nutzten die letzten warmen Sonnenstrahlen zu einem ausgiebigen Bad aus.

Nachdem unser Feigenbaum im Frühjahr so erfroren aussah, hat er es doch noch zu ein paar reifen Feigen gebracht:



Dadurch, dass es nur so wenige sind, sind sie sehr süß.

Man hat so den Eindruck, dass die Blumen, die noch oder wieder blühen, eine sehr intensive Farbe zeigen, wie diese Wegwarte:

Oder dieser Storchenschnabel, der sich noch nicht geschlagen gibt, er leuchtet noch richtig auf:

Da will der Lavendel nicht hintenan stehen, er will auch mithalten mit dem Farbenspiel der anderen:


Im Inneren einer Kapuzinerkresse bietet sich ebenfalls eine außerordentliche Farbkombination an:

Auf Kapuzinnerkresse kommt man bei diesem Ausschnitt nicht unbedingt, es ist aber so, ich fand das so toll und mußte es hier zeigen.

So wurde aus diesem anfangs nebeligen Tag noch ein sonniger Tag, denn alle Fotos, ausser den Zugfotos, sind heute gemacht.

Kommentare:

frieda hat gesagt…

Hallo Edith, also was du immer so alles findest - sogar kuschelnde Gottesanbeter/innen... ;-D

Das mit dem fahrenden Zug ist auch eine gute Idee.

Und die Kapuzinerkresse stimmt mich ein wenig traurig: Dies Jahr hatte ich welche gekauft (Samen) und das hat irgendwie nicht hingehauen... Sonst hatte ich immer so üppiges Zeug - da hatte ich selbst gesammelte Samen verwendet. Ist wohl nicht doll, das gekaufte Zeug...

Grüssle, frieda

Elke hat gesagt…

Hallo liebe Edith,
das Foto von der Kapuzinerkressenblüte sieht toll aus. Auch die Idee mit den "gemalten" ICE-Bildern gefällt mir, aber da wirkt die Landschaft noch erstaunlich grün. Mein Gartennachmittag war auch nochmal ergiebig und am Abend konnte ich sogar wieder viele Vögel im Garten beobachten.
Lieben Gruß
Elke

Silas hat gesagt…

Wuff Edith,
da hattest du echt klasse Wetter. Bei uns war es "durchwachsen" mit Schauern.
Deine ICE-Bilder erinnern mich ans Autofahren. Jedoch wenn ich nach hinten rausschaue, sind die Bilder nicht so verschwommen wie deine.
LG Silas

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith - solche Fotos mag ich sehr, da kann die Fantasie so richtig mal zeigen, was mit ihr los ist....;-)) Aber mal ganz ehrlich - wann läufst Du ohne Diggi mal in den Garten? Wohl nie - jedenfalls hast Du ganz ordentlich mein Frauchen infiziert - also mit dieser Neugierde auf alles was hier kreuscht und fleucht.
Siehste mal - das kommt davon!
Wuff und LG
Aiko

Johanna hat gesagt…

Hallo Edith,
das ist ja interessant. Nicht nur, was beim Fotografieren aus dem fahrenden Zug so rauskommt, sondern auch die Gottesanbeterinnen. Musste gleich mal gucken, wo du wohnst, wo gibt es sowas noch. Die habe ich noch nie in Natur gesehen. Tolle Bilder.
Schöne Grüße, Johanna