Mittwoch, 27. Oktober 2010

Der erste Frost

Der erste Frost ist ja schon länger als eine Woche her und hat uns voll überrascht, so plötzlich war er da. Ich bin am anderen Morgen schnell mit der Kamera durch unseren Garten marschiert, um festzuhalten, wie die Blüten die erste Kälte überstanden haben.

Unseren Bayernkiwis hat er offensichtlich nicht geschadet, sie hängen recht frisch am Baum. Man kann sie übrigens mit der Schale essen, sie haben die Größe einer ausgewachsenen Stachelbeere und schmecken hmmmm, bElla kann es bestätigen.

Die Ringelblumen haben zwar ein wenig das Köpfchen gesenkt, aber gegen 10.00 h, als die Aufnahmen entstanden, sahen sie aus, als sei nichts gewesen.

Leicht lädiert dagegen die Malve, die Farbe hat ein wenig gelitten, aber immer noch als Malve zu erkennen.


Als nächstes folgt eine Borretschblüte, ihr scheint der Frost noch nicht viel angetan zu haben. Sie trägt, bei näherem Hinsehen, viele viele kleine Häärchen, die schützen sie ein wenig vor Kälte und auch vor zu heftiger Sonneneinwirkung, verleiht ihr dadurch das etwas Rauhe.

Vom Erigeon annuus habe ich sehr viel im Garten, den ganzen Sommer bis zu den strengen Frösten blüht er, an ihm ist der erste Frost auch spurlos vorbeigegangen.

Die Indianernessel (Monarda) ist schon deutlich gezeichnet, ein Blick von oben in ihre wuschelige Blüte.
Wuschelig war einmal, nun eher Glatzkopf.

Ja, die Kapuzinerkresse mit ihrem hohen Wasseranteil, die hat es am schlimmsten erwischt, alles kaputt. Eine einzelne, einigermaßen aufrechtstehende Knospe, konnte ich noch ausmachen.


Fast unverwüstlich sind die Herbstastern, immer wieder blüht irgendwo eine neue Blüte, während andere so langsam trüb werden.

Sehr zu meiner Verwunderung fand ich am Sommerfliederstrauch diese Blüte:

Auch die Äpfel wirkten noch knackfrisch. Das habe ich mit zwei Schulklassen noch dafür genutzt,
das Apfelprojekt "Müllerinnen Art" durchzuführen.


Es gab beim Pflücken zwar kalte Finger und rote Nasen, aber glückliche Gesichter.

Meinen Geranien am Hauseingang war der Frost nochmal gnädig, sie blühen noch. Ob ích sie wohl wieder bis Weihnachten draussen lassen kann? Hat es alles schon mal gegeben.


Meine aller, allerletzte Rose will ich gerne nochmal in Szene setzen, bevor sie ganz auseinander fällt.


Auf Sedum schlafend fand ich noch eine Zikade.


Die Jungfer im Grünen wird wohl bald die "Jungfer im Bunten" heißen, aber noch ist sie grün.

Damit endet mein Frostrundgang, schön, dass ihr mitgegangen seid.

Kommentare:

Elke hat gesagt…

Ist schon interessant, wie unterschiedlich widerstandsfähig die Pflanzen doch sind. Bei meinen Geranien am Hauseingang stelle ich mir die gleiche Farge wie du, noch sehn sie richtig gut aus.
Lieben Gruß
Elke

bElla hat gesagt…

Die Kiwis schmecken viel besser als die großen aus dem Laden. Wirklich lecker. Die Schale ist zart. Manche Stachelbeere schmeckt nicht so gut.

Ich wollte mich heute um meine Balkonpflanzen kümmern aber daraus wird nichts. Es schüttet von oben. Deshalb kümmere ich mich um mich selbst. Haare habe ich schon schneiden lassen. Jetzt ist das Gesicht dran.

LG
bELla

Margit hat gesagt…

So einen "Sichtungsgang" habe ich heute auch schon hinter mir, aber ohne Kamera (Warum hab ich da nicht dran gedacht?). Erstaunlich immer wieder, wie manche Pflanzen die leichteren Fröste weg stecken. Besonders erfreut mich das immer beim Mangold, den ich hoffentlich noch eine Weile beernten kann.
Liebe Grüße, Margit

Geli hat gesagt…

liebe Edith, denke dran, nach dem Frost ist vor dem Frost und der kommt bestimmt, aber es sah ja noch wirklich gut aus danach...es kann bald schlimmer kommen...lG Geli

frieda hat gesagt…

Hallo Edith,
na sowas - da hängen die Kiwi's munter in den Frost ;-)
Ist irgendwie ein komischer Herbst (und auch schon der Sommer) dieses Jahr.
Eine "schlafende Zikade" zu finden - das klingt irgendwie süss ;-D

Johanna hat gesagt…

Hallo Edith,
bei uns war morgens schon alles weiß bereift. So was hatte ich schon lange nicht mehr, dass ich Ende Oktober schon alle Kübel weggeräumt hatte. Manchmal standen die bei uns geschützt noch bis Mitte Dezember.
Liebe Grüße, Johanna