Mit alles meine ich den Schnee, heute hatten wir 10° + und fast totale Windstille. Da geht ein Naturwanderer selbstverständlich wandern. Das haben wir auch gemacht und das habe ich dabei alles entdeckt.
Zuerst ein kleiner Blick in meinen Garten, was blüht denn da?

Das erste Primelchen hat es gewagt, es blüht, ich habe mich richtig gefreut.
Die Scheinquitte dachte sich, was die kann, kann ich auch, hier das Ergebnis:

Die Sempers haben wohl ganz gut den Winter mit dem Schnee überstanden, so sehen sie aus:

Auf dem Weg in die Reben kamen wir bei einem Vogelzüchter vorbei, die Vögel saßen in der warmen Sonne und dösten vor sich hin, ganz hingebungsvoll.


Im Rebgelände angekommen, waren viele Winzer dabei, die Reben zu schneiden, unter den Reben war es richtig saftig grün:

Auf dem Vulkangestein gab es kleine Steingärtchen aus Moos zu bewundern.

Am Wegrand leuchtete es immer mal wieder und ich ging dem nach. Da schauten die rostroten Hüte eines Pilzes aus dem Gras heraus, taufrisch wirkten sie auf mich, der Schnee hatte sie wohl gut gekühlt.

Blau und gelb folgten als Farbtupfer in dem grauen Gras, das aber schon den Schimmer von Grün anzeigte.


Eine Hütte fiel mir auf, ich sah sie mir näher an und meine Vermutung bestätigte sich, hier wird im Mai ein Wiedehopf Hochzeit feiern, um kurz darauf seine Jungen großzuziehn.

Woran ich das erkannt habe? Wenn man das Foto anklickt, dann sieht man neben der Tür unten ein Einflugsloch. Unten ist bei Wiedehöpfen entscheidend, er baut sein sehr schlampiges Nest knapp über den Boden in der Hütte. Als ich hineinschaute, sah ich es auch.
Was ich aber dann noch sah, konnte ich fast nicht glauben, eine Eidechse an der Böschung:

Erst am PC entdeckte ich, dass sie so fransig aussah und das hatte seinen Grund:

Ihr war das Winterkleid zu eng geworden und sie war gerade dabei, sich zu häuten, der Kopf ist schon frei. Es muß eine Zauneidechse sein, denn die Mauereidechsen wohnen am anderen Ende des Kaiserstuhls, dort wo es Mauern gibt.
Ein bischen Schnee habe ich auch noch für euch, der ist allerdings schon 4 Jahre alt und hat sich bei mir solange im Archiv versteckt, nun will ich ihn hier zeigen:

Echte Schneehasen und handzahm.
Meine Hummel Herta fragte doch ganz vorwurfsvoll, wann es denn für sie wieder losgeht, sie langweile sich auf der Fensterbank.

Ich sagte ihr, es kann nicht mehr lange dauern, dann fragen Schule und Kindergarten wieder nach ihr und ihren weisen Sprüchen über die Natur und so. Nun hofft sie, wie viele andere noch, die immer noch Schnee haben, auf den Frühling, ich habe ihn heute schon gespürt und ihn hier eingefangen.