Montag, 13. Juni 2011

Mit meinem Garten werde ich ......

.... wohl nie einen Preis im Wettbewerb bekommen, ich betreibe einen Mischgarten, naturnah belassen. Natürlich, heißt aber nicht unbedingt ungepflegt, sondern etwas anders in der Pflege.Es gibt da so kleine "Schmuddelecken", sehr zur Freude der verschiedenen Käfer, Wanzen und andere Tierchen. Hier mal so ein kleiner Einblick in meine Mischkultur:



Bohnen und Kraut in guter Eintracht.
Bohnen ranken sich immer links um die Stange, schaut mal selber nach.

(Anklicken)

Meine Gurken stehen zusammen mit Sellerie, Paprika und Aubergine auf einem Beet:

Den Gurken habe ich eine Kletterhilfe angeboten, sie nutzen sie gerne. Nartürlich habe ich da auch ganz praktisch gedacht, ich brauche mich beim Pflücken nicht bücken und die Gurken werden nicht krumm, weil sie hängen.

Es gibt auch Blumen, nach Möglichkeit nutzbringende Blumen, d.h. Blumen, die in erster Linie den Bienen und Hummeln dienen, zum anderen Abwehrmechanismen entwickeln gegen Läuse und so. Mein Nachbar ist ganz überrascht, weil an meinen Bohnen keine Läuse sind.
Er wollte es nicht glauben, kam rüber um sich selbst zu überzeugen, keine Laus. Das Geheimnis: Kapuzinerkresse im Untergrund vertreibt Läuse. Ringelblumen ebenfalls:

Dann hat man auch eine Fülle von verschiedenen Tieren in seinem Garten, ich zeigte ja schon manche, nun noch ein paar interessante Begegnungen:

Dies ist der Spitzdeckenbock/Stenopterus rufus ich finde ich häufig.

Diese Heuschrecke, so eine dunkelgefärbte habe ich selten gesehen, wird wohl in die große Familie der "Chorthippus" gehören, da muß ich doch nochmal meinen befreundeten Biologen befragen.


Wanzen gibt es bei mir sehr viele, diese Wanze gehört zu den Weichwanzen und heißt: Deraecoris/ruber. In der Vergrößerung sieht man deutlich das etwas eingedrückte Hinterteil. Anfangs hielt ich es für einen Defekt, aber das ist normal.

Einen etwas sonderbaren Standpunkt hat sich diese Tomatenpflanze ausgesucht, sie steht an der Hauswand meiner Nachbarin.

Noch sieht sie ganz fit aus, niemand gießt sie, wir machen ein gemeinsames Experiment.

Bei einer gestrigen Wanderung fanden wir auf einer Hecke unzählige Netze von Trichterspinnen.

Hier schaut gerade eine aus ihrem Netz, es ist die Labyrinthspinne/Agelenidae labyrinthica, sehr schwierig ein Foto hinzubekommen, sie huscht bei starker Berührung sofort in den Untergrund.
Ihr gesamtes Netz hat eine Umfang von 50 cm, raffiniert gezogene Fäden signalisieren eine Berührung, indem sie Schwingungen in Bewegung setzen und die Spinne blitzschnell ihre Beute im Inneren verschwinden lässt. Nun das gesamte Netz:

Einzelne Fäden gehen noch weit über den Bildrand hinaus.
Das wäre es mal wieder für heute, euch allen einen schönen Pfingstmontag.

Kommentare:

Sisah hat gesagt…

Was für ein grandioses Foto dieser Trichterspinne! Habe ich noch nie hier geshen, vielleicht auch nicht drauf geachtet.
Wieso entschuldigst Du Dich für sogenannte 'Schmuddelecken'? Naturnahe Gärtnerinnen wissen, wieso sie ein wenig Wildheit zulassen ! Deine Fotos veranschaulichen es!
Frohe Pfingsten wünscht Sisah

Brigitte hat gesagt…

So liebe ich Gärten, naturbelassen, jedoch nicht vollständig sich selbst überlassen.

Da stimme ich zu, ein tolles Foto! Aber auch die anderen sind sehr sehens- und anklickenswert!

Lieben Gruss, Brigitte

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Edith,

Dein Garten ist ein Biotop! - Ich mag solche Gärten, habe ja einen ähnlichen, nur daß es bei uns leider kein Gemüse mehr gibt.
Und ich halte auch sehr viel von biologischem Pflanzenschutz bzw. Mischkultur - habe das früher auch so gehandhabt, als wir noch Gemüse hatten.
Die Wanze mit dem eingedrückten Hinterteil ist auch interessant oder die Trichterspinne - habe ich auch noch nie gesehen!
Ringelblumen hätte ich gern, aber bisher wollten sie hier auf dem Boden bei uns nicht so richtig.

Liebe Grüße und noch einen schönen Feiertagsabend
Sara

Jojo hat gesagt…

Hallo Edith, vielen Dank für Deine lieben Zeilen und herzlichen Glückwunsch an Deinen Sohn!!!
Ja, ich komme auch nicht mehr so häufig zum kommentieren. Bei uns stehen immer wieder andere Dinge an. So wie jetzt der Umzug in 10 Tagen - wir freuen uns auf die neue Wohnung, aber die Arbeit... Übrigens haben wir kein eigenes Häuschen, Jochen steht zwar mit seinem Bruder im Grundbuch, allerdings zeigt dieser immer psychopatherische Eigenarten und da ist gemeinsames Wohnen auf Dauer leider nicht drin. Und was Flori betrifft, er studiert seit August letzten Jahres (für 1 Jahr) in Buenos Aires - so lange haben wir uns nicht gesehen!!! Aber nun rückt seine Heimkehr immer näher. Was er in dieser Zeit alles erlebt hat - dramatischer Klinik"besuch" inclusive. Uns ist manches Mal das Herz übergelaufen. Im Moment hört sich alles gut an und das ist eine wunderbare Belohnung für ihn!!! Und die Sprachkenntnisse kann ihm auch niemand mehr nehmen.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Gartensommer - liebe Grüße, Marlene

:-) hat gesagt…

Liebe Edith,
...nie einen Preis für Deinen Garten, da muss ich Dir widersprechen.
Schau da mal rein:

http://www.schwarzwald-spechte.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1738:tolle-motive-farbenfrohe-gaerten-voller-leben&catid=87:fotowettbewerb-qbluetenreichq&Itemid=119]

und mach mit!
Viele Grüße Dorle

Anke hat gesagt…

Liebe Edith,

Dein Garten ist einmalig schön, und Schmuddelecken gibt es doch überall, das gehört dazu, und die Tiere lieben es.

Dein Post ist wieder mal sehr interessant, herrliche Fotos.

Herzliche Grüße
von Anke

Elke hat gesagt…

Liebe Edith,
ich bin sicher, du hast einen großartigen Garten, der mir auch gefallen würde. Naturbelassene Gärten finde ich sehr viel reizvoller als jeden "Schöner Wohnen" Garten. Ich meine, da kann es ja doch jede Menge an Abstufungen geben, mal wilder, mal etwas gestylter, nur wie geleckt darf er nicht aussehen. Und je mehr Insekten und Vögel sich darin wohlfühlen, um so mehr spricht das meiner Meinung nach für einen Garten.
Lieben Gruß
Elke

Andra vom Giesenfeld hat gesagt…

Im Garten sollte vorallem eins vorherrschen - die Natur. Und dazu gehören für mich Blumen, Tiere und Unkraut. Ich mag diese monotonen, gestylten und sterilen Gärten überhaupt nicht. Leider haben wir direkt neben uns eine peniblen Nachbarin, die sogar über den Zaun versucht unser Unkraut zu bändigen. Sehr zur Freude meiner Hunde, denn die haben dann so richtig was zu bellen.

Schöne Grüße aus meinem wilden Garten

Martina

frau g hat gesagt…

wenn jemand einen Preis für seinen Garten bekommen soll, dann DU.
was Du uns alles zeigst!!!
Liebe Abendgrüße von Gabriele

Silas hat gesagt…

Wuff Edith,
ich finde deinen Garten schön. Allerdings würde Herrchen beim Anblick der Labyrinthspinne reiß aus nehmen.
LG Silas

Barbara hat gesagt…

Also Edith, dein Garten ist wunderbar! Ich habe ihn ja selbst gesehen. Und naturnah bedeutet ja wirklich, dass es "wilde" Ecken gibt, reich an Lebewesen jeglicher Art. Das gefällt mir auch. Ich würde auch nie einen Preis bekommen mit meinem Garten...und ich möchte es auch nicht. Es ist ja mein Garten und ich halte ihn so wie ich will und kann. Du erstaunst mich immer wieder, wie gut du alle deine "tierische" Begegnungen beschreiben und benennen kannst. Du verdienst einen Preis im Erkennen und Auffinden der vielen kleinen und kleinsten Tierchen!!!
Liebe Grüsse,
Barbara

Heidi hat gesagt…

Liebe Edith,
dein Beitra gist zwar schon ein wenig älter, aber dennoch interessant für mich. Dieses Wänzlein -Deraecoris ruber-
entdeckte ich gestern auf einer Pflanze. Nun hab ich die Wanze auch bei dir gefunden. Woher hast du dein Käfer- und sonstiges Wissen? Klasse!!
LG Heidi