Montag, 2. August 2010

Noch ein paar Erinnerungen

Heute nochmal ein paar Fotos von unserem Kurzurlaub in Franken, merkt ihr was, ich möchte euch das schöne Urlaubsgebiet schmackhaft machen. Die Sache mit dem Hopfen, hier gab es fast in jedem größeren Ort eine Brauerei, einige konnten sich halten, die in Spalt z.B. Die Spalter behaupten, sie hätten den besten Hopfen, belegen es auch mit Siegel und Urkunden, die man im Museeum besichtigen kann. Heute kann man nur noch ein paar Quadratmeter Hopfen für die Touristen bewundern.


Ganze sieben Meter wird er hoch, da wirkt mein Mann wie ein Zwerg dagegen.
Ansonsten ist Spalt ein nettes kleines Dörfchen, hat eine wunderbare Barockkirche, die uns für den kleinen Ort sehr beeindruckt hat.

Einen wunderbaren Kräutergarten gab es auch noch zu besichtigen, der uns ebenfalls gefallen hat.
Nette Gässchen, wie man sie in vielen der kleinen Dörfchen findet und die man gerne durchschreitet.


Bilden kann man sich auch in Franken, es gab dort einen Menschen, der im Mittelalter ein bedeutendes Werk geschaffen hat, nämlich dieses:

Uns fiel auf Anhieb nicht ein, wer der Dichter dieses großartigen Werkes war, euch vielleicht????
Wolfram von Eschenbach, wir wären nie drauf gekommen. Er wurde in dem kleinen Dorf Eschenbach geboren. Erst 1907 hat der Ort den Zusatz " Wolframs" bekommen auf Grund einer Doktorarbeit über den berühmten Sohn des Ortes. Nun darf sich der Ort " Wolframs - Eschenbach " nennen. Bei der Ortsbenennung fällt einem sofort der Groschen, jedenfalls der älteren Generation, den jungen Leuten ist der Name nicht so geläufig.


Ein sehr ansprechendes Museeum über den großen Sohn des Ortes hat man eröffnet, in dem roten Fachwerkhaus, mitten im Ort. Wenn man bedenkt, es gibt keine Originalsachen von ihm, keine Sandalen z.B. oder ein andere Kleidungstücke, da ist den Verantwortlichen ein Meisterstück gelungen. Sie haben mehr auf sein geistiges Gut gebaut und es in einer spannenden Art und Weise dokumentiert. Teile des Parzifals werden in einem angedeuteten Rittersaal zu Gehör gebracht, man wird auf diese Weise in die Zeit von damals versetzt, wir waren ganz fasziniert.

Einige nachgebaute Waffen und Kopien von noch erhaltenen Schriften von den Minnensängern, (z.B. Walther von der Vogelweide) gab es zu bewundern. Er war ja auch ein Mitstreiter beim Sängerwettstreit auf der Wartburg.
Wie damals üblich, hatten die meisten Ortschaften Mauern, um sich vor dem herumstreifenden Gesindel und anderen Feinden zu schützen. Reste gab es hin und wieder auch noch zu sehen, mit reizenden Durchblicken und seltsamen Treppchen.


Wer da wohl schon alles Ausschau gehalten hat und die Treppchen hocheilen mußte???
Einen originellen Brunnen in einem Ort, der Name ist mir gerade entfallen, den möchte ich auch noch zeigen, weil er so schöne Details zeigt.



Diese Marktfrau bietet Kraut feil, aber nun kommt das für mich so interessante Detail, ein Einzelblatt mit einer Raupe, sowas habe ich bisher noch nie gesehen, sehr originell.


Nun sind das auch schon wieder Erinnerungen und unser Garten hat uns wieder.Hier auch geht das Fressen und das Gefressen werden geht weiter. Beim Zählen meiner Wespenspinnen in meinem Garten, ich kam auf mindestens zehn, fand ich diese Spinne mit einer seltenen Beute, eine Büffelzikade, darüber war ich nicht so erfreut, denn diese Zikaden sind sehr selten anzutreffen. Aber die Spinnen fressen, was ihnen ins Netz kommt, ohne sich um die Seltenheit einer Spezies zu kümmern.

Kommentare:

frieda hat gesagt…

Oh, Hopfen - den kan man gut für Dekorationszwecke nehmen, sieht gut aus und hält ein Weilchen....

Grüsse von frieda :-D

Sisah hat gesagt…

Ja... die Gegend könnte mir auch gefallen, hübsche und vor allem ruhige Dörfer und Städte mit reicher Geschichte und viel Natur drum herum.
Mit Parzival mussten wir uns damals nicht herumquälen, aber ich erinnere mich noch gern daran, wie unser Deutschlehrer versuchte das Mitteldeutsche nahezubringen..
Ich sâz ûf eime steine
und dahte bein mit beine:
dar ûf satzt ich den ellenbogen.
ich hete in mîne hant gesmogen
LG
Sisah

Frau G hat gesagt…

Diese Dörfen haben ja so etwas beschauliches!
Dort könnte ich mir einen Kurzurlaub (bei lecker Wein) auch vorstellen.
Liebe Grüße an dich von Gaby

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Edith, ich weiß, ich bin spät dran, aber dafür habe ich mir alle Fotos mal ganz genau angeschaut und jetzt frage ich mich, wie Du sowas alles erkennst und auch noch darüber schreiben kannst. Diese Hopfenfelder sind ja irre und überall - ich habe sie auch schon oft gesehn - mich überrascht immer die riesige Höhe dieser Pflanze. Die Frankengegend da unten kenne ich nur vom durchfahren - dafür etwas besser Oberfranken.....
Hab´vielen lieben Dank für diesen schönen Post....
Wuff und LG
Aiko

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Edith,
jetzt bin ich endlich auch einmal wieder hier. Auch ich "kenne" die Gegend nur vom Durch- bzw. Vorbeifahren. Habe aber schon viel Schönes drüber gehört. Schade, daß ich vorläufig nicht so weit weg kann ... Hopfen mag ich sehr gern, habe mir heute 2 Ableger mitgebracht und hoffe, daß sie angehen.
Parzival - das hätte ich auf Anhieb auch nicht gewußt!

Die Raupe im Kohlblatt - so etwas Detailliertes habe ich an solch einer Skulptur auch noch nicht gesehen.

Schöne Tage noch und liebe Grüße
Sara

Silas hat gesagt…

Wuff Edith,
ja, mir geht es wieder besser. Ein Wuffi in mein Alter sollte allerdings nicht allzu schnell wachsen, dann gibt es später Probleme mit den Knochen, deshalb hält Frauchen den Napf so hoch.
Später werde ich vielleicht etwas größer als ein Border Collie (ca. 50 cm) und wiege etwa 18 kg. Vielleicht werde ich auch größer und schwerer - wer weiß??
LG Silas

Gabi.G. hat gesagt…

Das Mit der Spinne hab ich dieses Jahr auch schon gehabt. War auch ziemlich faziniert.
http://lavendellust.blogspot.com/2010/06/allerlei-passiert.html

Elke hat gesagt…

Hallo liebe Edith,
das sind sehr schöne Eindrücke aus einer Gegend, die mir weniger bekannt ist, obwohl ja nicht wirklich weit von uns entfernt. "Spalt" - tja, da denke ich erstmal an ein pharmazeutisches Präparat, ein Ort wäre mir dazu nie eingefallen. Anders hingegen der Parzival und Wolfram von Eschenbach - in mittelalterlichen Dingen bin ich ganz gut beschlagen, da hat mich seit jeher interessiert. - Hopfen für Touristen, das ist gut! So ein Hopfenfeld kann man bei uns auch noch im Hessenpark in Neu-Anspach bewundern. Da sollte ich auch mal wieder hinfahren. Danke für die tollen Bilder. Den Namen der dunklen Tomate aus meinem Blog kann ich dir leider nicht sagen.
Herzliche Grüße
Elke