Montag, 15. Oktober 2012

Mandalas

Im vorletzten Post berichtete ich von dem Projekt mit einer 2. Schulklasse " Im Wald". Da suchten wir ja eifrig Material, um dann in der Schule Mandalas herzustellen. Heute war ich nun dort und habe die kleinen Kunstwerke fotografiert, hier die Ergebnisse:

Ich finde sie sehr schön. Immer vier Kinder waren ein Team und haben diese Kunstwerke zusammengetragen. Manche sehr filigran, das waren die Mädchenteams, bei den Jungen war festzustellen, wer ist der Schnellste, das ging dann ein wenig von der Gefälligkeit ab. Gelobt habe ich alle. Ich hätte nicht gedacht, dass man von dem Gewusel und Gekrusel an Material so etwas Nettes schaffen kann, ich hatte da so meine Bedenken, die Kinder haben mich überrascht.
Ebenfalls Kunstwerke der Natur entnommen, möchte ich einen Kokon und eine Samenkapsel vorstellen.

Was ist was???? Ganz am Anfang meiner Bloggerei habe ich diese zwei schon mal vorgestellt, vielleicht erinnert sich noch jemand? Nein? Dann die Auflösung, die Nr.1 ist der Kokon einer Wespenspinne und Nr.2 ist eine Samenkapsel von der "Jungfer im Grünen", da seid ihr sicher genau so verblüfft, wie ich es damals war. In diesem Jahr habe ich leider keinen Kokon der Wespenspinne in meinem Garten gefunden. Auch den Sommer durch fand ich bei meinen Streifzügen sehr wenige Wespenspinnen, wo sind sie geblieben???

Sonntag, 14. Oktober 2012

Über dem Nebel

So dachten wir zu mindest, als wir beschlossen in den Schwarzwald zu fahren. Da oben, so hofften wir, scheint die Sonne. Vom Kaiserstuhl kann man ihn ja gut sehen. Also fuhren wir mit Zug und Bus hinauf nach St. Peter.

Leider empfing uns keine Sonne, zunächst einmal nicht.

So sah es doch schon viel besser aus, man konnte die Klosterkirche schon ganz gut erkennen. Wir liessen uns aber nicht abschrecken, wir marschierten mutig los. Es war nämlich sehr warm dort oben, kein Wind und immer wieder lichtete sich der Nebel und gab einen faszinierenden Blick frei.




Die Sonne kämpfte mit dem Nebel und wir auch. Wir wollten zu der nahegelegenen Pilgerkapelle wandern, dort wollten wir gemütlich Kaffee trinken und ein leckeres Stück echter Schwarzwälderkirschtorte essen. Es war nämlich ein besonderer Tag, unser Hochzeitstag.

Auf dem Weg dorthin fanden wir sehr viele Pilze, ich bedaure es immer wieder, kein Kenner zu sein.


Manche rochen für meine Nase sehr lecker, aber ich habe nur Fotos gemacht, keine probiert. So viele Fliegenpilze auf einen Haufen, hatte ich bisher noch nie gesehen, wie auf diesem Spaziergang.

Tja, und da standen doch plötzlich diese Alpakas auf der Wiese im Sonnenschein. Sie fühlten sich sehr wohl. beäugten uns kurz und frassen weiter.
Dem Eckhofbauer seine Schweine freuten sich sichtlich über die reiche Suhle, in der man sich so richtig suhlen konnte, begleitet mit genüsslichem Grunzen und Schmatzen.





Vor ein paar Tagen hatte es kräftig im Schwarzwald geregnet, Unwetter kamen herab, die Suhle war perfekt angefüllt mit dem, was man zum "Wellness" braucht.

Hier muß man schon genau schauen, um die Kuh im Nebel zu entdecken. Sie hatte es nicht so gut, sie war im Nebel und schaute sehnsüchtig zu mir herrüber, denn ich stand in der Sonne.

Edelweis findet man natürlich nicht im Schwarzwald, aber diese Margariten sind doch auch wunderschön und noch auf den Wiesenrändern zu finden.
Es sah ja so sonnig aus, aber als wir immer näher an unser Ziel kamen, wurde es nebliger und der Weg glitschiger, so beschlossen wir, auf die wunderbare Schwarzwälderkirschtorte zu verzichten und traten den Heimweg an.

In St. Peter gabe es dann doch noch den heißen Kaffee, allerdings keine Schwarzwälder, aber etwas anderes, ebenfalls etwas Leckeres. Es war ein schöner Nachmittag mit sehr wechselhaften Stimmungsbildern.















Sonntag, 7. Oktober 2012

Sie leuchten nun wieder

Bei den derzeitigen Spaziergängen durch den Kaiserstuhl, oder sonst wo, leuchten sie wieder, die wilden Herbstfrüchte. Eine kleine Auswahl folgt nun.

Schlehen, wenn man den Mut hat in eine Frucht hineinzubeißen, dann erlebt man ein sehr "saures" Wunder. Manche machen ja Likör daraus, sie benötigen dann allerdings ein kurzes Überfrieren, dann kann man sie auch essen, mit Vorbehalt.

Da schmecken diese Früchte natürlich viel besser. Ich habe mir doch in der letzten Woche die Mühe gemacht und habe 1 kg Hagebutten zu Mark verarbeitet. Es ist zwar mühsam, aber es hat gelohnt, lecker, lecker und sehr kostbar. Wir bereichern damit so manche Quarkspeise und Müsli.

Sie ist wohl den meisten Lesern unbekannt, es ist die Mispel. Etwa pflaumengroß und auch erst nach dem ersten Frost geniessbar. Davon hatte ich auch mal  Marmelade gemacht, das Ergebniss entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen. Als ich im darauffolgendem Jahr wieder einen Versuch startete, fügte ich Zitrone dazu und dann schmeckte es schon besser. Der Aufwand ist sehr groß, da bleibe ich doch lieber bei den einfachen Beeren.

Halloween kündet sich an, überall stehen sie zum Verkauf. Ich habe in diesem Jahr einen Chutney daraus gemacht, sehr lecker. Zusätzlich kamen noch Ingwer, Knoblauch, Chillischoten, Nelken, Lorbeer, Zucker, Essig und Rosinen dazu. Nun ist es mal wieder ein besonderes Geschenk für Liebhaber solcher Dinge.

So schön sauber und hell sind in diesem Jahr nicht alle Walnüsse, denn auch in diesem Jahr hat sich die schädigende Fliege über die Nüsse hergemacht. Sie legt ihre Eier in die grüne Schale, die Würmer entwickeln sich darin und die Nuss kann sich nicht weiterentwickeln, sie bekommt eine schwarze Schale und fällt vom Baum. Vom modrigen Gestank ganz zu schweigen.

Bei meiner Aktion am Freitg mit einer Schulklasse waren diese Früchte ein begehrtes Objekt. Die Lehrein will am Montag mit allen gesuchten Dingen aus dem Wald, ein großes Mandala erstellen. Ich werde es mir anschauen gehen.

Pfaffenhütchen, für uns Menschen nicht geniessbar, aber für die Vögel eine eiseren Ration für den Winter.

Üppig, üppig der Feuerdorn. Eine Bekannte von mir hat einmal daraus Marmelade gekocht, gewöhnungsbedürftig, aber nicht giftig.

Die Tollkirsche dagegen ist es schon, nämlich giftig. Zum Glück steht sie sie nicht in Massen in den Wäldern, dennoch eine Warnung ist angebracht.

Leuchtendes Rot am dunklen Waldboden, es sind die Beeren des Maiglöckchens. Sehr vielen Leuten ist es unbekannt, dass das Maiglöckchen Beeren hat, sie sind ebenfalls ungeniessbar, sehen jedenfalls hübsch aus.
Eine Freundin machte mich drauf aufmerksam, die Beeren der Maiglöckchen sind giftig bis tödlich. Ich habe es etwas verharmlost, in dem ich nur von "ungeniessbar" sprach, sie hat natürlich Recht. Also, Finger weg.

Hat Ähnlichkeit mit einer Brombeere, ist aber die Kroatzbeere. Erkennungszeichen, leicht bereift, das meint, sie glänzt nicht so wie die Brombeere. Man kann sie aber auch essen, sie ist säuerlicher. Als Likör ist sie wahrscheinlich eher bekannt.

Ebenfalls brombeerähnlich, die Kermesbeere. Sie trägt ihre Früchte als Traube, leuchtet verdächtig kräftig blau und verleitet schon mal zum Probieren. Aber Vorsicht, lieber nicht. Vögeln bekommt sie, sie laben sich gerne dran. Die Kinder sollte man unbedingt darüber aufklären.

Hier kann man bedenkenlos reinbeissen, wenn man sich mit dem wenigen Fruchtfleisch zufrieden gibt. Es ist die Kornelkirsche, wenn sie sehr reif ist, schmeckt sie angenehm fruchtig frisch. Auch davon habe ich mal Marmelade gemacht. Mit dem großen Kern im Inneren, ist die Ausbeute nicht so üppig, aber der Geschmack um einiges fruchtiger als Kirschmarmelade. In diesem Jahr gab es viele Früchte, aber ich habe mich nicht dazu entschliessen können, sie zu verarbeiten.

Auf sehr, sehr trockenem Gelände hier bei uns, wächst z.Zt. die Goldaster/Galetta linosyris. der Boden, auf dem sie wächst, ist steinig und sehr warm, solch einen Boden liebt sie. Ganze Böschungen leuchten einem entgegen.

Während vieles sich in seiner Fülle und Farben zeigt, sind einige Früchte schon wieder in Auflösung begriffen, dieser Lampion, gefunden in meinem Garten.

Immer noch sind Spaziergänge mit Naschereien verbunden, Trauben, Nüsse, Äpfel usw. Man kommt oft mit verklebten Fingern zurück, denn die Trauben haben gute Öchle, ich denke, die Winzer sind zufrieden.
Erfreut euch an der Fülle der Farben, an der warmen Sonne, wir wissen nicht, wie lange sich noch der Winter zurück hält.















Mittwoch, 3. Oktober 2012

So langsam ....

..... ja, so ganz langsam verabschiedet sich der Sommer, der Herbst hat das Regiment übernommen. Es gibt immer noch schöne Tage und immer wieder etwas Neues zu entdecken., z.B. dieses Tierchen. Als mein Mann Walnüsse knackte, krabbelte es plötzlich auf dem Tisch, hätte es sich nicht bewegt, wir hätten es nie entdeckt. Es handelt sich hierbei um eine Ohrenzikadenlarve/Ledra aurita, interessantes Tier.
Ja und wenn die Sonne scheint dann krabbelt und schwirrt es nach wie vor in unserem blühenden Efeu.

Nochmal so richtig im Blütenstaub baden, das gefällt den Bienen und Schwebfliegen sehr.
Aber auch andere Käfer tanken nochmal voll auf, diesen Käfer fand ich ich an einer Hauswand, ob er da wohl zu Hause ist?

Da ich diese Woche wieder ein Schulwaldprojekt gestalte, sind wir den Weg abgelaufen, um den aktuellen Stand auszumachen. Im Wald lagen viele tote Waldmistkäfer/Geotrupes stercorosus, man hatte den Eindruck, die vielen Biker sind nicht so ganz unschuldig daran. Aber dieser lebte noch.

Einige Waldpflanzen tragen nun auch ihre Beeren, wie diese giftige Einbeere, mit dem schönen Namen " Paris quadrifolia ".

Manchem fällt sie garnicht auf, aber ich nehme sie in mein Lernprogramm mit auf, für die Kinder sehr wichtig.
Die Zeit der Pilze ist nicht zu übersehen, wohl dem, der sie kennt, ich nicht.

Hier nur mal zwei Beispiele, beide wachsen am Holz, beide an Totholz und sicherlich nicht genießbar.
Während die Herbstzeitlose/Colchicum autumnale sich an die Zeit hält.

Macht diese Frühlingsblume gerade was sie will, sie blüht jetzt.


Obwohl heute ein offizieller Feiertag ist, können die Winzer hier keine Pause einlegen, sie sind in der Lese. Im Moment kommt die Sonne raus, denn morgens hatte es ein wenig geregnet und die Leute waren alle schon ganz schön nervös. Geschafft hat es doch eine Kaiserstühlerin Deutsche Weinprinzessin zu werden, alle Winzer sind hier sind beeindruckt. Sie kommt aus Königsschaffhausen, so eben mal um die Ecke.