Dienstag, 20. November 2007

Von den Wanzen wieder zu den Pflanzen ....

...oh, es reimt sich sogar :-))Weil es heute nicht windig war, es keinen Frost hatte, wollten wir auf Feldsalatsuche gehen. Denn bei uns in den Reben gibt es immer sehr viel davon. Da ich ja bei unseren Freunden bei ihrer Arbeit in den Reben helfe, kenne ich die Stellen gut.



Edental lasen wir und dachten, das klingt gut, da laufen wir durch :-))

Was erwartet man wenn man Eden liest? Trauben natürlich, die gab es immer noch und sie schmeckten sehr gut.
Aber nun zur Suche, man muß sehr aufpassen denn die Rosetten der Weidenröschen sehen so ähnlich wie der Feldsalat aus. Hier zunächst der Feldsalat:


So sehen die Weidenröschen aus, sie sind durch den Softblitz ein wenig glänzend geworden. In Wirklichkeit sind auch sie grüner und zum Verwechseln ähnlich.


Immer wieder bezücken mich die Samen der einzelnen Blumen und Sträucher. Das erste Foto zeigt die Gemeine Waldrebe, das zweite Foto einen Bocksbart.

Maschinengeerntete Trauben erkennt man sofort daran, dass nur die Trauben abgeschüttelt sind und der Rest der Traube als Trester hängen bleibt.

Aber dann staunten wir nicht schlecht, diese Traubenhyazinthe anzutreffen, die ist wohl mit dem Wetter nicht zurecht gekommen.

Leuchtend an den Böschungen die Golddistel, lädt immer noch zu einem Foto ein.
Ja und der Feldsalat??? Reichlich haben wir ihn gefunden, er wartet schon in der Küche darauf, geputzt zu werden.

Montag, 19. November 2007

So schön können Wanzen sein

Nein, nicht an Bettwanzen denken, sondern an die schönen, kleinen, sehr bunten Tierchen draussen. Weil viele Leute sie nicht so beachten, möchte ich heute ein paar zeigen. Vielleicht finden sie mehr Sympathie.

Diese hübsche Ginsterwanze, sie sieht doch bezaubernd aus.


Dass diese Wanze Buntrock heißt, kann man voll einsehen. Oft findet man sie nicht.


Alle werde ich wohl nicht mit Namen nennen können, aber ansehen lohnt sich :-)


Wenn ihre Zeit soweit ist, dann wimmelt es bei mir auf dem Fenchel. Sie leuchten schon von sehr weit und ist sehr gesellig, die Streifenwanzen.

Bei Bodenwanzen muß man auch genau hinsehen, sonst findet man sie nicht.

Hier handelt es sich um eine Sichelwanze, eher weniger zu finden, bei mir im Gatren schon.

Diese Wanze ist auch seltener, ich hielt sie zunächst für eine Wanzenlarve, aber es ist ein ausgewachsenes Exemplar und heißt: Nezara viridula.

Die Wanzenkinder sind auch sehr schön, wenn sie im letzten Larvenstadium sind, haben sie fast ihre richtige Größe. Bis zu 6x können sich Larven häuten bevor sie Erwachsene sind.

Ja, dies putzige Tierchen ist keine Wanze, sondern eine Zikade nämlich die Buckelzikade. Auch sie ist eine Rarität, Fundort: mein Garten...

Weil sie sehr oft gefunden wird, nennt man sie Stinkwanze. Mit edlem Namen Palomena prasina, na das klingt doch wirklich besser, ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie bei Gefahr wirklich stinkende Flüssigkeit absondert.



Diese gehören zu einer ganz anderen Art, zu den Kohlwanzen und sind in ihrem Farbspiel immer wieder eine Überraschung.

Eine Baumwanze in rötlicher Farbe.

Sie zählt zu den Blindwanzen, ich bin überzeugt, sie sieht alles. Die meisten Wanzen sind sehr klein, oft nicht größer als 7 - 10 mm, ob man sie deshalb nicht so beachtet??? Ich jedenfalls freue mich schon wieder auf ein neues Wanzenjahr. Sie aufzuspüren bereitet mir große Freude. Wenn man langsam geht, die Augen offen hält, dann findet man sie. Die meisten hier gezeigten Wanzen stammen aus meinem Garten, ich brauch also nicht weit zu laufen nur die Augen auf halten.

Sonntag, 18. November 2007

Tage der Besinnung...

...sind oftmals mit Begehungen auf den Friedhöfen verbunden. Einen besonderen schönen Friedhof möchte ich heute vorstellen. Es ist der alte Friedhof in Freiburg ( bis 1872)


Er ist eine Oase der Ruhe und ein Refugium für Pflanzen und Tiere. Mein Mann verbrachte dort oft seine Mittagspause, da sein Arbeitsplatz ganz in der Nähe lag.
Durch diesen Weg kommt man zu einer kleinen Friedhofskapelle. Über dem Eingang befindet sich die Darstellung eines Totentanzes und einer alten Apotheke, die die Vergänglichkeit des Lebens darstellen sollen.

Heute werden dort gelegentlich literarische Lesungen abgehalten.

Schöne Grabsteine und bekannte Namen sind hier zu finden.



Das berühmteste Grab ist die Ruhestätte eines 17 jährigen Mädchens. Es wird berichtet, dass ihr Liebhaber über ihren Tod sehr unglücklich war und immer frische Blumen ablegte. Diese Tradition hat sich bis heute, seit 150 Jahren fortgesetzt. Unbekannte Freiburger Bürger legen immer eine Blume ab.

Die Skulptur hat eine große Ähnlichkeit mit der Ruhestätte der früh verstorbenen Königin Luise von Preußen auf dem Friedhof Berlin - Charlottenburg.

Bald sind auch diese schönen Farben verblichen.

Freitag, 16. November 2007

Er ist da....

Heute ist er auch bei uns angekommen, der Winter. Als wir aufstanden, sah unser Garten ganz überzuckert aus. Wenn man bei uns ein paar Winterfotos machen möchte, muß man schnell gehen, der Schnee bleibt nicht lange liegen. Also raus, Kamera mit und los geht es.

So sah es im Eingangsbereich aus, die Alpenveilchen trugen es mit Würde. So ein wenig Schnee können die gut aushalten. Bei mir bleiben sie den ganzen Winter draussen.

Wie es wohl darinnen aussehen mag? Das fragte ich mich beim Anblick dieses Wespenspinnenkokons. Da die Wespenspinnen sehr gut ausgepolsterte Kokons erstellen, bin ich davon überzeugt, dass es den Kleinen gut geht.

Neulich strahlte mich der Storchenschnabel noch ganz stolz an, heute läßt er den Kopf hängen. Ich glaube, nachher wenn die Sonne den Schnee weggeschmolzen hat, strahlt er wieder, mal sehen.

Gestern so......
.... und heute so, mein Strauch im Garten, ich weiß nicht wie er heißt, aber er ist immer ein Farbtupfer, besonders im Herbst.

Der Rose gefällt es nicht sooo besonders bei der kühlen Umarmung, aber auch sie wird noch einmal alles aufbieten, um ihre Schönheit unter Beweis zu stellen.

Unser Korallenbäumchen ist ein wenig windschief, aber die Beeren sind ein Farbmagnet. Auch es wird den Winter im Garten überstehen.

Eiskalt erwischt hat es meine Ringelblumen, nur so lange, bis die Sonne alle Kälte aufgetaut hat, dann leuchten sie wieder.

Sie behauptet sich ganz keck im Garten, die Stockrose. Auch die erste Kälte steckt sie noch ganz ordentlich weg. Ich habe ihr eine kleine Stütze gegeben, damit der Wind ihr nicht allzuhart zusetzt.


Schneebedeckt ist die Blüte immer noch etwas Besonderes.

Radicchio im Schneemantel, macht sich ebenfalls gut, so wird er auch heute serviert :-))


Unsere Winterjasminhecke am Treppenaufgang zur Küche, blüht schon wieder. Hier der Beweis, der Frühling schaut schon mal vorbei.


Zum Schluß noch ein Foto von meiner Tomate, die ich neulich vorstellte, so sieht sie aus. Es geht nicht mehr lange, dann ist sie rot. Sie befindet sich immer noch draussen, unterm Dach auf der Terasse in der Sonne.


Ne, ne nicht diese Sonne, die lacht nor so lustig...