Donnerstag, 4. November 2010

Nur mal so ....

.... wer hat denn wohl die schönsten Farben, der Frühling oder der Herbst??? Das fragte ich mich, und schon stellte ich Vergleiche an. Hier ein paar Gegenüberstellungen, ist ja nur eine kleine Auswahl, ihr könnt sie ja selber weiter ausbauen mit euren Fotos.

Beginnend mit dem Frühling:

Die Winterlinge sind ja so ziemlich die ersten Farbtupfer im Frühling. Wie freut man sich, wenn man sie sieht.

Nun folgt ein Herbstbild, ich werde sie immer so im Wechsel zeigen, einmal Frühling, einmal Herbst.

Der Frühling ist dran:

Zarte Haselnussblüten.

Herbstbeeren, von den Vögel geliebt.

Noch an den Winter erinnernd, die Schneeglöckchen, aber doch schon den Frühling einläutend.


Überschwängliches Gelb, der Herbstwald, raschelnde Blätter, leichtes Wehen in den Ästen.

Im Frühjahr dann statt Blätterrascheln Veilchen, die den Waldboden teilweise bedecken.

Während man sich zu den Veilchen runterbeugen muß, um ihren Duft zu spüren, kann man im Herbst von den Trauben naschen.

Wenn sie blühen, die Mandelbäume, dann ist das Frühjahr schon weit fortgeschritten, wir haben Mai.

Sind dagegen die Rebenblätter gelb, zerzaust und nur noch wenige an den Reben, dann ist es schon spät im Herbst, Oktober/November. Nur noch wenige schöne Sonnentage, dann kommt die dunkle Jahreszeit.

Der Frühling mischt nun so richtig auf, aus allen Ecken spriessen die Farben ans Licht und tun den Augen und dem Herzen gut.


Der Herbst verabschiedet sich meistens mit zwei vorherrschenden Farben, gelb und rot. Wenn die Sonne scheint, dann leuchtet alles wie Gold und Edelsteine, dieses Farbenspiel bietet nur der Herbst, darum sollen wir ihn geniessen, auch wenns mal stürmt.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Die gelbe Welle

Wohin man z.Zt. schaut, alles erstrahlt im herrlichen Gelb. Heute machten wir bei traumhaften Sonnenschein, mit wenigen Wolken, eine Tour in den Schwarzwald.
Wir fuhren an den äußersten Stadtrand von Freiburg und wanderten zurück in die Stadt.

Ein Blick in den Himmel zeigte oft wunderbare Wolken.
Überall die dominierende Farbe "Gelb", wohin das Auge blickte.


Im Wald folgten wir diesem wunderschönen Schild, es war ein Vogelwanderweg auf dem es mehrere Hinweise und Erklärungen zu den Vögeln gab.

Ein sehr lehrreiches Schild war dieses hier:

(Bitte anklicken)
Oder diese Info über den Eichelhäher.

Das sind so Tafeln die ich mag, viel Info in ein paar Sätze gepackt.

Mit diesem Buntspecht können die Kinder spielen. Ein Faden hängt herrunter, an dem man ziehen kann, dann ertönen Klopfzeichen. Am gegenüberliegenden Baum sitzt auch ein Specht und so können die Kinder Botschaften austauschen.

Bei dem herrlichen Himmel brauchte man nur die Kamera in den Himmel halten und schon hatte man die schönsten Motive.

Freiburg ist auch umgeben von Reben, diese gehören auch dazu.

Das obige Foto zeigt einen Blick auf Freiburg, schwach dahinter der Kaiserstuhl.

Als wir einen netten Herrn nach dem richtigen Weg fragten, begleitete er uns ein Stückchen mit seinem Tinichen, so sah das kleineTinichen aus:

Tinichen bekam immer mal wieder ein Leckerli, hier schleckt sie sich genussvoll ihr süßes Mäulchen.

Bevor wir morgens losfuhren, sah ich doch in unserem Garten eine Mohnblume blühen, sie soll als Kontrast zum vielen Gelb diesen Post beenden.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Der erste Frost

Der erste Frost ist ja schon länger als eine Woche her und hat uns voll überrascht, so plötzlich war er da. Ich bin am anderen Morgen schnell mit der Kamera durch unseren Garten marschiert, um festzuhalten, wie die Blüten die erste Kälte überstanden haben.

Unseren Bayernkiwis hat er offensichtlich nicht geschadet, sie hängen recht frisch am Baum. Man kann sie übrigens mit der Schale essen, sie haben die Größe einer ausgewachsenen Stachelbeere und schmecken hmmmm, bElla kann es bestätigen.

Die Ringelblumen haben zwar ein wenig das Köpfchen gesenkt, aber gegen 10.00 h, als die Aufnahmen entstanden, sahen sie aus, als sei nichts gewesen.

Leicht lädiert dagegen die Malve, die Farbe hat ein wenig gelitten, aber immer noch als Malve zu erkennen.


Als nächstes folgt eine Borretschblüte, ihr scheint der Frost noch nicht viel angetan zu haben. Sie trägt, bei näherem Hinsehen, viele viele kleine Häärchen, die schützen sie ein wenig vor Kälte und auch vor zu heftiger Sonneneinwirkung, verleiht ihr dadurch das etwas Rauhe.

Vom Erigeon annuus habe ich sehr viel im Garten, den ganzen Sommer bis zu den strengen Frösten blüht er, an ihm ist der erste Frost auch spurlos vorbeigegangen.

Die Indianernessel (Monarda) ist schon deutlich gezeichnet, ein Blick von oben in ihre wuschelige Blüte.
Wuschelig war einmal, nun eher Glatzkopf.

Ja, die Kapuzinerkresse mit ihrem hohen Wasseranteil, die hat es am schlimmsten erwischt, alles kaputt. Eine einzelne, einigermaßen aufrechtstehende Knospe, konnte ich noch ausmachen.


Fast unverwüstlich sind die Herbstastern, immer wieder blüht irgendwo eine neue Blüte, während andere so langsam trüb werden.

Sehr zu meiner Verwunderung fand ich am Sommerfliederstrauch diese Blüte:

Auch die Äpfel wirkten noch knackfrisch. Das habe ich mit zwei Schulklassen noch dafür genutzt,
das Apfelprojekt "Müllerinnen Art" durchzuführen.


Es gab beim Pflücken zwar kalte Finger und rote Nasen, aber glückliche Gesichter.

Meinen Geranien am Hauseingang war der Frost nochmal gnädig, sie blühen noch. Ob ích sie wohl wieder bis Weihnachten draussen lassen kann? Hat es alles schon mal gegeben.


Meine aller, allerletzte Rose will ich gerne nochmal in Szene setzen, bevor sie ganz auseinander fällt.


Auf Sedum schlafend fand ich noch eine Zikade.


Die Jungfer im Grünen wird wohl bald die "Jungfer im Bunten" heißen, aber noch ist sie grün.

Damit endet mein Frostrundgang, schön, dass ihr mitgegangen seid.

Freitag, 22. Oktober 2010

So ganz hat sie .......

...... es nicht geschafft, die bELLa mit Familie, sie kam ein bisschen zu spät, um diesen hübschen Erntealtar zu bestaunen:


Sie kam tatsächlich und hat uns besucht, nun kann sie unseren Erntealtar hier besichtigen.
Wir hatten einen wunderschönen Tag miteinander verbracht. Zunächst sah es nicht so "sonnig" aus, dennoch machten wir einen Spaziergang durch den Kaiserstuhl. So bekam sie wenigstens einen kleinen Einblick, wie es im Kaiserstuhl aussieht.
Nach dem Mittagessen, es gab eine kräftige Herbstsuppe, nämlich Linsen, machten wir nochmal eine Runde. Die Sonne schien und wir fuhren ins Liliental, da erlebten wir die herrlichsten Herbstfarben:

Eilig wurden sämtliche Kameras ausgefahren, um Fotos zu machen.
Mein Mann sagte:"Vorsicht, ihr werdet beobachtet." Wir sahen uns um und entdeckten diese zwei Augen:

Alliens, mitten in der Birkenansammlung?? Ein Stückchen weiter nochmal ein einzelnes Auge:

Zum Glück waren beide völlig harmlos, sahen aber beeindruckend aus, wir fanden sie als wir durch die Birkenansammlung marschierten.

Hier findet man aus vielen Ländern Birken, mit weißen Stämmen, mit roten Stämmen, mit borkiger Rinde, mit glatter Rinde und, und und....... wunderschön. Mich animiert es immer wieder neu, die Rinden zu streicheln, weil sie so glatt sind und eine interessante Maserung haben. Unsere Gäste taten es mir nach.

Auffällig waren auch die vielen Bäume, an denen es reichlich Misteln gab. Wir überlegten, sollen wir uns darunter stellen, Küsse verteilen und uns dabei etwas wünschen??? Da wir aber alle wunschlos glücklich waren, haben wir es doch gelassen.

Immer wieder wurden die Kameras auf den wunderbar gefärbten Wald mit den Lichteinfällen gerichtet.Nein nein, wir haben nicht die Örtlichkeiten gewechselt, wir sind nicht in die Schneeregionen hinauf gestiegen, wir sind immer noch im Liliental, dies ist eine Gegenlichtaufnahme, aus denen man solche Bilder zaubern kann.

Von Weitem schon hörten wir ein jämmerliches Blöken, was ist denn da los? Als wir näher kamen sahen wir es. Eine Schafherde war vorübergehend auf kleinstem Raum eingesperrt, weil die Helfer eine neue Wiese erst einzäunen mußten.

Hilfesuchend schauten sie uns an, aber wir konnten ihnen nicht aus der Patsche helfen und den guten Zuspruch fanden sie auch nicht so ermutigend. Was waren denn das für dunkle Flecken im Fell? Bei genauem Hinsehen sahen wir es, es waren Kletten, die sich in ihr wertvolles Fell festgekrallt hatten. Wie die Schäfer die wohl wieder rausbekommen, überlegte ich, denn sie wollen doch die Wolle verkaufen. Ich werde es wohl nie erfahren.

Es war eine schöne Begegnung mit bELLa, wir hatten einen schönen Tag miteinander. Nach einer Kafferunde mit Apfelkuchen, selbstgebacken selbstverständlich, verliessen sie uns und ich hoffe, sie sind wieder gut in ihrem Heimatort gelandet.