Dienstag, 19. Oktober 2010

Ich weiß garnicht wo ......

..... ich anfangen soll, soviel gäbe es zu erzählen und zum Zeigen. Also, am Sonntag wurde der letzte Erntewagen bei Sonnenschein eingefahren.


Ganz zünftig mit Pferd.Hübsch bestückt mit blauen und grünen "Triebele", so sagt man hier am Kaiserstuhl.

Dem Erntewagen voraus fuhr die Ehrenkutsche, darin die Prominez, der Bürgermeister freundlich lächelnd, der Pfarrer, der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft und die kaiserstühler Winzerkönigin.
Daran anschließend allerlei bunte Gruppen und Musikgruppen, ein kleiner Teil folgt nun.

Ihr, der Traube, galt das besondere Augenmerk. Getragen wurde sie von unseren Erntehelfern aus Polen, sie waren sehr stolz dabeisein zu dürfen. Viel Applaus durften sie ernten.

Sie dürfen auch nie fehlen, unsere jüngsten Vertreter der Gemeinde.

Die "Damen", wie immer, hübsch rausgeputzt.

Eine Altherrenriege beim Vespern.


Was man alles zur Kirschenernte braucht, das zeigt diese Gruppe.



Ein richtiger "Bott" gehörte früher zum Dorfleben. Ebenso der Hausmetzger, hier halten sie ein kleines "Ständerle".
Es wurde auch richtig gearbeitet, man presste Traubensaft und schenkte ihn auch gleich aus. Der Hund am Bildrand heißt übrigens Aiko, ich habe das Foto extra für meinen Freund Aiko geschossen, huhu Aiko.

Viel Musik gab es, diese Herren mischten kräftig mit.
In der Winzergenossenschaft war so ein Trubel, da bin ich gleich wieder raus. Aber diese hübsche Erntedeko mußte ich noch schnell knipsen.

Als die Sonne sich dann zurückzog, brauchten viele Menschen etwas, woran sie sich die Hände wärmen konnten.


Zu dem ganzen Treiben hatte diese Dame nur ganz dezent gelächelt.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Großer Herbstausklang in Ihringen

Das wollte ich doch noch schnell berichten, heute ist bei uns in Ihringen ein großer Tag, Herbstausklang. Sollte jemand hier in der Nähe sein (bELLa z.B.) kommt nach Ihringen es lohnt sich. Schön geschmückter Erntewagen, Umzug durchs Dorf, einmalig geschmückter Erntealtar,Winzergenossenschaftsbesichtigungen, feines Essen, verkaufsoffener Sonntag und, und, und ....
Ich werde davon berichten, hoffentlich hält das Wetter.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Herbstfarben einmal anders

Als ich vor ein paar Tagen im ICE saß und die schöne Herbstlandschaft an mir vorüberzog, kam mir der Gedanke, einfach mal die Kamera ans Fenster zu halten und Landschaft malen, dies kam dabei heraus:

Ist doch ganz interessant so vorübereilende Natur.

Heute nun beim Abräumen in meinem Garten, gab es natürlich wieder andere Begegnungen mit Farben. Während ich den Garten auf den Winter vorbereite, geht es bei den Gottesanbeterinnen noch sehr fleißig zu, sie sind immer noch dabei, für Nachwuchs zu sorgen:

Man kann hier sehr gut sehen, dass das Männchen viel kleiner ist als das Weibchen. Dass das Weibchen im Anschluß an die Paarung ihr Männchen verspeist, ist nicht die Regel. Nur wenn das Männchen nicht schnell genug die Kurve kriegt, erst dann sieht das Weibchen in ihm nicht mehr den Liebhaber, sondern einen Angreifer und dann schlägt sie erbarmungslos zu. Bei den Beiden ist alles gut gelaufen, ich habe ein wenig nachgeholfen, wie, ist mein Geheimnis.

Neue Kokons von den Gottesanbeterinnen habe ich auch gleich noch gefunden, hoch oben an einer Bohnenstange:
Andere Insekten nutzten die letzten warmen Sonnenstrahlen zu einem ausgiebigen Bad aus.

Nachdem unser Feigenbaum im Frühjahr so erfroren aussah, hat er es doch noch zu ein paar reifen Feigen gebracht:



Dadurch, dass es nur so wenige sind, sind sie sehr süß.

Man hat so den Eindruck, dass die Blumen, die noch oder wieder blühen, eine sehr intensive Farbe zeigen, wie diese Wegwarte:

Oder dieser Storchenschnabel, der sich noch nicht geschlagen gibt, er leuchtet noch richtig auf:

Da will der Lavendel nicht hintenan stehen, er will auch mithalten mit dem Farbenspiel der anderen:


Im Inneren einer Kapuzinerkresse bietet sich ebenfalls eine außerordentliche Farbkombination an:

Auf Kapuzinnerkresse kommt man bei diesem Ausschnitt nicht unbedingt, es ist aber so, ich fand das so toll und mußte es hier zeigen.

So wurde aus diesem anfangs nebeligen Tag noch ein sonniger Tag, denn alle Fotos, ausser den Zugfotos, sind heute gemacht.

Freitag, 8. Oktober 2010

Ein Herbstmorgen


Er läßt sich nicht mehr verheimlichen, er ist da. Morgens ist es schon recht frisch, sogar Frost gab es schon auf den Schwarzwaldhöhen. Ich war jetzt ein paar Tage mit unseren Winzerfreunden zum "Herbsten", bevor es aber losging, bin ich noch schnell durch unseren Garten gegangen, um ein paar Fotos zu machen.

Tau lag auf allem, Rasen, Blumen usw. Die Kapuzinerkresse hat ja sehr hübsche Gesichter und der Tau verleiht ihnen eine besondere Frische.

Unsere Eibe hat in diesem Jahr wieder viele Beeren.


Wie dieses Blümchen heißt weiß ich leider nicht, aber hübsch ist es. Eine Nachbarin schenkte es mir einmal.

Leuchtend gelb steht sie da und erfreut die Insekten.

Mein Sedum ist auch noch schön rot, bei anderen Gärtnerinnen las ich, dass die Blüte schon verwelkt sei.

Recht bunt sah es auch am Mittag an einer meiner Bohnenstangen aus:

Die Wanzen halten wohl Herbstversammlung ab. Da sind gleich mehrere Arten ganz friedlich in der Sonne, die roten Feuerwanzen, die grüne Reiswanze und ihre bunte Larve, ein schönes Bild.

An diesem Wochenende ist wieder mal ein "Hock", wie man hier in Baden zu sagen pflegt, genau genommen ein Rathaushock. Das Wetter soll gut werden, ich bin aber garnicht hier, ich bin ganz in der Nähe von Aiko (huhu Aiko). Aber am nächsten Sonntag, dann ist wieder was los, da gibt es das große Erntedankfest, hier wird immer erst gefeiert wenn der Herbst im Bottich ist. Anschließend feiert das ganze Dorf und darüber hinaus den Herbstausklang. Der letzte Erntewagen wird eingebracht, die ganze Winzergenossenschaft ist eine Ess- und Trinkmeile, man kann den Keller besichtigen, viel Musik und Brauchtumspflege. Ich freue mich schon drauf.