Hier die Auflösung: Am Dienstag habe ich 200 m Kaiserstuhlböschung intensiv in 1 1/2 Stunden abgesucht, um festzustellen, was ich in der Zeit alles finden werde. Morgens war ich mit einem Menschen vom SWR - Baden-Baden im Gelände, er sollte Färberwaid besorgen, die Uni Köln wollte ein Färbexperiment starten, weil er den Prozess filmen will, sollte er das Grünzeugs dazu mitbringen. Beim Rausreissen der Rosetten von der Böschung sah ich viele viele Krabbeltiere davonrennen und ich hatte keine Kamera dabei. Da gehe ich mittags hin, sagte ich mir und machte es auch.
Ich stelle einfach mal meine Funde vor, zuerst sah ich viele Wanzen, dabei eine, die ich noch nie gesehen habe, diese hier:
Es muß wohl eine Erdwanze sein, denn es gab eine Menge davon die sehr schnell hin und her liefen, ich hatte alle Mühe dieses eine Foto zu bekommen.Die nächste Wanze müßte eine Graswanze sein.

Es folgen Wanzenlarven, sie müssen noch tüchtig futtern.
Zuerst dachte ich, ich hätte ein Weinhähnchen gefunden, aber am PC sah ich, es ist eine Raubwanze. So sieht sie aus:
Rote Raubwanzen habe ich schon öfter mal gefunden, aber solche blasse noch nie.Wie diese Begegnung ausgegangen ist, kann ich nicht sagen, der durchsichtige Winzling dürfte noch sehr jung sein.
Spinnen sonnten sich und lauerten auf Beute, wie diese Gartenkreuzspinne/Araneus diadematus.
Ob dieser fette Grashüpfer eines ihrer Opfer wurde?
Raubfliegen/Machimus sp. suchen auch Beute, ihr Name sagt es schon, diese saß eigentlich ganz entspannt im Halbschatten.
Schönheiten sind es ja gerade nicht, einen Buckel hatte sie auch noch.
Ein Windeneulchen/Emmelia trabealis zeigte sich ganz schnell und ganz schnell mußte ich auch sein.

Bei den "Fliegern" muß man sowieso schnell sein und eine Menge Geduld mitbringen, die hatte ich. So gelang mir dann noch ein Foto von einem Bläuling:


Aussen blau und innen braun, dennoch, es ist ein Bläuling, nur welcher, das weiß ich noch nicht, werde es aber rausbekommen.
Raupen habe ich dann auch gefunden, da ist die Bestimmung für mich noch viel viel schwieriger, ich übe aber.

Möglicherweise wird mal ein Distelfalter aus ihr, vielleicht habe ich Recht.
Eine anders gezeichnete Raupe erwischte ich danach auch noch:

Es ist die Raupe der Ampfer-Rindeneule/Acronicta rumicis.
Vieles habe ich nicht erwischt, weil davongeflogen, oder zu schnell gekrabbelt, oder versteckt. Auf alle Fälle war es sehr entspannend und ergiebig auf der 200 m langen Böschung.
Die vorübergehenden Leute haben immer ganz interessiert in die Böschungen geschaut, aber wahrscheinlich nicht viel gesehen und fragen haben sich die wenigsten getraut.
Hier wird es eine Weile ruhig sein, bin wieder mal kurz weg, tschühüss.













































