Dienstag, 19. Januar 2010

Kaum ist der Schnee weg ......

...... dann sieht alles gleich ganz anders aus. Wir machten bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag einen Spaziergang und fanden schon erstaunliche Sachen:



Diese Ackerringelblume duckte sich zwar noch ein wenig, wahrscheinlich von der Last des Schnees, aber sie strahlte schon und fiel auch deshalb gleich auf.

Ein Stückchen weiter leuchtete es blau im noch matschigem Unterboden in den Reben. Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich die ersten Blüten des Ehrenpreises/ Veronica persica.
Nun kann man bald wieder singen:" Veronica der Lenz ist da, die Vögel singen tralala.....", denn da liegt der Ursprung des flotten Schlagers aus früherer Zeit.

An der Wand einer Rebhütte stand ein Fliederbaum, der seine Knospen schon kräftig aufgeplustert hatte.

Ihn darf man dann auch wieder besingen:" Wenn der weiße Flieder wieder blüht..... ". Dann dürfen auch wieder landein und landab fröhliche Liebeslieder gesungen werden, oder ist das heute nicht mehr üblich?

Dann interessierte es mich doch sehr, wie sieht es denn in einer Rebenknospe z.Zt. aus? Also habe ich eine aufgebrochen, bei uns natürlich am Haus, ich will doch keinem Winzer Schaden zufügen.

Hier habe ich zuerst die festere Hülle ganz vorsichtig entfernt, darunter dann dieser zarte Flaum, der aussieht wie Wolle. Somit liegt die Knospe warm eingehüllt in einem Pelz und wartet auf die Sonne. Der nächste Schritt war dann, die Hülle ein wenig zu zerrupfen, das Ergebnis sah so aus:

Wenn man gaaanz genau schaut (anklicken erforderlich) dann sieht man rechts den kleinen, grünen Keimling, erstaunlich, in wenigen Monaten wachsen da heraus wieder die köstlichen Trauben.

Bei meinen Haselnüssen tut sich auch jeden Tag mehr, auch hier die Knospen kurz vor dem Aufbrechen, dann kann man wieder, mit geschultem Auge, die winzig kleinen roten Blüten sehen.


Ich habe sie hier schon öfter vorgestellt, hier noch einmal.

Samstag, 16. Januar 2010

Ich träume schon wieder ....

....... vom Sommer, von Farben, von Wärme. Geht es anderen auch so?
Ach wie sehne ich mich danach, wieder den Schmetterlingen zuzusehen, hier der Kleine Perlmuttfalter.

(Klick und groß)
Wie sie durch die Lüfte schweben, wie sie sich auf die Blüten setzen um sich daran zu ergötzen, dabei noch stille halten, um dieses Foto zu erlauben.
In meinem Garten möchte ich wieder den diversen Spinnen auflauern, um ebenfalls Fotos zu schießen:

Eine schöne bunte Krabbenspinne will ich hier zeigen. In meinem Garten habe ich eine Vielzahl von Spinnen und in verschiedenen Farben und Größen, nicht jedermanns Fall, aber mir gefallen sie.
Im letzten Sommer habe ich diese Neubürgerin in meinem Garten entdeckt:

Es ist eine Reiswanze, die gleich im ersten Jahr in Massen auftrat, mal schauen, wie die den Winter weggesteckt haben.

Meine fleißigen Bestäuber, an denen erfreue ich mich ebenfalls täglich.

Und erst die vielen Früchte, die saftig an den Bäumen hängen, die Äste bis zum Boden ziehen und immer wieder zum Naschen anlachen.

Dabei sieht unser Dorf noch so aus:

Heute allerdings mit etwas weniger Schnee, es taut.

Bis man hier allerdings wieder sitzen und von all den Früchten, die es bei uns gibt, genießen kann, das geht wohl noch eine Weile.

Das dachte sich auch diese Schnecke und zeigt ihre Gefühle für das Wetter, um sich dann gemütlich wieder in ihr Schneckenhaus zurück zu ziehen, um, zusammen mit mir, vom Sommer zu träumen.......

Montag, 11. Januar 2010

In den Schlagzeilen

Es stand in der Wochenendausgabe unserer "Badischen-Zeitung", Ihringen hält den Hitzerekord in 2009, hier die Notiz:



Schnell hatte ich geschaut, ob ich nicht zufällig einen Bericht am 20.August, auf den sich der Zeitungausschnitt bezieht, gemacht habe. Siehe da, ich habe, gerne will ich die Fotos von unseren Thermometern am Haus erneut zeigen.

Dies Thermometer hängt im Schatten und zeigt die Temperatur um 18.00 h. (Anklicken bitte)

Ein anderes Thermometer hing damals voll in der Sonne, auch um 18.00 h fotografiert. Da glaubt man doch dem Werbespruch der Winzergenossenschaften, der da lautet:
" Badischer Wein von der Sonne verwöhnt ". Nicht nur der Wein, einfach alles von der Sonne verwöhnt.

Bis es diese Temperaturen wieder gibt, erfreuen wir uns am Schnee, den haben wir nämlich nie so reichlich.

Darum machen wir fast jeden Tag einen Spaziergang, ob nun die Sonne scheint oder nicht.

Sonntag, 10. Januar 2010

Daisy in aller Munde

Auch bei uns sollte "Daisy" vorbeikommen. Ich habe doch gleich mal ins All geschaut, ob man schon was sieht:

( Anklicken)
Tatsächlich, man konnte es schon erahnen, Daisy ist unterwegs. Einige Minuten später sah man die ersten kräftigen Flocken:

Sie legten sich liebevoll auf meine Haselnussbäume, die es sich gerne gefallen ließen.

Am anderen Morgen sah man dann das ganze Ausmaß der Daisy, unsere Garage war zugeweht, auf dem Dachboden hatte der Daisy begleitende Wind die feinen Schneeflocken durch die Ritzen abgelegt. Auf den Strassen waren Verwehungen, aber im Garten sah es herrlich aus:

Das Küchenfenster unserer Nachbarin sah besonders interessant aus:

Direkt darunter im Beet diese Pflanze, den Namen kenne ich nicht.

Am Nachmittag machten wir noch eine Runde, um den Schnee zu genießen. Denn bei uns ist Schnee ja eine Rarität, das muß man genießen. Dann sahen wir nicht nur weißen Schnee, nein auch gelben Schnee:

Aiko, du wirst doch wohl nicht an diesem Schnee geschleckt und dann danach Magengrimmen gehabt haben? Gelben Schnee soll man nämlich nicht essen.

In unserem Krebsbach gibt es jede Menge Bisamratten, leider sind die so flott, dass ich sie nicht mehr erwischt hatte, aber auch so ist es ein nettes Motiv.

Unsere Apfelanlage, in der wir noch im November Äpfel für unser Schulprojekt gepflückt hatten, sieht inzwischen so aus:

Im November dagegen so:

Ein kleiner Einblick in die Verwehungen, die es überall gab, interessante Modelle enstanden dabei.

Exakt geschnittene Bäume, die eine wunderbare Allee bilden, sie tragen Pflaumen.


Da bei uns das Klima schon ein wenig mediteranerer ist, hier ein Beispiel:


Weil ich eifrig Vögel füttere, gibt es auch viele, viele, zarte Vogelspuren.

Ich habe nur zwei rausgesucht, frisch getrippelt. Wir haben Daisy gut überstanden, in anderen Regionen eher nicht so.