Donnerstag, 15. Oktober 2009

Wer jetzt kein Haus hat .....

... sollte sich schnell eins bauen. Heute hatten wir den ersten Frost, da kam mir der Gedanke, ob alle Tierchen schon dafür Sorge getragen haben, zumindestens für ihren Nachwuchs eine gute Winterbleibe gebaut zu haben?
( bei "klick" Fotos größer)
Sie, sie schleppt ihr Haus immer mit sich rum, sogar die Wände hoch, wenn es sein muß.

Von ihr habe ich in meinem Garten schon vier Kokons gefunden.

Ich glaube aber nicht, dass sie es alleine war, da waren eventuell noch andere Gottesanbeterinnen/Mantis religiosa am Werke.

Die Raupe des Großen Kohlweislings/Pieris brassicae entdeckte ich an einem Tomatenstock, ich wollte die Tomaten entsorgen. Den Stock allerdings liess ich stehen, um die Raupe bei ihrem Abgang auf die Erde nicht zu stören. Sie entfernen sich sehr weit von ihren Entwicklungsstadien und verpuppen sich an Mauern und an Steinen, bauen also auch ein Haus.

Nach sehr langer Zeit wollte ich wieder mal Ausschau nach den Mauereidechsen halten. Was machen sie jetzt, haben sie sich stark vermehrt, geniessen sie auch noch die warme Sonne so wie wir Menschen?

Ich brauchte nicht lange zu suchen, sie kamen ganz von alleine, aus den Ritzen, aus den Löchern mit langem Schwanz mit kurzem Schwanz und mit dicken Bäuchen. Sie brauchen kein Haus zu bauen, sie suchen sich einfach ein schönes warmes Plätzchen unter dem Lavagestein am Vulkanpfad, oder an den Maueritzen und Treppen, die dort in den Weinberg führen.

Eine Heidelibelle nutzte auch noch die Wärme der Mauern und Treppen. Sie braucht sich um ein winterfestes Haus nicht zu sorgen, sie fliegt nur einen Sommer. Da sorgt sie dafür, dass der Nachwuchs noch rechtzeitig genug in die Tiefe der Gewässer gelangt, um sich dort in 3 - 4 Jahren zu einer Libelle zu entwickeln , um dann an die Oberfläche zu kommen und sich endgültig zu einer Libelle zu entfalten.
Vielleicht hat sie sich ja gut versteckt in der ersten Frostnacht und kann noch einmal einen schönen Herbstsonnentag geniessen.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Schattenspiele

Was mich immer mal wieder begeistert, sind die Schattenspiele an Bäumen, auf der Erde oder sonst wo. Ich möchte ein paar vorstellen:


Entdeckt im Wald an einer Buche noch im Sommer im Urlaub.

Hier nochmal auf dem Waldboden in einer etwas anderen Formation.

Reizvoll kann auch mal so ein Selbstbildnis aussehen.

Mit dem dazugehörenden Rad, eine nette Erinnerung an eine kleine Tour durchs Gelände.

Das Gelände war in diesem Fall diese Getreideart, kann man es erkennen?

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Unglaubliche Temperaturen heute

Heute am 7.10. hatten wir hier in Ihringen um 15.00 diese unglaubliche Temperatur von, man höre und staune, 30°, im Schatten wohlgemerkt. Hier das Beweisfoto, das war für unser altes Thermometer fast zuviel, es sprang vor Freude fast entzwei.


Wenn das so weiter geht, dann könnte unser Nachbar tatsächlich noch seine Bananen ernten, die stehen noch in Blüte und das sieht so aus.

Eine interessantes Gebilde, man kann sogar die kleinen Fruchtansätze sehen.


Dass den Bananen das Klima hier gefällt, zeigt diese Ansammlung von Bananen bei einen anderen Nachbarn.

Sieht doch schon richtig wie in einem Dschungel aus. Er hatte auch wirklich schon mal Bananen geerntet, seine Stauden sind schon älter, als die von unserem Gartennachbarn.

Der Weißpunkt-Bodenwanze/Melanocoryphus albomaculatus (schwieriger Name) gefallen diese Temperaturen, ihr begegnet man nur in wärmeren Regionen, eben hier bei uns.

Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, da sah ich doch noch eine Mohnblume in meinem Garten. Zwischen all dem langsam vertrocknetem Blumen und Gräsern, diese wunderschöne rote Farbe, eine Wohltat für die Augen und das Herz. Es hat bei uns seit Mitte August nicht mehr geregnet, außer ein paar Tröpfchen.

Die Winzer freuen sich sehr über das beständige Wetter, sie fahren eine Traumernte ein, Öchsle wie man sie schon lange nicht mehr hatte, man gönnt es ihnen, sie arbeiten viel dafür. Wer weiß, wer weiß, vielleicht ernten sie demnächst noch Bananen, frisch vom Kaiserstuhl???

Sonntag, 4. Oktober 2009

Sachen gibt es.....

.... die sind schon lustig. Als ich die letzte Woche mal nicht mit in die Weinlese ging, wollte ich mit Schwung im Garten arbeiten. Klappte auch wunderbar, bis ich meine kleine Laubharke benutzen wollte und dann dies Gebilde entdeckte:

Eine Gottesanbeterin hatte ausgerechnet dort ihren Kokon hingesetzt. Dass die Laubharke nicht allzuoft benutzt wird erkennt man leicht, schon etwas angerostet, deswegen hatte sie auch Zeit und Ruhe dort ihren wunderbaren Kokon herzustellen.
Das hat mich aber nicht davon abgehalten weiter zu arbeiten, es gibt ja noch mehr Gartengeräte.
Ich habe das kleine Kunstwerk an einen Baumstamm gehängt, um ihn im Frühjahr genau beobachten zu können, wenn die Kleinen schlüpfen.

In allen Gartenblogs gibt es z. Zt. die herrlichsten Herbstfotos, auch ich bin immer wieder fasziniert von den Farben in meinem Garten, deshalb gibt es hier nun auch ein paar Fotos.


Noch stehen sie in voller Blüte, die Herbstastern und sind umschwirrt von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen usw.

Ebenfalls leuchtend, die Winden, graziös winden sie sich an einem Baumstamm hinauf.

Ihr wilder Vorfahr, die Zaunwinde, sieht wohl ein wenig blass dagegen aus, aber genau so emsig im Klettern wie die "Edelwinde".

Darum bekommt sie hier bei mir einen Ehrenplatz, den hat sie verdient.

Die Herbstzeitlosen zeigen unmissverständlich, es ist so weit, nun ist er da, der Herbst. Gefunden habe ich diese Ansammlung in einem Naturschutzgebiet hier am Kaiserstuhl.

An warmenTagen (25°) schwirrt es noch reichlich bei uns hier, z.B. diese Fliege, sie macht gerade Flugpause auf einer Margarite. Bei ihr sieht man sehr schön ihre "Schwingkölbchen" unterhalb der Flügel.

Kohlweißlinge sind stürmische Liebhaber, deshalb sieht man sie vom frühen Frühjahr bis zum späten Herbst in großer Zahl herumschweben.

Hier habe ich sie gerade beim Kuscheln erwischt, ihnen war das nicht peinlich, sie ignorierten mich total.
In die Familie der Weißlinge gehört auch dieser Gelbling/Colias, er erfrischt sich gerade an Bastard-Luzerne, wie mir gerade ein Freund, der Biologe ist, berichtet hat.

Noch gelber, noch schneller fliegend, sieht man ebenfalls im Moment sehr viele Postillione, aber sie setzen sich nicht hin, so konnte ich noch nie ein Foto von ihnen machen, schade, aber ich bleibe dran.
Da ist mir gerade noch aufgefallen, dass ich doch glatt ein Foto vergessen hatte, was zu diesem Post noch hinein sollte. Nämlich meine Kreation, sie passt auch zum Herbst.

Wildkräuterquark mit Deko, gereicht bei einer Wildkräuterwanderung im September.