Freitag, 1. Mai 2009

Allerlei am 1.Mai

Heute morgen bin ich schon gaaanz zeitig im Garten gewesen. Die Vögel sangen so herrlich, das Licht war so ideal, ich bin mal wieder durch meinen Garten gewandert, so als Einstieg zum heutigen allgemeinen Wandertag.
Es gab eine Menge zu sehen, z.B. diese Florfliege, die sich gerade gehäutet hatte und noch gar nicht ganz der alten Kleiderhülle entschlüpft war:

Als ich die Harke zur Hand nahm, um mal kurz was glattzurechen, schließlich war heute" Tag der Arbeit", da saß am Stiel eine ausgewachsene Florfliege, ob das die Mama war??

Wenn man das Bild anklickt, kann man auch ein wenig von dem wunderschönen Goldauge der Florfliege sehen.

Auf der Rückseite eines Rosenblattes sah ich sie, die Lieblingsspeise der Marienkäferlarven. Der Tisch ist also gedeckt, sie können kommen meine fleißigen Gartenhelfer.


Ein kleiner Ausschnitt von meinen Sempers, alle gut über den Winter gekommen, selbst die im Schneckenhaus.

Besondere Freude bereiten mir meine roten Lichtnelken/Silene dioica und die weiße Lichtnelke/Silene alba.

Schon jetzt beleben sie mein Wildblumenbeet, das nun so langsam wächst und den unzähligen Insekten bald als Nahrung dienen wird.

Dieser Bienenkäfer/Trichodes apiarius, sucht schon jetzt eifrig nach Blüten.

Am Nachbarzaun rangt eine wunderschöne Clematis, jedes Jahr blüht sie über und über reichlich.

Unheimlich, aber völlig ungefährlich ist diese Skorpionsfliege, hier habe ich sie noch ein wenig bäuchlings erwischt, wußte garnicht, dass sie so einen bunten Bauch hat.

Weil das Wetter so schön war, machten wir uns auch auf den Weg, irgendwo Mittag zu essen. Denn am Kaiserstuhl wirten die Vereine an den schönsten Stellen im Gelände, wir strebten zu den Anglern zwecks Forelle. Unsere Kaiserstühler Wetterfrösche haben es schon länger angekündigt, es soll schöner werden hier ein Foto von ihnen:


Jaja, das ist schon recht, bei uns sind es die Turmschnecken/Zebrina detrita. Sie krabbeln in die Höhe, wenn sie spüren, dass das Wetter heiß wird, auf sie ist Verlass.

Was ich auch noch nicht wußte, auch bei den Blutzikaden gibt es den "Dreierseitensprung", hier der Beweis:

Dazu muß man wissen, sie paaren sich seitlich (?). Leider ist das Foto etwas dunkel, aber sie haben es so ganz verschämt im Halbschatten praktiziert, deshalb.
Auf die Forelle haben wir dann doch verzichtet, als wir nämlich die Warteschlange an der Kasse sahen .... nee, das wollten wir uns nicht antun.
Eine feine Nudelsuppe bei den Schützen war dann gerade richtig, aufgewertet mit einem herrlichem Stück Kuchen bei der CDU, das war's dann für heute.

Dienstag, 28. April 2009

Jeden Tag wird es bunter

Nun blühen bei uns überall die wunderschönen Lilien, an den Rebböschungen und bei uns im Garten.


Der Große Wiesenknopf/Sanguisorba officinalis L, dem es im letzten Jahr nicht so besonders gut in unserem Garten gefiel, blüht nun um so schöner.


Seltsame Raupen überschütten unseren Rasen und die Haselnußsträucher, woher stammen sie?

Sehen doch urig aus, die Walnußwürste, die zuhauf auf der Erde liegen.

Während ich noch mit den Walnußwürsten beschäftigt war, hörte ich ein starkes Summen und Brummen, was mag das sein dachte ich und ging der Sache nach. Zu meiner Überraschung entdeckte ich auf einer Löwenzahnblüte diese zwei "Hummeln" wie ich glaubte.

Ich war ihrem Mimikry auf den Leim gegangen, es sind nämlich Fliegen im Hummelgewand.

Schon perfekt, wie man sehen kann.

Bei einem kleinen Radausflug zum Eidechsenpfädle, gab es auch allerhand zu sehen, dieser Dolden- Milchstern/Ornithogalum umbellatum L. z.B. der mir immer wieder gut gefällt.


Auch die Reben sind gewaltig gewachsen, sie werden auch bald blühen. Somit liegen sie wieder im richtigen Zeitfenster, nachdem der Frühling so lange auf sich warten lies.


Raffiniert zwischen den alten, verholzten Weinrebenranken, hat jemand seinen Kokon gewoben, ich vermute eine Wespenart, eventuell eine Brackwespe.



Nun ein Foto, auf dem man etwas finden kann, wenn man genau hinschaut.

Einfach anklicken dann findet man das Tierchen, was ich eigentlich auch finden wollte.
(Alle Fotos sind zum Anklicken)

Nämlich dieses hier:
Ja, diese Eidechse ist wohl mit knapper Mühe einem Verfolger entkommen.

Während die erste Generation Löwenzahnblüten den Höhepunkt ihrer Schönheit überschritten haben und nun so aussehen,

machen sich andere Blüten gerade daran, sich ganz der Sonne hinzugeben, wie dieser Holunder.

Im Augenblick macht die Frühlingswärme bei uns eine kurze Pause, es ist kälter geworden.
Meinen Tomaten geht es bisher immer nocht gut, große Wachstumssprünge haben sie nicht gemacht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Freitag, 24. April 2009

Gewagte Pflanzaktion

Weil meine selbstgesäten Tomaten schon sooo groß waren, der Platz immer enger wurde, habe ich einen gewagten Pflanzversuch gestartet.

So sahen sie aus, für mich ein Grund sie in den Garten zu setzen, ich schätze sie so auf 30 - 35 cm.

Zugegeben, etwas verloren sahen sie schon aus, so zart, so gebrechlich. Ich verpasste ihnen einen kleinen Stecken, da fühlten sie sich schon viel wohler.

Dann bekamen sie noch alle eine Tomatenhaube und sie sahen richtig angezogen und bestens versorgt aus.

Als alle fertig verpackt waren, sahen sie aus wie kleine, glitzerne Zwerge.

Ich hatte ein gutes Gefühl, denn sie haben die erste Nacht prima überstanden.

Unsere Feigen haben es auch nicht mehr länger ausgehalten, sie schauten ganz kess in den sonnigen Himmel. Bis man sie allerdings essen kann, da vergehen noch einige Monate.

Mittwoch, 22. April 2009

Blitzbesuch im Norden

Wir mußten wegen einer Familienangelegenheit ganz rasch in den Norden fahren. Um es ganz genau zu sagen, nach Brake/Unterweser. Oft sind wir nicht dort oben, aber wenn, dann gefällt es mir auch wieder ganz gut, besonders wenn das Wetter gut ist.

Solche Blicke z.B. gefallen mir , der Blick in's fast Unendliche. Das strahlt so eine Ruhe aus, so ist es auch Ruhe, Stille, Weserrauschen.


Da wächst das Reet, oder auch Schilf genannt, mit denen wieder mehr Häuser gedeckt werden.

Leider gibt es nur wenige Dachdecker, die das alte Handwerk noch beherrschen. Bei steigender Nachfrage, wird sich das wohl auch ändern müssen.

An diesen Pferdchen konnte ich nicht vorbei gehen, sie waren einfach zu süß. Bei der Gelegenheit kann man auch noch ein wenig mehr vom Reetdach sehen.

Besonders faszinierend aber immer wieder der Blick auf die Weser, hier ist sie auch besonders breit. Ein reger Fährbetrieb herrscht an dieser Stelle, man kann in Minuten auf die andere Seite wechseln und hat da wieder ganz andere Eindrücke, Sandstrand und etwas Wald.

Auf dieser Fähre habe ich auch schon oft die Ufer gewechselt, mit dem Fahrrad natürlich, so gehört sich das als Naturwanderer.

Vielen, vielen Schafen und Schäfchen begegnet man hier. Da es ja gerade Frühling ist, gab es auch viele kleine Lämmer, die dem Osterlammschmaus entkommen sind, ein Glück.

Dies Dreiergespann war ein besonderer Farbtupfer, wie wohl der Vater dazu aussieht?


Meine Schwester hatte im Garten eine sehr interessante Katze stehen, ein richtiger Hingucker.

Wieder in Ihringen, mußte ich doch gleich schauen, was hat sich inzwischen alles getan hier im Garten und im Kaiserstuhl. Es ist alles explodiert, ich habe nur gestaunt, wir waren nur drei Tage fort.
Diese Smaragdeidechse suchte sich gerade ein warmes Sonnenplätzchen. Zuvor blieb sie stehen um mich, den Eindringling, ausgiebig zu mustern.


Die Farbenpracht im Garten nimmt immer mehr zu.


Das regt natürlich auch die Schmetterlinge an, für Nachwuchs zu sorgen, hier zwei Kohlweißlinge.

Da bei mir im Garten ja kein Gift gespritzt wird, habe ich auch von ihnen einige Exemplare fliegen. Für manche Menschen sind sie nur Ungeziefer, ich finde sie hübsch, darum fotografiere ich sie immer wieder gerne.