Mittwoch, 11. Februar 2009

Sommerkollektion

Wenn man die Nachrichten sieht und hört, sieht man überall noch soviel Schnee. Ich dachte mir, schaust dir mal ein paar Sommerfotos an. Stecken geblieben bin ich bei den Schmetterlingen, ich möchte deswegen eine Sommerkollektion vom letzten Jahr zeigen, ohne viel Worte.

Anfangen möchte ich mit einem Perlmuttfalter, er ist so richtig lichtdurchflutend und man spürt den Sommer.

Diesen kleinen Schmetterling kann man leicht übersehen, auch er genießt die Sommersonne.


Seine Größe ist beeindruckend, aber nicht einfach zu entdecken weil er sich geschickt tarnt.

Hier ruht sich gerade das Heidespanner Männchen aus, erkennbar an den gefiederten Fühlern.



Ochsenaugen sieht man in großer Zahl fast überall gaukeln.

In Waldnähe sah ich diesen Flieger, er sieht schon ziemlich abgeflogen aus.

Das Waldbrettspiel läßt die Sonne in seinen Punkten spielen, es war schon gegen Abend.



Ihnen konnte ich bei ihrem Liebesspiel eine ganze Weile zuschauen.


Eine sehr schöne Zeichnung trägt das Schachbrett, man kann sich diesen Namen ja leicht merken.


Nein, nein dies ist kein Schmetterling, aber als ich diesen Tintenfischpilz das erste Mal sah, konnte ich es garnicht fassen, dass es solche Pilze gibt. Essbar ist er nicht, sieht aber gut aus.

Montag, 9. Februar 2009

Was ist denn das??

Weil ich mich noch nicht so ins Gelände wage, ging ich in meinem Garten auf Spurensuche. Dies fand ich nun heute, was glaubt ihr was das ist? Nein, nein kein Tier, sieht doch echt stark aus, oder?

Hier fand ich dieses Unikum, jetzt wird es deutlicher. Es geht aber noch einen Tick besser:

Das ist die weibliche Blüte vom Haselnußbaum/Corylus avellana. Man muß schon ganz genau suchen, um diese kleine, unscheinbare Blüte zu entdecken, aus dem ein Büschel roter Narben herausragt.
Die männlichen Blüten sind ja schon sooo lange am Baum, haben Frost und Schnee gut überstanden, nun fangen auch sie an sich zu öffnen, das sieht dann so aus:


Ja, wenn es dann wieder so schöne, leuchtend gelbe Blätter gibt, dann gibt es auch die begehrten Nüsse, wenn der Haselnussbohrer noch welche übriglässt.

Sonntag, 8. Februar 2009

Vor einem Jahr

Heute fühlte ich mich so richtig stimmuliert, wieder einen Post zu schreiben. Ich hatte mich die ganze Woche nicht so wohl gefühlt, die Nasennebenhöhlen machten mir zu schaffen. Weil nun heute auch mal wieder die liebe Sonne scheint, gab es einen Schwung extra. Eine kleine Tour durch meinen Garten war allerdings niederschmetternd, naß, glitschig und braun/grau mit fast keinen Farbtupfern. Ich dachte mir, wie war das denn im letzten Jahr auf den Tag genau? Nachsehen brachte es ans Licht, viel viel weiter. Auf den Schwarzwaldhöhen lag auch noch Schnee, hier der Belchen vom Kaiserstuhl aus:


In meinem Garten die ersten Blumen:


Meine Krokusse schon voll in Blüte, heute schauen kaum die Spitzen raus.

Meine Winterlinge strahlten auch schon kräftig, sogar eine Mistbiene/Eristalis tenax besuchte sie.
Heute fand ich nur ein paar winzigeFarbtupfer bei mir. Als erstes fiel mir der Feigenbaum auf, diese hübsche Zipfelmütze zeigte sich schon an vielen Zweigen, sehr hoffnungsvoll schaut das aus.

Leuchtend auch die Primel, sie sehen so angenagt aus, da vermute ich die Vögel als Verursacher.

Am "Eidechsenpfädle" war auch schon Leben zu beobachten, die Eidechsen lugten vorsichtig in die Sonne, weil sie dann noch so träge sind, kann man sie gut fotografieren.

Rechts und links des Weges überall schon die ersten Wildkräuter:


Hier der Huflattich/Tussilago farfara, er löst den Schleim und erleichtert das Husten.


Dieser Löwenzahn signalisiert den Insekten durch ein strahlendes Gelb, hier ist es kuschelig warm, kommt und genießt.


Der Ehrenpreis/Veronica persica ist für die ersten Insekten eine wichtige Nahrungsquelle.

Die rote Taubnessel/ Lamium purpureum sie ist eigentlich das ganze Jahr anzutreffen, auch im Winter, da an geschützten Stellen.




Bei einer Radtour ins benachbarte Elsass, gab es in einem kleinen Riedwäldchen eine ganze Menge von diesen wunderschönen Stinkenden Nieswurz/Helleborus foetidus, ob sie wirklich stinken, ich habe nicht dran gerochen.
Ich bin mir sicher, auch in diesem Jahr wird der Frühling genau so bunt.

Montag, 2. Februar 2009

Winterreise beendet

Ich bin wieder zurück aus dem kalten Süden in den wärmsten Ort der Republik, in Ihringen. Aber welche Überraschung, es hatte geschneit in der Nacht.

Damit hatte auch das kleine Rotkehlchen nicht gerechnet, es saß im Feigenbaum und hat die Welt nicht mehr verstanden. Schnell ging ich alle meine Vögel füttern, die auch schon drauf gewartet hatten.

Aber nun zu meinen Erlebnissen meines Besuches bei einer lieben Bloggerfreundin. Meine charmante Gastgeberin hatte ein sehr anspruchvolles Programm überlegt, fein ausgewogen von allem etwas. Bei dem kalten Wind und den frostigen Temperaturen, zogen wir es vor, uns in wärmere Gefilde zu begeben. Da bot sich geradezu der Botanische Garten mit seinen verschiedenen beheizten Häusern an.


Auf dem Weg dorthin gab es viele tolle Motive, z.B. ein Blick über einen See, der dann über geht in eine alpine Gebirgslandschaft. Weil die Wege vereist waren, zogen wir es vor, dort lieber nicht hin zu gehen.Gleich am Anfang unseres Weges, in der Nähe vom Parkplatz, kam uns dieser Schwan in seiner ganzen Schönheit entgegen. Schwäne sehen immer so majestätisch aus, so würdevoll und elegant. An der Eisdecke angekommen, hatte er alle Mühe die Eisdecke zu erklimmen, sie war einfach zu glatt.
Dass aber dennoch Frühlingsströme am Werke sind, zeigte eine Amsel, sie saß in einem Baum und übte schon ganz leise ihre Frühlingsmelodien. Ob die leicht geöffneten Blüten sie dazu angeregt haben? Man könnte es vermuten.


Ziel unseres Tages war aber in erster Linie das Schmetterlingshaus. Da gingen wir dann ganz flott hin. Beim Eintritt sahen wir zunächst erstmal garnichts, denn es wurde gerade frisch gesprüht, ganz feine Wasserwölkchen stiegen auf, um suptropisches Klima zu erzeugen. Das brauchen die Schmetterlinge zum Leben. Wir allerdings hatten beschlagene Brillen und sahen nichts, bis sich so ganz langsam Brillen und unsere Fotoapperate an das Raumklima anpassten.
Was wir dann aber sahen, versetzte uns von einem "Oh, wie schön" ins andere"Schau mal da, schnell".


Sind sie nicht wunderschön?? Klickt sie an, dann werden sie größer und man darf noch mehr staunen.
Aber der größte Schmetterling kommt nun, wenn ihr den anklickt, dann habt habt ihr fast seine wahre Größe, die so in etwa bei 20 cm Spannweite liegen dürfte, kann es nicht so genau sagen, weil er ziemlich hoch oben saß.

Nicht nur Schmetterlinge gab es dort zu sehen, sondern auch Raupen in allen möglichen Farben , ein paar wenige will ich zeigen:

Hier ist eine Raupe gerade dabei, sich zu verpuppen. Wenn man genau schaut, dann sieht man den Gürtel den sie sich um die Hüfte geschlungen hat, deshalb nennt man sie auch "Gürtelpuppe".

Während diese Puppe nun schon alles hinter sich hat und bereits dabei ist zu schlüpfen, lange wird es nicht mehr dauern, aber wir haben es nicht verfolgt, weil noch andere Besichtigungen auf dem Programm standen.

Nun hoffe ich, ich konnte euch ein wenig Farbe rüberbringen in die doch ziemlich grau/weißen Töne des" noch"Winters. Schaut euch mal um, vielleicht gibt es ja bei euch auch sowas????
Den Tag rundete dann ein wunderbares Abendessen beim Lieblingsitaliener der Gastgeberin ab,
Herz was willst du mehr.