Freitag, 24. Oktober 2008

Der Herbst und seine "wilden " Früchte

(Fotos anklicken)

Der Herbst hat ja nicht nur besonders kräftig leuchtende Farben, sondern auch eine ganze Menge "Wilder Früchte" im Angebot. Bei einer Radtour fand ich viele Früchte, eine kleine Auswahl möchte ich hier zeigen.

Die Schlehe /Prunus spinosa, schmeckt natürlich so vom Baum genossen ungewöhnlich, es zieht einem den Mund zusammen. Erst wenn der Frost über die Beeren gehuscht ist, kann man sie weiterverarbeiten, Marmelade z.B. und viele setzen einen Schnaps damit an, um dann Likör daraus zu machen.

Die Mispel/Mespilus germanica braucht ebenfalls eine kräftige Frostnacht, um daraus köstliche Marmelade zu produzieren.Weil sie mir im letzten Jahr so gut geschmeckt hat, will ich mir wieder welche besorgen, um Marmelade zu kochen.


An unserer Hauswand sind nun die Bayernkiwis ebenfalls reif, jeden Tag werden einige verspeist.
Die leuchtenden roten Früchte der Wildrose/Rosa cania gibt nicht nur ein reizvolles Motiv, sondern auch ein köstliches Mus. Zwei Kilo habe ich vor einiger Zeit in Mus verwandelt.

Zum Herbst hier am Kaiserstuhl gehören selbstverständlich auch Trauben, hier in inniger Verbindung mit den Hagebutten.

Was wäre ein Herbst ohne Kürbis, seit ein paar Jahren gehört er zum Herbst einfach mit dazu.

In den hiesigen Bauernläden kann man sie in allen Farben, Arten und Größen kaufen.


Manch einer traut sich nicht, von dieser Frucht zu naschen:

Es ist die Verwandte der Brombeere, sieht auch so ähnlich aus, heißt aber Kratzbeere/Rubus caesius, manchmal auch Kroatzbeere geschrieben. Man kann sie essen, sie schmeckt etwas herber und sieht bereift aus, im Gegensatz zur Brombeere, deren Früchte glänzen.


Auch sie gehören zum Herbst, unsere Walnußbäume an den Straßenrändern, wie die Trauben und mittlerweile auch der Kürbis. Ihre Früchte sind heißbegehrte Sammelobjekte auf den herbstlichen Wanderungen unserer Touristen, wir sammeln sie auch gerne. So frisch vom Baum und gleich geknackt, eine Köstlichkeit.

Für mich gehören Pilze auch zu den "wilden Herbstfrüchten", ihn kann man sicher nicht essen, aber er sieht doch interessant aus.

Dann findet man ja noch so viele Früchte, die uns Menschen nicht schmecken und wohl auch nicht bekommen würden, aber manches Tierlein freut sich drüber.

Diese Eicheln z.B. , die den Wildschweinen so gut schmecken und mit denen die Kinder so gerne basteln.

Sogar diese Früchtchen haben Liebhaber, es ist das Pfaffenhütchen/Euonymus europaea.


Oder der Feuerdorn, der gerne von den Amseln besucht wird.

Wem diese Früchte schmecken, entzieht sich meiner Kenntnis, es ist die Tollkirsche/Atropa bella- donna.


Die Beeren des Maiglöckchens/Convallaris majalis sehen sehr attraktiv aus, aber Finger weg, sie können einem übel werden lassen, bis zu Kreislaufproblemen und noch mehr.

Zum Schluß gibt es heute mal ein kleines Suchbild, wer findet den Schmetterling? Es ist der Kleine Feuerfalter/Lycaena phlaeas.


Ich will euch dann doch nicht allzulange warten lassen, zudem Dorle sich erfolgreich an der Suche beteiligt hat. Sie hat ihn entdeckt und da sitzt er.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Letzte Station Ostsee

(Fotos anklicken)

Unser letzter Ausflug führte uns in diese alte Hansestadt Stadt.

Wunderschöne Häuserfronten zieren ganze Straßenzüge, z.T. wieder recht gut restauriert.

Das obige Haus ist deshalb so interessant, weil es oben am Giebel einen Kran hat. Das hatten viele Häuser gerade in den Hansestädten, da es ja viele Lasten zu bergen gab, die man oft unter den Dächern der Häuser lagerte.
Ein besonders farbiges Fachwerkhaus, gebaut über einen kleinen Fluß, war ein begehrtes Fotomotiv.

Wie im Zuckerbäckerstiel, bunt und ein wenig schief dazu.

Immer wieder Backsteinbauten, die mich besonders beeindruckten, dieses Haus zum Beispiel, mit seiner kunstvollen Fassade. Man hat versucht aus diesen einfachen, klobigen Steinen eine lebendige Ansicht zu erstellen, was auch gelungen ist. Hier ein Detailausschnitt.

Wer wohl in diesem Hause seine Wäsche auf Vordermann hat bringen lassen?

Sicherlich nur die feinen Herrschaften, die einfachen Leute durften dafür sorgen, dass die Wäsche rein wurde.


Durch dieses Tor, das Wassertor, kam man in das Hafengelände. Wismar hatte bis vor einiger Zeit noch eine gut funktionierende Werft. Die große Schiffe baute, sehr viel für die Russische Flotte, nun liegen viele große Hallen leer und werden z.T. anderweitig genutzt.



Fertig zum Segeltörn lag dieses Schiff, ich hätte da schon Lust gehabt.

Vor einem Haus, das als Museum umfunktioniert wurde, standen vor dem Eingang diese zwei Schwedenköpfe.

Im Museum konnte man sich darüber informieren, was denn die Schweden mit Wismar zu tun
hatten.
Es fällt schwer, aus der Fülle der Fotos und Eindrücke in wenigen Worten und Bildern einen Überblick über die Städte und Kulturen zu geben. Am besten ist, man fährt mal selber hin, es ist eine Reise wert. Den Osten der Republick kennen manche Leute recht wenig, dabei gibt es da noch soviele Zeugen unserer Geschichte. Dinge, die schon lange in Vergessenheit geraten sind. Alte Schilder, alte Namen, alte Plätze, schon mal gehört, werden plötzlich wieder interessant und lebendig. Und hat es sehr gut gefallen.


Nach sehs Tagen ging es dann von diesem schönen Schweriner Bahnhof wieder zurück nach Ihringen.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Räder geliehen und ab gings....

..... dazu muß man wissen wie hier das Sraßenpflaster aussieht, nämlich so:

( klick..... großes Foto..)

Im ersten Moment meint man, nee das übersteht man nicht. Aber nach ein paar Minuten gewöhnt man sich an die Rumpelei und fährt bedächtig langsam, wir wollten ja sowieso was sehen.
Es gab ja auch soooo viel zu sehen, die alten hübschen Fassaden z.B., hier mal nur ein Foto, es soll für viele andere stehen.


Oder diese interessante Auskunft über längst vergangene Zeiten. Da gab es noch keine Lehmann Brothers, da war die Welt noch in Ordnung und das Geld noch sicher aufgehoben.

Der wunderschönen Dom im Backsteinstil erbaut, wie viele Gebäude hier im Norden, überragt die Häuserzeilen und lädt zur Einkehr ein.

Es ist immer schwierig so ein Riesengebäude ganz ins Bild zu bringen, daher nur der Turm. Mich fasziniert der Backsteinstil sehr. Die alten Steine sind noch jeder mit der Hand mühsam in Holzformen gepresst, getrocknet und dann in einfachsten Brennöfen gebrannt. Da ist dann jeder Stein ein Unikat.
Drinnen ist der Dom hell und freundlich , so mag ich Dome und Kirchen, wenn sie dunkel sind flüchte ich sofort. Dieses Deckengemälde ist von einer einfachen Schönheit, die uns begeisterte.

Dazu ein einfaches, buntes Riesenkreuz, das den Besucherblick nach oben zieht, um auf die wichtigste Botschaft der Christen hinzuweisen, aufs Kreuz.

Man hatte gerade Erntedank gefeiert und der Altar war noch prächtig geschmückt.

Wir verließen bald die Stadt, vorbei am Schloß mit einem letztem Blick auf einen der vielen Türme.

Über eine alte Holzbrücke mit sehr schönem Blick auf einen Teil der Stadt.

Von nun an ging es eine ganze Weile am Schweriner See vorbei mit romantischen Blicken auf den See und seiner Uferregion.

Dann kamen wir an einer alten Schleifmühle vorbei, die wir auch besichtigten.

Sie ist noch voll funktionstüchtig und wird auch immer wieder vorgeführt, sogar für uns zwei ganz alleine, wir waren sehr angetan für den aussergewöhnlichen Service für nur zwei Personen.
So lief es drinnen ab, was mich besonders beeindruckte, waren die Holzzahnräder, einzeln angefertigt und ganz präzise ineinander passend, perfekte Handwerkskunst.

Weiter ging die Fahrt nach Zippendorf, dort gehen die Schweriner im Sommer gerne baden. Es hat einen ca. 200 m langen Sandstrand und man erhält einen Eindruck von Mittelmeerstrand.

Nach ca. einer weiteren Stunde, erreichten wir das kleine Dörfchen Mueß, dort wollten wir ins Freilichtmuseum gehen. Wir fanden auch gleich das Museum und waren besonders vom Schulgarten angetan. Diese Dame hieß uns "Willkommen".

Idylle an der Pumpe, da macht wohl gerade jemand Mittagspause und hat alles stehn und liegen gelassen? Könnte man meinen.

Durch diesen alten Bilderrahmen, der einfach so im Garten stand, erhielt man einen ganz besondern Blick, diesen.
Mit dem raffinierten Durchblick, beende ich unsere Radtour entlang des Schweriner Sees. Na Lust bekommen auf nächstes Jahr zur BUGA? Dann nichts wie hin.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Wieder zurück

Ein paar schöne Tage liegen hinter uns, nun möchte ich ein wenig darüber zeigen und berichten.
Wir waren in der kleinsten Landeshauptstadt der Bundesrepublik. Sie liegt an einem See, dessen Namen sie auch trägt. In einem wunderschönen Schloß tagt der Landtag, wer kann sich das schon leisten? So sieht das Schloß aus:

Hier der Haupteingang.

Nun ein Blick von einer Seite. Vielleicht hat es schon jemand erkannt??
Im nächsten Jahr soll hier die Bundesgartenschau sein, rege Bautätigkeiten rund um das Schloß sind in vollem Gange. Schließlich soll bis April alles unter Dach und Fach sein. Obwohl sie die kleinste Landeshauptstadt ist, kann sie es sich doch leisten, ihr Schloß mit einem goldenem Dach zu schmücken und das bei der momentanen Finanzkrise.

Für alle die, die es noch nicht erraten haben mein besonderer Wegweiser.


Ja, wir waren in Schwerin, eine wunderbare Stadt. Das Schloß steht auf einigen hundert Pfählen eingerammt in das sumpfige Ufer des Schweriner - Sees. Eine gepflegte Orangerie mit geschwungenem, schmiedeeisernen Handlauf, symetrisch angelegten Beeten und bunten Blumenrabatten mit Springbrunnen, laden zum gemütlichem Bummel durch den schönen Schloßgarten ein.
Einige Blumen hatten schon ihre Winterquartiere bezogen, aber man konnte immer noch erahnen, wie schön es im Sommer hier sein muß.

Auch dieses Gelände wird in die Gartenschau mit einbezogen und wird sicherlich noch um einiges bunter werden, hier spielten die Herbstfarben die dominierende Rolle.

Ja, auch in Schwerin ist der Herbst eingezogen und hat die schönsten Farben extra für uns zur Schau gestellt. Ich war von diesem Blick aus einem kleinen Fenster total überwältigt.
Gut zu den Farben passen dann auch noch diese wunderschönen roten Sternblumen, ich kenne ihre Namen nicht, gefunden im Schloßpark. Vielleicht kennt sie hier jemand?

Eine interessante Idee haben die Schweriner erfunden, um Geld für ihren Zoo zu bekommen. Sie ließen einige Nashornexemplare aus Plastik herstellen und haben Sponsoren gesucht, die sie nach ihren Vorstelleungen bemalen durften. So sehen die Dinger aus:

Schwerin ist mit Wuppertal "verschwistert" und die Wuppertaler haben ein ganz besonders lustiges Nashorn gestaltet.

Schwerin ist nach der Wende um einige Einwohner geschrumpft, waren es vorher 126 000 Einwohner, so sind es z. Zt. nur noch 96 000 . Viele wunderschöne Häuser stehen leer und werden abgerissen. Im Jugendstil erbaute Fassaden bröckeln ab, fallen zusammen und niemand trauert ihnen nach, ich hätte am liebsten alle renoviert, so schön sind sie.

Ich könnte noch eine ganze Menge Fotos zeigen, aber dies soll mal vorerst genügen. Mit einem Schloßbild möchte ich es für heute belassen, demnächst mehr.