Sonntag, 24. Februar 2008

Hohle Wege

Gestern und auch heute herrschte ja überall in Deutschland herrlichstes Frühlingswetter. Temperaturen, die schon wieder Anlass zum Nachdenken geben, es stellt sich die Frage, ist das noch normal? Wir hatten 20 ° im Schatten, da kann man sich denken, wie warm es in der Sonne war, T - Shirt Wetter.
Wir sind mal wieder "Hohle-Wege" gegangen, zusammen mit unserem Sohn, der seine neue Kamera getestet hat.



Hier, in dieser Hohlgasse, gibt es viele Löcher in der Lößwand, die in Kriegszeiten als Unterschlupf für die Bevölkerung dienten. Da man für die Sicherheit nicht mehr garantieren kann, hat die Gemeinde vorsorglich Gitter vor die Eingänge angeordnet. Die Kinder sind da unberechenbar, die Neugierde ist einfach zu groß, das Risiko ebenfalls. Sieht nicht schön aus, ist aber leider notwendig.

Romantische Aufgänge gibt es immer wieder, im Sommer sehr angenehm zu wandern, ist dieser Weg:

Wir sind gestern mächtig ins Schwitzen geraten, als wir dort hoch gingen. Einsam, an einer Böschung, leuchtete uns ein kräftiges Rot entgegen, nämlich dieser Lampingon.

An den Sonnenböschungen krabbelte und sprang es überall herum. Die Spinnen saßen sehr gut getarnt in den Lößwänden, drei Beispiele möchte ich zeigen:




Gerade abenteuerlich anmutend ist dieser sogenannte Dschungel-Weg, der von einem beliebten Ausflugslokal inmitten der Reben in Ihringen wieder runter in den Ort führt.

Nun ist noch nicht alles begrünt, aber wenn alles grün ist, dann ist er wildromantisch und bei den Kindern sehr beliebt.

Heute waren wir nochmal auf dem Tuniberg. Dieser Blick auf die kleine Kapelle ist ein lohnendes Fotomotiv.



Zumal wieder einmal ein Himmel zu sehen war, der nicht an Blau zu überbieten war. Das Weiß der kleinen Kapelle erstrahlte noch mal so weiß, besser kann ein Kontrast nicht sein.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Für manche überraschend....

....Spinnen haben mehrere Augen. Einige " nur" sechs Augen, manche sogar acht.
Weil ich neulich schrieb, dass ich Spinnenaugen so faszinierend finde, möchte ich mal ganz mutig sein und ein paar zeigen. Ich weiß, ich weiß, nicht jedermanns Sache, viele eckeln sich vor Spinnen. Dennoch will ich versuchen, ein wenig Sympathie für Spinnenaugen zu erreichen.

Fangen wir mit den schönsten Augen an, es sind die Augen von verschiedenen Springspinnen.




Aber jetzt mal ehrlich, sind die nicht schön??? Sie brauchen so große Augen, weil sie kein Netz bauen, sondern auf der Lauer liegen und, wie ihr Name sagt, ihre Beute anspringen. Man glaubt, sie tragen Sonnenbrillen. Wenn man genau hinschaut, kann man ihre Augen zählen, sie haben sie auf mehreren Ebenen verteilt, so können sie oben, unten, rechts und links sehen, das ist doch ein richtiges Wunder, oder???

Nun folgt eine Spinne mit acht Augen, völlig anders angeordnet:

Es ist eine Listspinne, ich habe davon unzählige im Garten. Auch sie liegen auf der Lauer, ganz
"listig" um blitzschnell ihre Beute zu ergreifen. Die Sonne lieben sie genauso wie wir Menschen, stundenlang verbringen sie auf irgendwelchen Blättern und beobachten mit ihren wachsamen Augen ihre Umgebung , um bei Gefahr schnell unters Blatt zu verschwinden.



Dies sind die acht Augen einer Krabbenspinne, bei genauem Hinsehen kann man sie erkennen.
Auch sie verharrt in einer Starre, um bei einer geeigneten Beute schnell zur Stelle zu sein. Wobei die Beute oftmals das dreifache ihrer Größe haben kann. Mit einem Todesbiss lähmt sie die Beute und kann sie so in aller Ruhe verspeisen. Ce la vie...

Hier sieht man mühelos alle acht Augen, dicht beieinander. Da weiß ich nicht genau ihren Namen. Plötzlich lag sie auf dem Terassentisch.

Zum Schluß zeigt uns diese Kürbisspinne noch ihre sechs Augen. Vielleicht habe ich ein wenig mehr Verständnis für Spinnen geweckt?? Vielleicht schaut ihr ein wenig genauer hin, falls mal wieder eine krabbelt? Dann vergesst nicht, ihnen in die Augen zu sehen und sie zu zählen....

Montag, 18. Februar 2008

Immer mehr....

.... gibt es zu entdecken, totz Nachtfrösten, trotz kaltem Wind, der Frühling läßt sich nicht mehr aufhalten.
Gestern sind wir auf dem Lilienhofgelände gewesen, das ist ein Versuchsgelände vom "Staatlichem Forstamt Freiburg". Dort gibt es verschiedene Ansammlungen von Bäumen, unter anderem Mammutbäume und andere seltene Baumgruppen. In wenigen Wochen werden dort wieder die Wiesen unter den Bäumen mit Orchideen bestückt sein, die Wildform der Orchideen, keine die man üblicherweise unter Orchideen kennt.

Ich hielt Ausschau nach Küchenschellen, aber noch sind sie nicht zu sehen, da werde ich am Sonntag nochmal hin gehen.

Gefunden habe ich die erste Sumpf-Dotterblume/Caltha palustris, die zeige ich gerne.

Fast unscheinbar stand sie in einem kleinen Rinnsal, meine Tochter und mein Mann haben sie nicht gesehen.

Mein Garten wird auch immer bunter. In der Mittagssonne bin ich mal eine Fotorunde gegangen, hier ein paar Funde.

Ganz stolz heben sie ihre Köpfchen der Sonne entgegen. Am Morgen hängen sie dafür umsomehr, ich denke dann immer, oje, nun hat es sie erwischt, aber ein paar Stunden weiter sehen sie wieder topfit aus.

Diese warten noch einen oder ein paar Tage länger, um dann ihre ganze Schönheit zu zeigen.

Schneeglöckchen sind auch immer ein willkommenes Fotoobjekt, z.Zt. stehen sie in voller Blüte.

Bei genauer Betrachtung meiner Rosen, fand ich schon das erste Blatt.


So leuchtend rot können Rosenblätter sein, das hatte ich so auch noch nicht gesehen.

Langhingestreckt, sich in der Sonne wärmend, lag diese Listspinne/Pisaura mirabilis. Weich gebettet auf einem Salbeiblatt, ich hätte auch Lust gehabt, mich dazu zu legen.....

Schaut mal, wie vorwitzig zwei von ihren acht Augen mich fixieren. Spinnenaugen finde ich soo schön, mancher denkt nun sicher, wie kann man nur...

Gearbeitet wurde auch, diese Biene war eifrig dabei, Nachschub zu organisieren, jedes Gänseblümchen wurde angeflogen.

Ihre Mühe war nicht vergebens, an ihrem rechten Vorderbeinchen sieht man bereits gesammelte Pollen. Mühsam, mühsam kleines Bienchen, dachte ich, ihr schien es aber Freude zu bereiten, endlich wieder in der Sonne auf Suche zu gehen.

Samstag, 16. Februar 2008

Spaziergang am Tuniberg

Heute sind wir nicht im Kaiserstuhl unterwegs gewesen, sondern haben uns mal den Tuniberg vorgenommen. Unsere Tochter kannte den nicht sooo genau, auch wir sind nicht so oft dort. Er ist etwas kleiner als der Kaiserstuhl, aber Flora und Fauna gleichen sich, ebenfalls der Weinbau. Strahlende Sonne suggerierte hinter der Wohnzimmerscheibe Wärme, aber draussen pfiff uns teilweise ein kalter Wind um die Ohren.

Natürlich habe ich nach Frühblühern geschaut, diesen Reiherschnabel/ Erodium cucutarium fand ich an einer warmen Böschung. Es gab eine Menge anderer Blüten, aber die hatte ich schon bei einen meiner ersten Frühlingsspaziergänge am Kaiserstuhl vorgestellt, verzichte deshalb darauf. Ehrenpreis, rote Taubnessel, Vogelmiere und Löwenzahn standen auch hier unter den Rebstöcken.
Nach ca 2 Stunden auf und ab, kehrten wir gerne wieder ins warme Wohnzimmer zurück. Einen Blick auf meinen Winterjasmin konnte ich mir dennoch nicht verkneifen, denn zur Zeit sind dort die Holzbienen aktiv:

Meine Winterlinge/Eranthis hyemalis haben es nun auch geschafft, sie blühen. Ich fand , sie haben sich in diesem Jahr sehr viel Zeit gelassen.

Mit diesem leuchtend gelben Blumen wünsche ich allen ein schönes Wochenende.