Da im Moment unsere Tochter bei uns ist, wir beide gerne in Museen gehen, hatte ich ausgefüllte Tage. Am Dienstag trafen wir uns , zusammen mit unserem Sohn, in Karlsruhe. Dort ist im Augenblick eine Grünewald Ausstellung, es gibt aber auch noch andere Bilder, Dürer, Baldung, Burgkmair, Schongauer. Dort durfte man natürlich keine Fotos machen, so kann ich keine zeigen.
Aber heute waren wir in Weil am Rhein im Vitra Museum. Vielleicht kennt es jemand???

So sieht es aus, man merkt sofort, es ist etwas Aussergewöhnliches. Kenner der Architektur werden die Handschrift des Baumeisters erkennen können, es ist Le Corbusier, ihm war auch eine kleine Ausstellung gewidmet. Der blaue Himmel gab den ganzen Gebäuden ein wunderbares Farbenspiel zwischen Sonnenschein und Schatten. Es gab nicht nur dies eine Gebäude mit den geschwungenen Wänden, nein eine ganze Reihe.
Ein wenig zur Geschichte dieser Gebäude. Eigentlich ist alles ein Firmengelände, in dem schon immer überwiegend Sitzmöbel hergestellt wurden. Stammt aus der Bauhauszeit, hier wurden gewagte Büromöbel hergestellt. Als ein Brand einige Gebäude zerstörte, die Firma Vitra aber gerne wieder in Produktion gehen wollte, lud man einige internationale Architekten zu einem Wettbewerb ein. Zudem stand noch eine Landesgartenschau an, deren Gelände bis ans Fabrikgelände reichte, so entstand die Idee, auch dieses mit einzubeziehn.
Dieser Rundbau ist so konstruiert, dass man ihn jederzeit woanderss schnell aufbauen könnte, wenn Bedarf besteht.


Im Zelt, denn es ist eins, gab es dieses herrliche Lichtspiel.

Hier nun ein ganz verrücktes Haus, hier gibt es keine rechten Winkel, alles ist schräg. Es war ein Feuerwehrhaus, eine Architektin aus dem asiatischem Raum hat hier Dinge geschaffen, die uns nur ins Staunen versetzten. Wenn man eine Weile in dem Gebäude herumläuft, ist es einem ganz drimmelig im Kopf, echt.

Ist diese Tankstelle nicht romantisch?? So richtig gemütlich stand sie sicher irgendwo mal am Strassenrand, der Andrang hielt sich sicher zu der Zeit noch in Grenzen und ein ausgiebiges Plauderstündchen war sicher auch noch möglich...

Bei diesem Exponat handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk eines Sohnes des Firmengünders zum 70. Geburtstag, machte sich gut auf der grünen Wiese. Es zeigt die einfachen Handwerkssachen, die man braucht, um solide Sitzmöbel zu bauen, Zange, Hammer und einen Schraubenschlüssel. Viele der Möbel werden aus Stahlrohren gefertigt.

Immer wieder bestechend, der heutige blaue Himmel, er läßt das Weiß der Gebäude in einem verblüffenden Lichtspiel erscheinen.

Hier erliegt man einem Trugschluß, man meint ein Gebäude vor sich stehen zu sehen, es ist aber nur die Spiegelung eines Gebäudes in der Fensterfront, ich fand es so gelungen. Der Erbauer dieses Hauses, hat einen ganz besonderen Beton benutzt. Wenn man über seine Fläche streicht, hat man das Gefühl, man streicht über Samt. Der Mann stammt aus Japan und hat ein Stück asiatische Ruhe in das Haus gebracht und den Beton so perfekt poliert, dass eben dieses Samtgefühl eintritt, wenn man ihn berührt.

Umgeben sind alle diese Gebäude von vielen Bäumen, hier speziell Kirschbäume , die sicher eine besondere Atmosphäre zaubern, wenn sie erst alle blühen. Vielleicht gehe ich dann noch mal hin.
Denn in dem Museum sind wechselnde Ausstellungen.
Ein sehr lehrreicher Tag war es heute für uns, gut gelaunt fuhren wir wieder mit dem Zug heim.