Dienstag, 12. Februar 2008

Mein erstes Veilchen

Ich wollte es schon am Samstag einstellen, aber da streikte die Bildübermittlung bei Blogger.
Inzwischen war ich drei Tage im Krankenhaus, bekam in der Nacht Sa/So Vorhofflimmern. Ich bin vorhin wieder nach Hause gekommen, es ist wieder alles o.k.

Zu meinem Veilchen, wir machten am Samstag noch eine wunderbare Radtour bei herrlichstem Fühlingswetter. Ziel war ein Naturschutzgebiet nahe Achkarren. Dort gibt es noch Flaumeichenwälder und den Diptam. Ich hielt eifrig Ausschau nach Veilchen, weil ich wußte, da gibt es sehr viele. Ein einziges blühte am Samstag, dieses hübsche, ganz versteckt im Laub.
Unwillkürlich fiel mir ein Poesiealbumvers aus meiner Kinderzeit ein:

Sei immer bescheiden, sittsam und rein.
Und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein.
Es dauert ja nur ein Weilchen, dann wird sie vom Winde geknickt,
aber das Veilchen im Moose, wird mit Händen der Liebe gepflückt.


Als roter Farbkleks überraschte mich dann noch mitten im Wald, diese Euphorbia amygdaloides/ Mandelblättrige Wolfsmilch. Stellenweise bedeckte sie den ganzen Waldboden. Der schräge Lichteinfall ermöglichte dieses einmalige Farbspiel. Es war eine schöne Radtour, die dann am Rheinufer wieder zurück ging.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Naturwanderer auf Museumstrip

Da im Moment unsere Tochter bei uns ist, wir beide gerne in Museen gehen, hatte ich ausgefüllte Tage. Am Dienstag trafen wir uns , zusammen mit unserem Sohn, in Karlsruhe. Dort ist im Augenblick eine Grünewald Ausstellung, es gibt aber auch noch andere Bilder, Dürer, Baldung, Burgkmair, Schongauer. Dort durfte man natürlich keine Fotos machen, so kann ich keine zeigen.


Aber heute waren wir in Weil am Rhein im Vitra Museum. Vielleicht kennt es jemand???

So sieht es aus, man merkt sofort, es ist etwas Aussergewöhnliches. Kenner der Architektur werden die Handschrift des Baumeisters erkennen können, es ist Le Corbusier, ihm war auch eine kleine Ausstellung gewidmet. Der blaue Himmel gab den ganzen Gebäuden ein wunderbares Farbenspiel zwischen Sonnenschein und Schatten. Es gab nicht nur dies eine Gebäude mit den geschwungenen Wänden, nein eine ganze Reihe.

Ein wenig zur Geschichte dieser Gebäude. Eigentlich ist alles ein Firmengelände, in dem schon immer überwiegend Sitzmöbel hergestellt wurden. Stammt aus der Bauhauszeit, hier wurden gewagte Büromöbel hergestellt. Als ein Brand einige Gebäude zerstörte, die Firma Vitra aber gerne wieder in Produktion gehen wollte, lud man einige internationale Architekten zu einem Wettbewerb ein. Zudem stand noch eine Landesgartenschau an, deren Gelände bis ans Fabrikgelände reichte, so entstand die Idee, auch dieses mit einzubeziehn.


Dieser Rundbau ist so konstruiert, dass man ihn jederzeit woanderss schnell aufbauen könnte, wenn Bedarf besteht.



Im Zelt, denn es ist eins, gab es dieses herrliche Lichtspiel.



Hier nun ein ganz verrücktes Haus, hier gibt es keine rechten Winkel, alles ist schräg. Es war ein Feuerwehrhaus, eine Architektin aus dem asiatischem Raum hat hier Dinge geschaffen, die uns nur ins Staunen versetzten. Wenn man eine Weile in dem Gebäude herumläuft, ist es einem ganz drimmelig im Kopf, echt.



Ist diese Tankstelle nicht romantisch?? So richtig gemütlich stand sie sicher irgendwo mal am Strassenrand, der Andrang hielt sich sicher zu der Zeit noch in Grenzen und ein ausgiebiges Plauderstündchen war sicher auch noch möglich...



Bei diesem Exponat handelt es sich um ein Geburtstagsgeschenk eines Sohnes des Firmengünders zum 70. Geburtstag, machte sich gut auf der grünen Wiese. Es zeigt die einfachen Handwerkssachen, die man braucht, um solide Sitzmöbel zu bauen, Zange, Hammer und einen Schraubenschlüssel. Viele der Möbel werden aus Stahlrohren gefertigt.



Immer wieder bestechend, der heutige blaue Himmel, er läßt das Weiß der Gebäude in einem verblüffenden Lichtspiel erscheinen.


Hier erliegt man einem Trugschluß, man meint ein Gebäude vor sich stehen zu sehen, es ist aber nur die Spiegelung eines Gebäudes in der Fensterfront, ich fand es so gelungen. Der Erbauer dieses Hauses, hat einen ganz besonderen Beton benutzt. Wenn man über seine Fläche streicht, hat man das Gefühl, man streicht über Samt. Der Mann stammt aus Japan und hat ein Stück asiatische Ruhe in das Haus gebracht und den Beton so perfekt poliert, dass eben dieses Samtgefühl eintritt, wenn man ihn berührt.


Umgeben sind alle diese Gebäude von vielen Bäumen, hier speziell Kirschbäume , die sicher eine besondere Atmosphäre zaubern, wenn sie erst alle blühen. Vielleicht gehe ich dann noch mal hin.
Denn in dem Museum sind wechselnde Ausstellungen.
Ein sehr lehrreicher Tag war es heute für uns, gut gelaunt fuhren wir wieder mit dem Zug heim.

Sonntag, 3. Februar 2008

Auf der Suche nach Frühlingsblumen

Gestern und auch heute habe ich mich intensiv auf die Suche nach Frühlingsblumen gemacht. Ich suchte sie diesmal natürlich in der Natur und nicht im Garten.
Bei uns herrschte gestern und auch heute herrliches Frühlingswetter, nachdem sich der morgendliche leichte Frost verzogen hatte. Gestern waren wir im Kaiserstuhl auf der Suche, hier eine kleine Auswahl der Frühblüher.

Der kleine blaue Farbtupfer des Ehrenpreis (Veronica persica) war schon reichlich vertreten , überall leuchtete er unter den Rebstöcken hervor. Gefolgt von kräftigem Gelb des Löwenzahns (Taraxacum officinale)

Im Reigen der Farben darf sebstverständlich das Rot nicht fehlen, ich fand es ziemlich versteckt, schon eine Blüte vom Erdrauch (Fumaria officinales)

Wenn die Winter recht mild sind, dann findet man den Winter über immer wieder die Vogelmiere (Stellaria media). Im Wildkräutersalat eine Bereicherung und sogar wohlschmeckend als Süppchen.

Auch die Rote Taubnessel (Lamium purpureum) kann ziemlich viel Kälte vertragen, sie findet man ebenfalls das ganze Jahr, wir fanden sie auch.

Heute, am Sonntag, war ich mit einer Freundin unterwegs mit dem Fahrrad. Wir entschlossen uns, mal wieder ins Elsass zu fahren. Auf dem Weg dorthin überraschte uns ein schon aufblühender Mandelbaum, auf deutscher Seite.

Da mußten wir doch Beweisfotos mit nehmen, sonst glaubt es uns niemand, dachten wir.

Im Elsass war es in den Dörfchen so still, nur die Hofhunde bellten von Hof zu Hof. Wir wunderten uns, dass bei dem strahlendem Sonnenschein fast niemand unterwegs war, so hatten wir die Strassen fast für uns alleine. An einer geschützten, sonnigen Stelle, genau gesagt an einer mächtigen Mauer aus Mais, machten wir eine Mittagsrast. Ich entdeckte wieder einmal ein " Durchblicksbild", ich möchte es zeigen:

Ganz im Hintergrund sieht man den Kaiserstuhl, dort mußten wir wieder hin. Nach einem kleinem Imbiss fuhren wir wieder Richtung Ihringen. Als wir durch ein kleines Wäldchen fuhren, sah ich doch etwas Helles leuchten, ich sprang förmlich vom Rad. Was sah ich da? Die Stinkende Nieswurz ( Helleborus foetidus) Davon gab es gleich mehrere Exemplare.

In meinem Buch werden sie als "Geschützt" angegeben, wir hätten sie sowieso nicht gepflückt. Ein schöner, erfolgreicher Tag war es heute für mich.

Freitag, 1. Februar 2008

Zweiter Teil Freiburgbummel

Wie versprochen, noch ein paar Bilder vom letzten Freiburgbummel.

Dieser Mann hielt krampfhaft Ausschau nach der Sonne.

Die hatte sich doch so verklemmt, da dauerte es noch eine Weile bis sie kam. Ich hatte sie entdeckt, hier klemmte sie, zwischen zwei Stäben:

Man sieht es ihr schon an, sie hatte zu kämpfen. Als sie es dann aber geschafft hatte, sah die Welt in Freiburg wunderschön hell und licht aus. Die Christrosen ließen es sich nicht nehmen, alle ihre Blüten zu öffnen, die Sonne in vollen Zügen einzulassen.

Die Strassen waren belebt und die Händler stellten ihre Waren überall aus:

Einen ganzen Gehweg für sich alleine beanspruchten hier Storch und andere Stelzfiguren. Sie waren wunderbar gearbeitet, herrlich ausgefallene Stücke waren dabei, die jedes Kinderherz höher schlagen liessen.

So mancher lies sich Reklamemäßig etwas einfallen, wie jener Goldschmiedemeister, den ich persönlich kenne.

Geschickt plaziert auf dem Gehweg, blieben doch manche stehen und lasen. Ob sie sich haben inspirieren lassen, einen Goldschmiedekurs zu belegen?

Im Stadtgarten gab es natürlich auch schon so manche vorwitzige Blüte. Die Farbenvielfalt vom Hamamelis hat mich aber am meisten beeindruckt, deshalb möchte ich zum Schluß ein Bild davon zeigen.


Ich wünsche ein schönes Wochenende, bei uns ists z.Zt. nicht so schön, da werden sich die Eidechsen wohl wieder in ihre Winterhöhlen zurückziehen müssen.