



Ich war gespannt wie lange es dauert, bis der sich öffnet. So ab April habe ich fast täglich danach geschaut. Erst Mitte Mai sah ich oben ein Loch, also war der Schlupf ausgeflogen, wahrscheinlich in der Dämmerung. Da meinte ich, ich mache das Gebilde auf und schaue mir das Innenleben an. Gesagt getan, vorsichtig löste ich den Bau von der Wand und stellte fest, eine Bewohnerin lag noch in einer Zelle. Was nun??? Vorsichtig nahm ich alles mit in meinen Garten, legte den Bau in einen Tontopf:


Jeden Tag schaute ich, wie es der fast ausgewachsenen Wespe ging. Am 14. Tag war sie nicht mehr da, so hinterliess sie den Kokon:

Ob ich wohl in diesem Sommer wieder so ein Erlebnis haben werde? Ich werde meine Augen offen halten, die Wand der Nachbarin bietet ideale Möglichkeiten für einen neuen Bau, unter einem Fenstersims, nicht einsehbar für jedermann, kann die Brut sich in aller Ruhe entfalten.
2 Kommentare:
Toll beobachtet und fotografiert. Diese einzelnen Behausungen sehen zu Beginn ja aus wie kleine Krüge. Sowas habe ich auch noch nie gesehen. Danke für's Zeigen und Erklären.
Lieben Gruß
Elke
Phantastisch! Diesees Glück muß man erst einmal haben! Aber ob es sich wiederholt? Ich wünsch' es Dir jedenfalls, das und viele andere schöne Naturerlebnisse.
Ganz herzlich und ein schönes Wochenende
Sara
PS: Ja, das dachte ich übrigens auch, wie kleine Krüge oder Amphoren. Zu schön! Da mögen manche naturnahen Völker diesen Tierchen da etwas nachempfunden haben ...
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